„Tatort“-Wissen zum Mitreden „Tatort“ heute aus Köln: 10 Fakten zum Fall „Ohnmacht“

Meine Nachrichten

Um das Thema Medien Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Osnabrück. Der „Tatort“ kommt heute aus Köln. Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) wird im Fall „Ohnmacht“ vor den Zug gestoßen: Willkür-Gewalt im öffentlichen Raum. Im Anschluss greift Günther Jauch das Thema auf.

Max Ballauf und Freddy Schenk bekommen es heute mit Jugendgewalt zu tun. (Hier geht‘s zum Trailer.) Ein heißes Thema, über das im Anschluss auch bei Günther Jauch diskutiert wird. Mit diesen zehn Fakten können Sie auf dem TV-Sofa mitreden:

Die Wurstbraterei

Normalweise endet der Kölner „Tatort“ an der „Wurstbraterei“ am Rhein – diesmal nimmt er dort seinen Anfang. Die Pommesbude, die längst TV-Kult geworden ist, gibt es auch im wirklichen Leben – nach drei Jahren Pause öffnete sie im Mai 2013 wieder die Luke. 2010 hatte sie ihren ursprünglichen Platz vor dem Kölner Schokoladenmuseum verloren. Heimatlos sei der fast 60 Jahre alte Würstchenwagen danach durch die Stadt gezogen, berichtete damals der Kölner „Express“. Touristen suchten sie vergebens. „Ich hatte jede Woche Anfragen, sogar aus der Schweiz“, erzählte Besitzer Ralf Jäger. Nun hat der Imbiss einen festen Standort im Rheinauhafen. Für die „Tatort“-Dreharbeiten wird die „Wurstbraterei“ jedes Mal auf die andere Rheinseite geschleppt –- damit das „Tatort“-Publikum den Blick auf Altstadt und Dom genießen kann.

Hier geht’s zur Wiedereröffnung der Wurstbraterei.

„Tatort“ in Bestform

Nach einigen durchwachsenen Jahren zeigt sich der Kölner „Tatort“ in diesem Jahr in absoluter Bestform. Nach dem fesselnden Thriller „Franziska“, mit dem Tessa Mittelstaedt aus ihrer Rolle als Assistentin verabschiedet wurde, erzielte im März auch „Der Fall Reinhardt“ die höchste Wertung in unserer Kritik. Und auch „Ohnmacht“ erfüllt alle Erwartungen, die man an einen packenden Krimi stellen kann.

Hier geht’s zur Kritik von „Der Fall Reinhardt“.

Was wurde aus Tessa Mittelstaedt?

„Franziska“ war Anfang des Jahres Tessa Mittelstaedts letzter „Tatort“ aus Köln – sie wurde in dieser Rolle von einem Geiselnehmer im Knast ermordet. Als der Krimi am 5. Januar über die Bildschirme flimmerte, war die Schauspielerin bereits hochschwanger – einen Monat später brachte Mittelstaedt, die mit ihrem Schauspielkollegen Matthias Komm liiert ist, einen gesunden Jungen zur Welt. Fans werden auf Tessa Mittelstaedt nicht verzichten müssen: Die Schauspielerin ist weiterhin als Staatsanwältin Elke Rasmussen in der ARD-Vorabendserie „Morden im Norden“ zu sehen.

Hier geht’s zum Interview mit Tessa Mittelstaedt.

Wer ist diesmal Assistentin?

Die Rolle des Assistenten beziehungsweise der Assistentin im Kölner „Tatort“ ist bis auf Weiteres ein Wanderpokal. Im „Fall Reinhardt“ war Patrick Abozen als Assi auf Probe zu sehen – ein Wiedersehen mit ihm gibt es nächste Woche im Bremer Tatort „Alle meine Jungs“, dann allerdings in einer deutlich fieseren Rolle. In Köln versucht sich an diesem Sonntag Lucie Heinze als Assistentin Miriam Häslich. Die 1988 in Oschatz geborene Schauspielerin gibt eine IT-Fachfrau, die den Kommissaren vor allem digital auf die Sprünge hilft. Für eine dauerhafte Anstellung aber wird es wohl kaum reichen.

Was ist mit dem Staatsanwalt?

Am Sonntagabend keimt Wehmut auf: Christian Tasche liefert in der Rolle des Staatsanwalts Wolfgang von Prinz mal wieder eine hervorragende Vorstellung – der Schauspieler aber lebt längst nicht mehr. Anfang November vergangenen Jahres starb er während der Dreharbeiten zur „Tatort“-Folge „Wahre Liebe“ an Herzversagen – er wurde nur 56 Jahre alt. Einmal ist Tasche also noch als Kölner Staatsanwalt zu sehen – ein Ausstrahlungstermin für „Wahre Liebe“ steht allerdings noch nicht fest, vermutlich wird es Herbst werden.

Hier geht es zur Todesnachricht.

Der Regisseur

Regie bei „Ohnmacht“ führt ein alter „Tatort“-Hase: Thomas Jauch hat gerade erst den nächsten Münster-„Tatort“ mit dem Titel „Mord ist beste Medizin“ abgedreht, beim Dortmunder „Tatort“ mit dem Team um Jörg Hartmann als Kommissar Peter Faber inszenierte er die beiden ersten Folgen.

Hier geht’s zur Kritik des ersten Dortmunder „Tatorts“.

Was ist das Thema?

Es geht mal wieder um Gewalt in der U-Bahn, ein Thema, das der „Tatort“ nicht zum ersten Mal aufgreift. Erst im September vergangenen Jahres zeigte uns der rbb die erstklassige Folge „Gegen den Kopf“, einen der besten Tatorte des Jahres. Doch die starke Quote und erstklassige Kritiken konnten nicht mehr verhindern, dass der Sender die Kommissare Ritter (Dominique Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) aufforderte, sich nach neuen Jobs umzusehen. Ihre Nachfolger werden Meret Becker und Mark Waschke.

Hier geht’s zur Kritik von „Gegen den Kopf“.

U-Bahn-Gewalt

In nahezu allen deutschen Großstädten ist Gewalt in den U-Bahn-Station ein auf den Nägeln brennendes Thema. Allein in Berlin wurden im Jahr 2012 mehr als 3000 Fälle von Körperverletzung, Raub. Nötigung und Sexualstraftaten registriert, die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher. Auch in der Kölner U-Bahn kommt es immer wieder zu brutalen Übergriffen und Prügelorgien – so gesehen hat der „Tatort“ seinen Stoff mitten aus dem Leben gegriffen. Im Anschluss an den „Tatort“ greift Günther Jauch das Thema auf.

Nebenrolle für „Tatort“-Tochter

Künstlertochter als Zeugin: In der Nebenrolle eines Gothic-Mädchens, das die Tat bezeugt, ist Lili Zahavi zu sehen (geboren 1992 in Berlin). Die Schauspielerin ist die Tochter des Regisseurs Dror Zahavi. Der wiederum ist für knallharte Krimis bekannt, inszenierte unter anderem „Franziska“ und den letzten Dortmunder Tatort „Auf ewig Dein“.

Hier geht’s zur Kritik von „Auf ewig Dein“.

Der beliebteste TV-Kommissar

In schöner Regelmäßigkeit werden die Deutschen nach dem beliebtesten Fernsehkommissar gefragt – bei der letzten Umfrage entschieden sie sich für Dietmar Bär als Darsteller des Kölner „Tatort“-Kommissars Freddy Schenk. In dem im Januar vom Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ veröffentlichten Umfrage verwies er Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) auf Platz zwei und seinen Kölner Kollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) auf den dritten Rang. 29. Und damit vorletzter wurde übrigens Til Schweiger. Zurzeit dreht Dietmar Bär zusammen mit Uwe Ochsenknecht die ZDF-Komödie „Küstennebel“.

Hier geht’s zum Interview mit Dietmar Bär und Klaus J. Behernd.

Mehr Wissen zum „Tatort“

Mehr Wissen zum „Tatort“

Überlebt Leitmayr diesen Krimi? Zehn Fakten zum Münchner Fall „Am Ende des Flurs“.

Wie hoch ist die Verbrechensrate in der Schweiz? Zehn Fakten zum „Tatort“ aus Luzern

Welcher Fall war am erfolgreichsten? Zehn Fakten zum „Tatort“ aus Münster

Was taugt Frank Schätzing als Schauspieler? Zehn Fakten zum „Tatort“ aus Kiel

Wer wird Assistent in Köl? Zehn Fakten zum „Tatort“ aus Köln


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN