Erste Folge vor 43 Jahren Happy Birthday Sendung mit der Maus

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Die Sendung mit der Maus mit Maus und Elefant begeistert seit 43 Jahren kleine und große Zuschauer. Foto: WDRDie Sendung mit der Maus mit Maus und Elefant begeistert seit 43 Jahren kleine und große Zuschauer. Foto: WDR

Osnabrück. Diesen Freitag vor 43 Jahren lief die erste Folge der Sendung mit der Maus. Die Lach- und Sachgeschichten um Maus und Elefant haben Kultstatus erreicht. Mit ihr sind Generationen aufgewachsen.

Wie kommen eigentlich die Streifen in die Zahnpasta? Warum gibt es Ebbe und Flut? Und wie funktioniert eine Computertastatur? Jeden Sonntag erklären Armin Maiwald, Christoph Biemann (stets im grünen Pullover) und Ralph Caspers in der Sendung mit der Maus die Welt. Die Beiträge greifen Kinderfragen auf und erklären komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten und einleuchtenden Beispielen. Die Redakteure geben den Wissensfilmen ein Gesicht bzw. die charakteristische Stimme. Kein Mechanismus, keine Kinderfrage oder wissenschaftliches Phänomen, das sie nicht kinderleicht und mit Aha-Effekt erklären.

„Die Kinder erleben die Moderatoren wie Freunde, ihre Fragen werden auf Augenhöhe erklärt“, sagt Susanne Rieschel, Sprecherin des Medienratgebers des Bundesfamilienministeriums „Schau hin!“ gegenüber noz.de. Und außerdem würden Kinder beim Zuschauen nie geängstigt.

Auch Eltern sehen Maus gern

Obschon die Sendung eigentlich für Kinder im Grundschulalter konzipiert ist, zählen genauso viele Erwachsene zu den eingefleischten Fans. Und so kann man sonntags um 11.30 Uhr in vielen Wohnzimmern das gleiche beobachten: nach dem Frühstück sitzt die ganze Familie vor dem Fernseher und schaut sich die Maus an. Jede Sendung beginnt mit dem Überblick über die Themen. Erst in Deutsch, dann in einer fremden Sprache wie Türkisch, Rumänisch oder Schwedisch. Die Zuschauer zuhause können raten, welche Sprache sie hören. Anschließend folgen Lach- und Sachgeschichten.

Genau darin sieht Rieschel ein Erfolgsrezept der Sendung. „Jeder weiß, was ihn erwartet, wenn er die Maus sieht. Es gibt immer die gleichen Elemente.“ Bei aller Routine werde es aber nie langweilig, weil Themen mit großer Originalität und ohne den mahnenden Zeigefinger aufbereitet würden. Am Ende sind alle ein bisschen schlauer.

Maus, Elefant und Ente

Gert K. Müntefering, Redakteur beim WDR, entwickelte das Konzept für die Sendung. Am 10. März 1971 trat die orange Maus das erste Mal in der Sendung auf. Die Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel entwarf die Figur. Einige Jahre später kommen der kleine blaue Elefant und noch später die gelbe Ente dazu.

Im Laufe der Jahre entwickeln die Macher weitere kurze Zeichentrickepisoden. Rührend der kleine Maulwurf, der schon seit 1972 dabei ist. Haarsträubend Käpt’n Blaubär mit seinem Seemannsgarn seit 1991. Und kultig Shaun das Schaaf seit 2007. An bewährten Dingen hielt die ARD fest. In den einzelnen Elementen, wie modernen Animationen, konnte sich die Sendung trotzdem weiterentwickeln . Der Charme ging in 43 Jahren jedoch nicht verloren.

Für die kreative und pädagogische Herangehensweise erhielt die Sendung mit der Maus unzählige Auszeichnungen und läuft mittlerweile in 100 Ländern.


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