Fr., 1.11., 20.15 Uhr, ARD Schon gesehen: Liebe am Fjord

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Herzilein, du musst nicht traurig sein: Kristian (Hendrik Duryn) versteht nicht, was in seiner Frau Luisa (Stephanie Japp) vor sich geht. Foto: ARDHerzilein, du musst nicht traurig sein: Kristian (Hendrik Duryn) versteht nicht, was in seiner Frau Luisa (Stephanie Japp) vor sich geht. Foto: ARD

Osnabrück. Esther Schweins begibt sich in die ARD-Niederungen der „Liebe am Fjord – Sog der Gezeiten“ (Freitag, 20.15) und begeht mit allen Beteiligten kollektive Leistungsverweigerung.

Na so was – die freiberufliche Architektin Agnes (Esther Schweins) hat doch tatsächlich ihren ersten Auftrag bekommen. Aber kaum erreicht sie die norwegische Provinz, kommt ihr schon einiges spanisch vor. Ausgerechnet Ortsbürgermeisterin Luisa hat ihr zu dem Auftrag verholfen. Dabei ist die doch mit Kristian verheiratet, der bis zu Luisas Schwangerschaft vor acht Jahren mit Agnes ausging!

Der armen Architektin schlägt das Herz bis zum Hals. Will die seltsam kränklich wirkende Luisa ihren Mann zurück in Agnes’ Arme treiben? Warum nur? Dann taucht auch noch Agnes’ neuer Freund, der Neurologe Jonas, auf. Die Nerven liegen blank...

Freilich, die Reihe „Liebe am Fjord“ war noch nie ein Quell kreativer Inspiration. Aber dieser „Sog der Gezeiten“ grenzt an böswillige Leistungsverweigerung. Obwohl die Geschichte jede Menge Konfliktpotenzial enthält, verzichten Regisseur Jörg Grünler und die beiden Autoren Maria Solrun und Jörg Tensing auf jegliche Art eines dramaturgischen Spannungsbogens. Stattdessen wird der Film bis zum uninspirierten, ja, ärgerlichen Ende von dümmlichen Dialogzeilen begleitet: „An einem Ort wie diesem vergeht die Zeit viel langsamer.“ Sehr viel langsamer.


Wertung: 1 von 6 Sternen


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