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Zynisch Schon gesehen: Für kein Geld der Welt, ARD, Freitag, 20.15 Uhr

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Auf engstem Raum: Isabella (Karoline Teska) lässt sich von dem smarten Sebastian (Matthias Koeberlin) in einem seiner Oldtimer nach Hause fahren. Foto: ARD Degeto/Frank DicksAuf engstem Raum: Isabella (Karoline Teska) lässt sich von dem smarten Sebastian (Matthias Koeberlin) in einem seiner Oldtimer nach Hause fahren. Foto: ARD Degeto/Frank Dicks

went osnabrück. Der König mischt sich unerkannt unters Volk – eine alte Geschichte, die bei RTL gerade unter dem Titel „Undercover Boss“ neu aufgemotzt wird. Da möchte natürlich auch die ARD mitwerkeln. Unternehmertochter Isabella (Karoline Teska) soll inkognito im väterlichen Betrieb das Handwerk der Automontage von der Pike auf lernen. Hier trifft sie den Entwicklungsingenieur Duxner (Matthias Koeberlin) und verliebt sich in ihn – ohne natürlich ihre wahre Identität enthüllen zu dürfen.

Regisseur Stephan Meyer interessiert sich vor allem für den sozialen Hintergrund dieser Romanze. Und Darstellerin Karoline Teska stand selbst einen Tag lang am Band. Dennoch reicht es nicht zu mehr als einer Prise verklärter Autoschrauberromantik in einer 90-Minuten-Soap. Die Oberflächlichkeit, mit der hier Themen wie Zeitarbeit und Firmenübernahme in den Dienst einer Liebesschnulze gestellt werden, muss echten Menschen, die mit solchen Problemen zu kämpfen haben, wie blanker Zynismus erscheinen.

Fernsehmacher vergessen leider oft, dass auch mit Unterhaltungsware für ein Massenpublikum eine Verantwortung einhergeht. „Für kein Geld der Welt“ kommt dieser nicht nach – und unterhält außerdem bestenfalls mäßig.

Wertung: 2 Sterne


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