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7. Show: Alle gegen Alexander Klaws Let's Dance 2014: Aus für Larissa Marolt trotz "Latex-Tango"


es Osnabrück. Carmen Geiss hat es ins Halbfinale geschafft. Wird es doch noch richtig spannend zum Ende der Staffel von "Let's Dance"?  Das Aus für Larissa Marolt in der 7. Show zeigte, dass die Millionärsgattin offenbar mehr Fans als das Model hat. 

Eigentlich sah es ganz gut für Larissa Marolt aus: Nach der Jury-Wertung lag das Model zum ersten Mal zusammen mit Alexander Klaws auf Platz 2. Der bisherige Favorit hatte es an diesem Abend mit sich und seinen drei Konkurrentinnen nicht leicht, denn alle Damen schienen nur noch ein Ziel vor Augen zu haben: Alle gegen Alexander Klaws! Am Ende konnte nur Tanja Szewcszenko den Favoriten deutlich hinter sich lassen ¨– mit acht Punkten Abstand nach der Jury-Wertung.

Selbstdarstellung wurde auf die Spitze getrieben: Das bedeutete in der RTL-Tanzshow, dass die vier verbliebenen Promis zu ihren Lieblingssongs tanzen durften.  Zeit für große Gefühle,  persönliche Botschaften - und Betroffenheit vor dem Bildschirm.

In der ersten Runde mit den Pflichttänzen war noch alles vergnügt: Millionärsgattin Carmen Geiss zeigte mit ihrem Quickstep zu „Diamonds Are A Girl’s Best Friend“ mit ihrer Musikauswahl, dass sie es mit  dem - wie es Moderator Daniel Hartwich - nennt „sympathischen RTL-Humor“ locker aufnehmen kann.  Charismatisch, schwungvoll und bis auf das letzte Drittel souverän schwebte sie über das Parkett. Doch der Vergleich mit Larissa Marolt bereits in dieser Runde zeigte: Das Model ist tänzerisch an Carmen Geiss in Sachen Konzentration an ihr vorbeigezogen.

Die Wut-Tänzerin der letzten Show wollte es noch einmal richtig wissen: Marolt wollte die Konkurrenz angreifen und  dazu eine verruchte Seite  zeigen, zu „Dirty Diana“ von Michael Jackson. Derweil bemühte ihr Tanzpartner Massimo Sinató im Training das Bild vom „Phönix aus der Asche“ und schon war auch die ESC-Gewinnerin Conchita Wurst zumindest imaginär in der Tanzshow angekommen, noch bevor die diesjährige DSDS-Gewinnerin Aneta ihren Auftritt hatte. Motsi Mabuse  war vom energiegeladenen „Latex-Tango“ (vielleicht Sylvie Meis‘ bester Staffel-Spruch)  mit strengem Blick entzückt  und vergab genauso viele Punkte wie für Alexander Klaws Cha Cha Cha - verdiente acht Punkte. Endlich gab auch Klaws mit seinem Tanz zu „Treasure“ von Bruno Mars zu:  Der Musicaldarsteller ist der Schatz in dieser Staffel. Dumm nur, dass er mit seiner bisherigen starken tänzerischen Leistung Jury und Zuschauer offenbar zu sehr verwöhnt hat. Joachim Llambi zog diesmal nur die Sechs-Punkte-Wertungskelle für den Latein-Tanz, den Klaws zwar – wie von Tanzpartnerin Isabel Edvardsson gewünscht – „männlich und cool“, rhythmisch überzeugend präsentierte, dem  der letzte Funken jedoch fehlte, um den Saal zum Toben bringen – was sich später im Freestyle wiederholte.

Die Tanzstars des Abends waren eindeutig Ex-Eiskunstläuferin und Schauspielerin Tanja Szewczenko und Profitänzer Willi Gabalier: Sie zeigten einen  zauberhaften Langsamen Walzer zu „Run To You“ von Whitney Houston, für den die  Jury einfach die volle Punktzahl geben musste.

In der nächsten Runde war der Spaß jedoch vorbei: Freestyle hieß die Aufgabe, die alle mit ganz, ganz großen Emotionen bewältigen wollten. Vorgeführt wurden Herzensangelegenheiten der Promis, denen man als Zuschauer vor Betroffenheit eine schützende Decke vor dem grellen Scheinwerferlicht zu werfen wollte. Vom verpassten Hochzeitstanz, dem Superstar-Moment bis zur lebensbedrohlichen Krankheit. Das war alles zu viel für einen Tanz. Man spürte zwar das ehrliche Bemühen, einen persönlichen Moment noch einmal tänzerisch für alle erlebbar zu machen. Doch das viele Gerede über diese eine besondere Emotion überfrachtete den Tanz, nahm den Prominenten die Lockerheit. Mit einer Ausnahme:  Larissa Marolts goldig-sonniger Freestyle zu „Sun Don’t Shine“ von Klangkarussell feat. Will Heard. Jedoch: Ihre Miniversion der Conchita-Wurst-ESC-Rede nach der Darbietung war dann wohl am Ende ein wenig zu viel Mutmach-Theater.

 


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