Interaktives Google-Spiel Google verdoodelt sich selbst: Doodle zum 15. Geburtstag

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Osnabrück. Google feiert seinen 15. Geburtstag mit einem Doodle-Game. Wir feiern mit – 15 Fakten über die Suchmaschine.

Wer heute googelt, braucht länger – weil die Suchmaschine mit einem charmanten kleinen Spiel ablenkt, mit dem es seinen 15. Geburtstag feiert. Der wievielte ist es eigentlich wirklich?

1. Geburtstag feiern wie die Stones: Google ging am 27. September 1998 online, also vor genau 15 Jahren. Vielleicht ist der wahre Geburtstag aber auch der 7. September 1998, den die Firma auch schon mal gefeiert hat – wie die Doodle-Experten von welt.de sich erinnern. Oder der 4. September 1998, als Larry Page und Sergey Brin das Unternehmen gründeten. Womöglich ist Google auch schon zwei Jahre älter, wenn man die Erfindung von BlackRub, dem Vorläufer der Suchmaschine, zum Maßstab nimmt. Es ist wie bei den Stones: Bei denen wird das Datum gefeiert, an dem sie sich kennenlernten, das Datum des ersten Auftritts, der ersten Single, LP oder Bypass-Operation. Ein Anlass findet sich immer.

2. Frühe Schönheitskuren: Mit nur 15 Jahren hat Google schon etliche Facelifts hinter sich. Vom Google-Logo gab es fünf Varianten. Anfangs endete der Schriftzug mit einem markigen Ausrufezeichen.

3. Google vs. Duden: 2004 nimmt der Duden das Verb „googeln“ auf. Jede andere Firma wäre stolz, den Markennamen in den Sprachschatz gedrängt zu haben. Nicht so Google. Auf Betreiben der Firma ändert die Dudenredaktion in der nächsten Ausgabe den Eintrag und schlägt das Wort nun nur noch für Suchen vor, für die auch wirklich Google verwendet wurde.

4. Die Geburt des Doodles aus dem Geiste des Bürogags: Das erste Google-Doodle – also die launige Variation des Google-Logos – war ein Gag der Firmenchefs, die damit nicht nur ihren Kollegen, sondern gleich allen Nutzern eine Abwesenheitsnotiz hinterlassen wollten. Weil sie 1998 zum Burning Man Festival fahren wollten, hatten sie einen Burning Man hinter dem gelben „o“ im Goolge-Schriftzug gesetzt.

5. Eins mit 100 Nullen: Der Firmenname Google leitet sich von dem mathematischen Begriff „Googol“ hab, der eine eins mit 100 Nullen bezeichnet. So viele gute Treffer wollten die Firmengründer liefern.

6. Eins mit 5 Nullen: 100.000 Dollar war der Scheck wert, mit dem Andreas von Bechtolsheim das Startkapital für den Konzern bereitstellte.

7. Google hilft rechnen: Wer wissen will, was 100.000 Dollar in Euro sind, kann die Suchmaschine auch als Währungsrechner nutzen. Der Suchterminus „100000 usd in euro“ errechnet nach aktuellem Kurs das Ergebnis 73 953,5572 Euro.

8. Google-Sprech: Die Suchmaschine hat eine eigene Syntax, mit der sich Suchabfragen spezifizieren lassen. Wer vor seinen Suchbegriff den Terminus „define:“ schreibt, erhält Definitionen des Begriffs. Wer nur Ergebnisse auf einem bestimmten Internetauftritt sucht, kann auch das markieren. Doodle-Texte auf unserer Seite findet man zum Beispiel mit der Abfrage „Doodle site:noz.de“.

9. Ostereier: Viel amüsanter als die zweckmäßigen Such-Syntax sind die sinnlosen Eastereggs, die „Ostereier“ von Google. Wer in Goolge Chrome oder im Firefox Google zu einem Purzelbaum auffordert (do a barrel roll), bringt den Bildschirm zum Kreisen. Wer Kollegen zur Verzweiflung treiben will, gibt „tilt“ oder „askew“ ein und kippt damit die Suchergebnisse in Schieflage.

10. Google-Bomben: Immer wieder versuchen User, die Suchalgorhithmen von Google zu manipulieren – um Dritte in ein schlechtes Licht zu rücken. Wer beispielsweise 2003 den Begriff „miserable failure“ (mieser Versager) suchte, wurde von Google auf die offizielle Biografie von George W. Bush verwiesen, weil Hacker zig Links mit diesem Inhalt auf den Bush-Text gesetzt hatten.

11. Google-Roman: Der deutsche Autor Florian Felix Weyh hat den US-Konzern in seinem Thriller „Toggle“ als despotische Macht fiktionalisiert.

12: Google-Film: Gerade angelaufen ist die Komödie „Prakti.com“, in der Vince Vaughn und Owen Wilson als Goolge-Praktikanten Quatsch machen.

13. Multimilliardäre: Forbes schätzt das Vermögen der Google-Gründer auf über 18 Milliarden (Larry Page) bzw. über 22 Milliarden (Brin) Dollar.

14. Google bei Google: Die Suchmaschine listet 9.440.000.000 Ergebnisse zu sich selbst auf.

15. Google verändert den Journalismus. Und das nicht nur als Quelle. (Dieser Beitrag ist zu 100 Prozent ergoogelt.) Weil Medienhäuser verstärkt auf das Internet setzen und für den Erfolg hier zentral ist, überhaupt erst einmal vom Leser gefunden zu werden, bemühen Verlage sich heute um Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO), also um handwerkliche Tricks, die Artikel im Google-Ranking auf die oberen Plätze hieven. Wenn dieser Artikel einen langweiligen Titel hat, dann nur, weil der bei Google besser gefunden wird.

Wissenswertes zu den letzten Doodles:

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Erwin Schrödingers tote Katze lebt. Wie das?

Hat Rembrandt etwas mit dem Hobbit gemeinsam? Er hat!

Doodle als Eigenwerbung: Was das Google-Portal zur Wahl bietet – und wie der Konzern sich mit dem , Doodle gegen Twitter und Facebook in Stellung bringt


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