Selfie-Fragebogen zu „Check, Check“ Kailas Mahadevan hat noch einen Milchzahn – wegen Corona verlor er einen zweiten

Kailas Mahadevan in der Joyn-Serie „Check Check“.Kailas Mahadevan in der Joyn-Serie „Check Check“.
Joyn/ProSieben/Stephanie Kulbach.

Berlin. 42 Jahre ist TV-Star Kailas Mahadevan alt – und hat noch einen Milchzahn. Einen zweiten hat er wegen Corona eingebüßt.

Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! Im Selfie-Interview beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild gleich mit.

Heute antwortet Kailas Mahadevan. In der Comedy-Serie „Check, Check“ ist er an der Seite von Klaas Heufer-Umlauf zu sehen. Ab dem 15. Oktober steht die zweite Staffel beim Streamingdienst Joyn zu sehen.  

Herr Mahadevan, was im Haushalt nervt Sie am meisten?

Eigentlich alles. Ich habe schon mehrmals überlegt, wie es wäre, in einem Hotel zu wohnen. Aber mal im Ernst: Einkaufen gehen finde ich nicht so toll. Vor allem, weil ich manchmal recht spontan für ein paar Tage in eine andere Stadt muss und dann viele Sachen zuhause verderben.

Was ist die beste Beleidigung in Ihrem aktiven Wortschatz?

Vor Kurzem habe ich mal gesagt: „Was ist das denn für eine Dummkopf-Frau?!“ Was wäre denn da die richtige Bezeichnung? Eine „Dummköpfin“?

Was ist das peinlichste Kompliment, das Sie gemacht oder bekommen haben?

„Ich fand dich super in dem und dem Film“. Antwort: „Da habe ich nicht mitgemacht.“ Stille.

Waren Sie ein hübsches Kind? 

Na klar.

Kailas Mahadevan
So sah Kailas Mahadevan früher aus.

Was ist die schlimmste Eigenschaft von Menschen Ihres Berufs? 

Allgemein kann ich das nicht sagen. Bei mir selbst fällt mir auf, dass ich oft irgendwelche Filme nicht „ganz normal“ einfach nur gucken kann. Ich mache mir immer Gedanken darüber, wie der Dreh der Szene wohl war, mit welcher Technik, welchen Kamerafahrten, Licht und Requisiten, und wie aufwendig das gedreht wurde. Das nervt manchmal. Hilft aber auch bei Horrorfilmen. Wenn eine gruselige Szene kommt, zum Beispiel wenn jemand alleine in einen Keller geht, stelle ich mir einfach das halbe Team hinter der Kamera vor, und schon ist es nicht mehr gruselig.

Was können/konnten Ihre Großeltern, was Sie nicht können?

Sich selbst versorgen ohne Supermärkte.

Mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Ich wohne mitten in der Innenstadt und reise oft spontan. Da passt kein Haustier. Im Innenhof, auf einem Nachbarbalkon, lebt aber seit ein paar Jahren ein Eichhörnchen. Ich habe ihm/ihr den Namen „Toni“ gegeben. Und ich bin Löwe von Sternzeichen, das reicht.

Was ist das Ekligste, das Sie jemals im Mund hatten?

Hühnerfüße. Also frittierte. Die Verwandten eines Kumpels waren zu Besuch. Ich habe die Hühnerfüße aus Höflichkeit probiert. Als ich das Zehgelenk abgebissen habe, habe ich bemerkt, wie dieser kleine, spitze Fußnagel von der Hühnerkralle vorne an meiner Zunge gekratzt hat. Da war dann alles vorbei.

Haben Sie schon mal unfreiwillig auf der Arbeit geweint?

Nö.

Was ist Ihr hässlichstes Kleidungsstück?

Schlechte Laune.

Verraten Sie uns etwas, das noch keiner von Ihnen weiß!

Keiner, das geht ja nicht. Aber außer meiner Familie und meinem Zahnarzt wissen es nur wenige: Ich hatte bis vor kurzem noch zwei Milchzähne. Einer ist leider gerade über den Jordan gegangen. Ich bin aufgrund der Corona-Abstandsregeln rückwärts eine 1,50-Meter-Laderampe runtergefallen und habe mir eine Rippe gebrochen. Dann konnte ich einen Monat nur auf einer Seite schlafen. So hat sich einer der Milchzähne gelockert und musste raus. Jetzt habe ich nur noch einen Milchzahn. Danke, Corona.

Welches Jahr war bislang ihr bestes, welches das schlimmste? Bitte begründen.

Also aus schauspielerischer Sicht war das letzte Jahr sehr gut. Ich habe mit „Check Check“ meine erste durchgehende Serienhauptrolle bekommen, ich habe fürs Kino („Berlin, Berlin – der Film“) und für die Franzosen in Casablanca („Le Bureau des légendes“) gedreht. Meine Rollen sind oft sehr unterschiedlich. Das macht Spaß und es macht mich glücklich, wenn ich drehen kann. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, war aber auch 2006 bzw. 2007 ein entscheidendes Jahr für meinen Beruf. Damals bekam ich meine erste Kinohauptrolle in „Kein Bund für‘s Leben“. Das hat mir schauspielerisch viel Sicherheit gegeben. Ich dachte damals: Ich habe jetzt eine eigene DVD. Das kann mir keiner wieder wegnehmen. „Schlimm“ war beruflich eigentlich alles vor 2006. Und ich glaube 2010 war auch sehr nervig. In dem Jahr hatte ich leider nur drei Drehtage, was sehr ätzend war, weil ich immerzu arbeiten wollte und will.

Was haben Sie sich von Ihrer ersten Gage gekauft?

Das weiß ich nicht mehr genau. Ich glaube einen Urlaub. Ich habe damals fast immer alles fürs Reisen ausgegeben.

Was ist der unvernünftigste Luxus, den Sie sich leisten?

Aktuell ist es ein recht teurer, neuer Alu-Koffer. Ich meine: Hallo?! In der aktuellen Corona-Lage (!). Was mache ich? Ich kaufe einen Koffer, zum Reisen. Einfach derbe unnötig gerade.

Was verkneifen Sie sich?

Naja, eigentlich diesen unnötigen Kofferkauf in Interviews zu erwähnen.

Wie verändert Alkohol Ihre Persönlichkeit?

Manche Dinge, über die ich mir lange den Kopf zerbreche oder abwäge, kann ich unter Alkoholeinfluss teils ganz leicht entscheiden. Aber natürlich nicht immer! Man sollte also auch nüchtern von Zeit zu Zeit schneller auf sein erstes Bauchgefühl hören.

Wie verändert der Straßenverkehr Ihre Persönlichkeit?

Ich werde gestresst und manchmal garstig. Vor allem wenn ich rücksichtsloses oder egomanes Verhalten von Fahrradfahrern erlebe. In manchen Stadtteilen habe ich das Gefühl, dass die Leute ihr Ego im Anzug auf ein Fahrrad setzen und ihr Recht auf Vorfahrt jedem mitteilen und auf Teufel komm raus verteidigen wollen. Die lassen sich lieber über den Haufen fahren und brechen sich die Knochen, nur um ihr „theoretisches Recht“ im Straßenverkehr durchzusetzen. Mann, Mann, Mann. Da fehlt doch jeder Selbsterhaltungstrieb.

Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Fenster gucken? 

Mein wunderschönes Hamburg.

Kailas Mahadevan


Was ist das Beste, das über Sie in Social Media geschrieben wird?

Ich hoffe doch sehr, dass es dieses Interview sein wird! Zwinker, Zwinker.

Was ist das Schlimmste, das Fans Ihnen schreiben?

Das meiste ist eigentlich cool. Ich freue mich, wenn Leute die Filme oder „Check Check“ mögen. Es dauert manchmal etwas, weil ich ja auch arbeiten muss, aber eigentlich antworte ich fast immer. Am besten schreibt man mir über Instagram: @kailas_insta .

Was ist das Schönste an Ihnen?

Mein Optimismus. Den mag ich. Ich freue mich jetzt schon auf die Filme, die noch kommen.

Womit nerven Sie Ihre Kollegen?

Mit meinem Optimismus. Den mag ich. Ich freue mich jetzt schon auf die Filme, die noch kommen.

Welcher Kollege, welche Kollegin nervt Sie? 

Sara Fazilat. Aber natürlich nur und mit Absicht in ihrer Rolle als meine kleine Schwester Samira in „Check Check“. An dieser Stelle: die liebsten Grüße an meine Lieblingssara.

Kailas Mahadevan


Wie hat Geld oder seine Abwesenheit Ihr bisheriges Leben geprägt? 

Geld nervt. Wie viele Dinge werden durch die Abwesenheit verhindert und wie viele Dinge werden durch die Anwesenheit bestimmt. Ätzend, wie unfrei es macht.

Welches unterschätzte Werk verdient mehr Aufmerksamkeit?

Laut meinem Vater das Internationale Mühlenmuseum in Gifhorn: „Man kann hier viel über die Domestizierung und die Sesshaftwerdung der Menschen durch die Landwirtschaft lernen.“

Welche Lüge gebrauchen Sie am häufigsten?

Das kann ich Ihnen ohne einen Blick in meinen Terminkalender gerade nicht sagen.

Bei welchem Buch haben Sie mittendrin aufgegeben?

Sowas fällt mir schwer. Ich habe immer die Hoffnung, dass der Twist ganz am Ende noch kommt (so wie bei „The Sixth Sense“ damals). Ich muss auch Filme, egal wie schlimm sie sind, immer bis zum Ende gucken. Manchmal braucht es dann mehrere Anläufe und dauert etwas, aber eigentlich muss das dann sein.

Wovor hatten Sie als Kind Angst?

Horrorfilme.

Wovor haben Sie heute Angst?

Horrorfilme.

Was haben Sie in Ihrem Leben verpasst?

Bestimmt einiges. Aber was soll‘s. Hätte, hätte, Fahrradkette. Lieber so: „Ich liebe diese Momente. Ich winke ihnen gerne zu, wenn sie vorbeiziehen.“ Captain Jack Sparrow.

Was bringt Sie zum Weinen?

Hilflosigkeit anderer Menschen, Ungerechtigkeit, Ignoranz im Leben untereinander, Tragik, usw. Schau dir „Das Leben ist schön“ an und versuche, am Ende keinen Kloß im Hals zu haben.

Möchten Sie uns noch etwas sagen?

Für alle Osnabrücker: Vom 21. bis 25. Oktober 2020 läuft beim FilmFest Osnabrück im Wettbewerb für den Publikumspreis der Kurzfilm „Bambirak“, in dem ich eine der beiden Hauptrollen spiele. Der Film ist von der jungen Filmemacherin Zamarin Wahdat – sie und ihr Team wurden 2020 für ihren Film „Learning To Skateboard In A Warzone (If You're A Girl)“ mit dem Oscar ausgezeichnet in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm.

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