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Kritischer Blick auf die schöne, neue Online-Welt Wahre Bedrohungsszenarien

Kreditkarten-Schmuggel im Comic-Heft: FBI-Mann Keith Mularski und BKA-Fahnder Mirko Manske erläutern Klaus Scherer (links) die Tricks des Cyber-Schwarzmarkts. Foto: NDRKreditkarten-Schmuggel im Comic-Heft: FBI-Mann Keith Mularski und BKA-Fahnder Mirko Manske erläutern Klaus Scherer (links) die Tricks des Cyber-Schwarzmarkts. Foto: NDR

Osnabrück. Der heimische Laptop als hochwertige Wanze in den eigenen vier Wänden. Das Konto geplündert von unsichtbaren Banden aus dem Ausland. Oder Cyber-Angriffe auf große Firmen und sogar Staaten. Grimme-Preisträger Klaus Scherer wirft einen kritischen Blick auf die schöne, neue Online-Welt.

Computer und Internet sind für einen Großteil der Bevölkerung längst eine Selbstverständlichkeit. Aber nicht nur all die Verlockungen der großen, weiten Welt liegen lediglich noch einen einzigen Mausklick entfernt. Auch die Gefahren, die von internationalen Cyberbanden genauso wie von kriminellen Einzeltätern ausgehen, sind allgegenwärtig.

Scherer zeigt wahre Bedrohungsszenarien, die uns selbst dann betreffen, wenn wir gar nicht online sind. Wie zum Beispiel der Fall eines hier porträtierten Opfers von Identitätsdiebstahl aus den USA belegt. Während eines Krankenhausaufenthaltes hat sich ein Klinikmitarbeiter aller relevanten Daten des wehrlosen Opfers bemächtigt und mithilfe der modernen Kommunikationstechnologien die Konten des Geschädigten leer geräumt.

Zahlreiche Fachleute wie der frühere US-Sicherheitsberater Richard Clarke stehen Scherer mit Auskünften vor der Kamera zur Seite. So bemängelt Clarke beispielsweise den Geiz und die Gier der Banken, die dank einer „kompletten Automatisierung des Bankgeschäftes“ zwar ordentlich Personalkosten sparen, aber mit massiven Sicherheitsmängeln als Folge. Am häufigsten tritt BKA-Ermittler Mirko Manske vor die Kameras. Der Fachmann für Online-Kriminalität weiß, wie die Täter ticken. Früher waren es häufig höchstens eine Handvoll jugendlicher Hacker, die sich selber ausprobieren wollten. Und heute? „Cybersyndikate sind wie Wirtschaftsunternehmen“, so der Fachmann. Straff durchorganisiert und äußerst profitorientiert.

„Angriff aus dem Internet. Wie Online-Täter uns bedrohen“. ACHTUNG: DIE ARD-DOKU ENTFÄLLT. Stattdessen zeigt das Erste aus Anlass des Todes von Bernd Eichinger am Mittwoch, 26. Januar, um 23.15 Uhr die

Kinofassung des Eichinger-Films „Der Untergang“. Die Doku ursprünglich geplante Doku wird ersatzweise am 10. März um 22.45 Uhr ausgestrahlt.


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