7 Fakten zum 216. Jahrestag André-Jacques Garnerin heute im Google Doodle


Berlin. 216-jähriges Jubiläum des ersten Fallschirmsprungs: Google ehrt den Jahrestag einer Pionierleistung mit einem Doodle. Am 22. Oktober 1797 sprang André-Jacques Garnerin als erster Mensch der Neuzeit mit dem Fallschirm aus einem Ballon. 7 Fakten zu seinem Tod, fallschirmspringenden Kindern und konkurrierenden Luftpionieren.

Wer heute die Suchmaschine Google aufruft, wird mit einem hübschen Doodle überrascht. Die animierte Version des Google-Schriftzugs lässt den Fallschirm-Pionier André-Jacques Garnerin (1769-1823) mit einem Ballon in die Lüfte aufsteigen und wahlweise in der Stadt oder bei den Pinguinen landen - je nachdem, wie der Internet-Nutzer seine Pfeiltasten bedient. Wer war Garnerin? Wie starb er? Und was hat die Band MIA. damit zu tun? 7 Fakten zum Fallschrimsprung.

1. Tod am Boden: Seinen Fallschirm-Sprung aus 400 Metern Höhe überlebte André-Jacques Garnerin im Jubel des staunenden Volkes. Gefährlich war sein Beruf allerdings auch noch am Boden. Zweieinhalb Jahrzehnte nach dem großen Auftritt starb Garnerin im Alter von 54 Jahren beim Auffüllen eines Gasballons, als ihn ein Balken erschlug.

2. Kind springt mit: Garnerins Nichte Elise trat schon als Kind die Nachfolge des Fallschirmpioniers an. Anders als ihr Onkel musste sie nicht mehr die Möglichkeit des Fallschirmsprungs beweisen - sondern nur noch, dass das Kunststück auch einem Mädchen möglich sei. Laut Wikipedia hatten Ärzte ihr zuvor prophezeit, „bei solch gewagten Sprüngen könnte der Druck der Luft den zarten Organen eines jungen Mädchens gefährlich werden“. Ihren ersten Sprung wagte sie 1799. Da war sie etwa acht Jahre alt. Die erste Frau am Fallschirm war im selben Jahr schon Garnerins Frau geworden.

3. Erfindung als Fluchtweg: Dass Garnerin sich überhaupt mit Ballons und Fallschirmen befasste, hat eine düster-romantische Vorgeschichte. In Zeiten der Napoleonischen Krieg wurde er als Unterhändler für drei Jahre in der Festung Buda inhaftiert Die Luftfahrt interessierte ihn als Fluchtmöglichkeit.

4. War er wirklich der Erste? Die Literatur nennt zwei andere Abenteurer, die den ersten Fallschirmsprung noch vor Garnerin gewagt haben sollen. Nummer 1 ist der Universalgelehrte Fausto Veranzio (1551-1617). Unter den visionären „Machinae novae“, die er entworfen hat, ist auch ein Fallschirm, den er selbst getestet haben soll - womöglich mit einem Sprung vom Campanile di San Marco in Venedig. Die Urkunden, die das bezeugen, sind allerdings erst 30 Jahre nach dem angeblichen Sprung entstanden. Forscher bezweifeln außerdem, dass dieser Sprung technisch überhaupt durchführbar war - zumal von einem damals schon schwer kranken Greis.

5. Aus der Luft ins Kloster gesprungen: Garnerins zweiter Konkurrent um den Ruhm des Erstsprungs mit einem Fallschirm ist der Gelehrte Louis-Sébastien Lenormand (1757-1837). Er sprang 1783 mit einem Fallschirm vom Observatoriums der Königlichen Akademie der Wissenschaften in Montpellier, kam unten heil an, ließ seine Ehe annulieren und wurde Mönch.

6. Ab wann sprangen Soldaten? Der Rucksackfallschirm wurde 1912 erfunden - und zwar von dem Russen Gleb Kotelnikow. Im selben Jahr sprang der US-Army-Captain Albert Berry als erster Mensch mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug. Dann brauchte es nicht mehr lang bis zum ersten militärischen Einsatz, der vereinzelt schon für den Ersten Weltkrieg dokumentiert ist.

7. Sprung in die Charts: Am 24. Februar veröffentlichte die Elektropop-Band MIA. ihren Song „Fallschirm“ , der in den deutschen Charts auf Platz 11 aufsteigt.

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