Larissa, Lily, Carmen Geiss überleben Let’s Dance 2014: Alexander Leipold raus aus Show der Fehlurteile

Alexander Klaws triumphiert weiter bei „Let’s Dance“. Sein Namensvetter Alexander Leipold ist raus. Foto: dpaAlexander Klaws triumphiert weiter bei „Let’s Dance“. Sein Namensvetter Alexander Leipold ist raus. Foto: dpa

Berlin. Alexander Klaws triumphiert in „Let‘s Dance“, Carmen Geiss ist weiter, Larissa auch – Alexander Leipold fliegt raus. So weit, so gut. Ansonsten gab es in der fünften Folge von „Let‘s Dance“ schreckliche Fehlurteile. Wir korrigieren.

Dass man bei „Let’s Dance“ das meiste nicht versteht, ist Konzept. Jorge, Motsi, Sylvie trainieren ihr Gestammel wahrscheinlich längst heimlich, damit sie nicht versehentlich richtiges Deutsch sprechen. In der fünften Folge der Show aber ist auch das unverständlich, was grammatisch sauber formuliert wird. Wir korrigieren die schlimmsten Fehlurteile.

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Alexander Klaws zum Beispiel fürchtet, beim Samba lächerlich zu wirken. Llambi moniert zwar seinen Tanz, beruhigt ihn aber trotzdem: „Du hattest Angst, albern auszusehen - das tust du bei Weitem nicht.“ Ein klarer Fall von Betriebsblindheit! Llambi achtet nur auf die Bewegungen und übersieht das Kostüm. Alexander Klaws tanzt seinen Samba in schwarzem Stretch, der um die Brust in neongelbes Geflatter aufplatzt. Damit sieht er exakt wie etwas aus, mit dem man Ananas am Cocktail befestigt. Albern.

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Auch Erich Klann redet wirres Zeug. Beim Üben mit Lilly Becker wird er von einem Starbesuch ihres Ehemanns überrascht und gibt sich geschmeichelt: „Plötzlich steht Boris Becker im Raum, die Legende selbst.“ Auch das ist natürlich falsch. Die Legende Boris Becker tragen vielleicht noch sehr treue und sehr alte Sportfans im Herzen. Im Tanzsaal war dagegen der reale Becker, der dickliche Typ aus den Boulevardzeitungen. Im Studio sitzt er diesmal auch persönlich – um träge zu schmunzeln und einmal wunderbar erschrocken in die Kamera zu glotzen, als Daniel Hartwich ihn als Nacho-fressenden Wohnzimmer-Mops veralbert. Vielen Dank für das befreiende Wort.

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Der schlimmste Irrtum aber ist die Beschäftigung von Joachim Llambi. Er gilt als korrekter Bürokraten-Typ, als humorloser Wächter über Stil und Form – und hält sich vielleicht sogar selbst dafür. Warum sonst sollte er Ratgeberbücher über gerechte Kritik schreiben, die keiner braucht? Tatsächlich ist Llambi weder korrekt noch humorlos, sondern ein unangenehm witzelnder Zotenkönig. Erst fragt er Motsi Mabuse, wann sie das letzte Mal bei ihrem Mann so erregt war wie jetzt als Jurorin. Dann spielt er auf sein eigenes Erregungspotenzial an. („Motsi, du weißt nicht, was du verpasst.“) Dass er Frauen grundsätzlich „Hase“ nennt, ist eine Art Running Gag. Was für ein Produkt hat so ein Markenzeichen? Irgendwas Hässliches jedenfalls, das so etwa um das Jahr 1950 abgelaufen ist.

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