Falscher Fanta-4-Mann Coach? Jury für The Voice of Germany 2014: Thomas D. ausgebootet?


Berlin. Smudo und Michi Beck von den Fantastischen 4 coachen im Herbst bei „The Voice of Germany“. Warum macht Thomas D. nicht mit?

Was macht John de Mols „The Voice“ von Afghanistan über die Volksrepublik China bis nach Mexiko so erfolgreich? Na klar! Es ist der gespielte Jubel, mit dem die Coaches sich bei jedem neuen Song in die Arme fallen. Nena, die Meisterin des Fachs, hat gerade gekündigt. Die BossHosser Alec Völkel und Sascha Vollmer gehen auch. An ihrer Stelle übernehmen Smudo und Michi Beck von den Fanta 4.

Was passiert bei „The Voice“ in der Werbepause? Hier geht‘s zum Vor-Ort-Bericht.

Auf den ersten Blick überzeugt die Wahl: Als Synchronsprecher der „Madagascar“-Pinguine sind die beiden versierte Experten der guten Laune und auch für ein jüngeres Fernsehpublikum interessant. Außerdem ist Smudo ein unübersehbar lieber Mensch, den jeder gern in den Arm nimmt. Und sich zu umarmen ist bei „The Voice“ das Wichtigste. Schließlich geht es hier menschenfreundlicher zu als bei dem unangenehmen Dieter Bohlen. Vor allem aber beherrscht Smudo den Glamour gut gemachter TV-Shows aus dem Effeff. Der Mann ist nicht ohne Grund seit über zehn Jahren im Knobelteam des SWR-Personen-Ratespaßes „Sag die Wahrheit“. (Hier geht‘s zur Folge mit dem Knödelkönig und der Vogelmutti.) Bei der Tele 5-Musikshow „Playlist – Sound Of My Life auf“ war Smudo auch dabei. Die Anfrage, ob der Künstler bei „The Voice“ mitmachen will, war also reine Formsache. Aus dem Song „Smudo in Zukunft“ weiß man ja sowieso: „Smudo nimmt alles.“

Ist „The Voice wirklich das bessere Casting? Hier geht‘s zur DSDS-Vergleich.

Ungewöhnlich ist dagegen die Verpflichtung von Michi Beck. Seine Eignung als Fernsehstar ist vergleichsweise ungeprüft, beruflich hat er außer Musik nicht viel vorzuweisen. Kann er auf Befehl lächeln? Tanzt er entfesselt auf dem Adlershofer Show-Stuhl oder scheut er sich im entscheidenden Moment, Emotionen zu zeigen? Fragen, die der nächsten Staffel des beliebten Feel-good-Entertainments mit banger Sorge entgegenblicken lassen. Warum hat ProSieben nicht einfach noch mal Thomas D. eingekauft? Der kann Casting. Für ProSieben hat er als Jury-Präsident „Unseren Song für Baku“ produziert. Außerdem ist er teamfähig: Wer eine Landkommune mit dem Namen M.A.R.S („Moderne Anstalt Rigoroser Spakker“) betreibt, kann auch HipHopper, Jeans-Rocker und Pop-Darlings zum Fernsehreigen verschmelzen. Vor allem beweist Thomas D. bei „Wissen vor acht“ immer aufs Neue, dass er vor gar nichts zurückschreckt: Selbst dem Gestank von nassen Hunden geht Thomas D. (Sein Wahlspruch:„Talg ist etwas ganz Natürliches.“) naturkundlich auf den Grund. (Hier geht’s zu Thomas D.’s nassem Hund.) So ein Mann wird selbst mit singenden Nonnen fertig. Noch ist alles offen. Der Posten von Nena ist weiterhin unbesetzt: Holt den nächsten Fanta-4-Experten!


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