Schauspielerin liest in der Bibel Veronica Ferres: Ich kann Gott spüren

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Schauspielerin Veronica Ferres. Foto: dpaSchauspielerin Veronica Ferres. Foto: dpa

Osnabrück. Schauspielerin Veronica Ferres bezeichnet sich als einen „gläubigen“ Menschen: „Ich lese von Zeit zu Zeit in der Bibel und spreche zu Gott“, sagte die 48-Jährige unserer Zeitung. Sie gehe auch gelegentlich in die Kirche: „Ich genieße es dann, wenn so eine Gemeinde rockt und zusammen singt und man die Lebensfreude spürt.“

Es gebe für sie durchaus Momente, in denen sie Gott spüren könne, fügte Ferres hinzu: „In Momenten, in denen ich das Gefühl habe, etwas schon mal erlebt zu haben. Und in extremen Momenten, ganz gleich, ob es schöne oder schwierige Extreme sind. Diese schönen Momente sind das atemlose Staunen über Gottes Schöpfung und Naturerlebnisse. In schwierigen Situationen ist es das Wissen, dass man nicht alleine ist.“

Ferres, die in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen ist, begründete auch ihren zwischenzeitlichen Austritt und späteren Wiedereintritt in die Kirche: „Austritt aus jugendlicher Rebellion. Ich wollte meinen Weg und meinen Glauben selber finden. Und ich habe auch sehr stark die negativen Seiten der katholischen Kirche gespürt: Beichte, Schuldgefühle, Verbote. Davon habe ich mich erst mal befreien müssen. Durch den sehr plötzlichen und frühen Tod meiner Mutter habe ich dann zu meiner Glaubensform gefunden und auch die Glaubensprüfung vor der Kirche wieder gemacht.“

Trotz allen Wohlstands gibt es für die Schauspielerin auch heute noch unerfüllbare Träume: „Ich bin leidenschaftliche Taucherin und würde gern häufiger an den schönsten Flecken der Welt tauchen. Und ich wäre unglaublich gern mal zwei oder drei Stunden am Stück in dieser Unterwasserwelt, aber das geht nicht, weil nach 45 Minuten die Sauerstoffflasche leer ist.“

Einen Termin für die verschobene Hochzeit mit dem Unternehmer Carsten Maschmeyer konnte Ferres immer noch nicht nennen: „Wir wissen immerhin schon, wen wir heiraten“, sagte sie augenzwinkernd. „Aber wir wissen noch nicht, wo und wann. Es wird wohl noch ein bisschen dauern.“ Darüber, ob sie dann den Nachnamen ihres zukünftigen Ehemanns annehmen werde, habe sie sich „noch keine Gedanken gemacht“.

Ein Name, den sie gerne angenommen hätte, wäre der Künstlername Lina Kiliani gewesen: „Als ich mit 17 von Solingen nach München gegangen bin, habe ich erst in einer Jugendherberge gewohnt, dann in einer Fünf-Frauen-WG und bin immer im alten Schwabinger Nordfriedhof joggen gegangen. Das ist ein wunderschöner stillgelegter Friedhof, wo im Sommer die Oben-ohne-Studenten zwischen alten Grabsteinen im Gras liegen und sich bräunen. Auf einem dieser Grabsteine habe ich den Namen Lina Kiliani entdeckt, und seitdem immer gedacht: Wenn es jemals ernst werden sollte mit einer Karriere, dann würde ich gern diesen Namen tragen.“

Verhindert habe diesen Plan der Erfolg von „Schtonk!“: „Ich war ja erst Anfang 20, und plötzlich war dieser Film für den Oscar und die Golden Globes nominiert. Und ich hatte ihn unter meinem wirklichen Namen gedreht, da war der Traum von Lina Kiliani natürlich ausgeträumt.“

Eine Karriere als „Tatort“-Kommissarin strebt Veronica Ferres im Übrigen nicht an: „Den ,Tatort‘ halte ich für eine großartige Marke, aber ich habe da keine Ambitionen.“

Das gesamte Interview lesen Sie am Samstag hier und in Ihrer Zeitung.


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