Wer stapelt tiefer? Let’s Dance 2014: Alexander Klaws siegt (im Streber-Duell)


Berlin. Duell der Streber im „Let’s Dance“-Finale: Nach zwei Tänzen liegt Alexander Klaws vorne, nach Punkten natürlich sowieso - aber auch im Duell der Streber schlägt er Tanja Szewczenko um Längen.

Im Finale von „Let‘s dance“ treten mit Alexander Klaws und Tanja Szewczenko die Favoriten aller Episoden dieser Staffel an. Das ist schön anzuschauen, allein schon wegen Alexanders erstklassigem Slapstick-Charleston - anerkanntermaßen das Beste, was er bislang im Fernsehen gemacht hat.

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Aber ist die ewige Favoritenrolle womöglich unsympathisch? Alexander und Tanja scheinen es zu befürchten und überbieten sich im Understatement. Man wünscht sich einen Charakter wie Nathalie Volk aufs Parkett, die selbstbewussteste GNTM-Verliererin aller Zeiten. („Ich fand eigentlich mich selbst am besten.“) Wenn man Tanja und Alexander so hört, kriegt man den Eindruck: Siegen muss etwas sehr Schmutziges sein.

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Tanja Szewczenko übergießt sich schon im Einspieler mit Demut: Sie ist „dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte“, sagt sie. Und: „Mein großer Traum hat sich erfüllt!“ Na klar. Etwas Tollerers als die RTL-Zweitverwertung einer Profisport-Karriere hat sie sich schon als Mädchen nicht ausmalen können. Dafür gibt sie jetzt aber auch alles. Nicht genug damit, dass sie viel zu früh zum Training kommt. Als die Tanzschule noch zu hat, übt sie einfach auf der Straße! Herrlich verrückt, diese Szewczenko!

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Alexander Klaws wäre allerdings nicht er selbst, wenn er nicht auch beim Kotau die Nase vorn hätte. Warum tanzt er so umwerfend? Doch nicht, weil er einfach gut ist! Es liegt an seiner Partnerin! („An dieser Stelle vielen Dank an Isabel, sorry, das ist jetzt so aus mir rausgeplatzt.“) Mehr noch: Es liegt an den Fans: „Ich bin nur so gut, wie meine Fans mich machen. Ich habe unglaubliche Emotionen erleben dürfen, dank meiner Fans!“ So spricht die wahre Bescheidenheit. (Und der Mann, der seinen Fans passend zum Finale eine Single eingespielt hat.)

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Wer ist bescheidener? In der Pflicht ist Tanja Szewczenko mit Alexander Klaws gleichauf. In der Kür patzt sie. Wer sein Licht vollendet unter den Scheffel stellt, der tritt im Finale einfach nicht zu ABBAs „Dancing Queen“ an. Während Tanja mit dem verräterischen Song einen kleinen Funken Siegeswillen durchblitzen lässt, hebt Alexander Klaws zur ultimativen Selbsterniedrigung an: „Das Halbfinale war wirklich nervenaufreibend“ sagt er. „Weil: Man wusste wirklich nicht, wer es ins Finale schafft.“ Alexander wusste nicht, ob er oder Carmen Geiss besser tanzen kann? Hut ab, Herr Klaws! So schamlos lügt sonst keiner!

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