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ARD, Freitag, 27. Januar, 20.15 Uhr Schon gesehen: Manche mögen‘s glücklich

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Sehenswertes Ensemble: Stephan Luca;Julia Brendler;Martin Gruber (von links). Foto: dpaSehenswertes Ensemble: Stephan Luca;Julia Brendler;Martin Gruber (von links). Foto: dpa

cob Osnabrück. Bettina Reitz, Noch-Chefin der ARD-Produktionsgesellschaft Degeto, hat es auf den Punkt gebracht: Die Freitagabendschmonzetten der ARD brauchen mehr Realismus und bessere Drehbücher. Nun gut, die damit befasste Degeto ist in einem Korruptionsskandal verwickelt, und auf die Drehbücher hat scheinbar jahrelang niemand sonderlich geachtet. Zu oft verstrickt sich die süßliche Handlung in peinlich konstruierten Konflikten und Charakteren vom Reißbrett. Doch es gibt wohltuende Ausnahmen – wie „Manche mögen’s glücklich“.

Dabei ist es gar nicht unbedingt die Geschichte, die überrascht: Muffeliger Arzt (Stephan Luca) zieht mit Sohn nach Freiburg, eckt mit seiner spröden Art überall an und verprellt einen wichtigen Mäzen (Heinz Hoenig) der neuen Klinik. Als Helferin in der Not agiert die sich überall aufopfernde Kundenbetreuerin Lina Baumann (Julia Brendler), die sich erst um eine geeignete Wohnung für den Witwer kümmert und dann auch noch seine Freundin spielt, damit der Mäzen besänftigt wird. Der Film lebt von überraschend guten Dialogen, sympathischen Gestalten und feinen Zwischentönen. Merke: Wenn sich Herz zu Herzen findet, braucht es nicht unbedingt peinlich zu werden.

Wertung: 4 von 6 Sternen


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