Selfie-Fragebogen Oktoberfest 1900: Wer ist Stefanie von Poser?

Stefanie von Poser ist im September gleich dreimal im Fernsehe zu sehen – in  „Eine Almhütte für zwei“, in „Die Toten vom Bodensee“ und dann noch einmal in „Oktoberfest 1900“.Stefanie von Poser ist im September gleich dreimal im Fernsehe zu sehen – in „Eine Almhütte für zwei“, in „Die Toten vom Bodensee“ und dann noch einmal in „Oktoberfest 1900“.
Stefanie von Poser

Berlin. Im September spielt Stefanie von Poser in drei großen TV-Filmen! Alles über die Schauspielerin aus „Oktoberfest 1900“.

Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! Im Selfie-Interview beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild gleich mit.

Heute antwortet Stefanie von Poser.

Die Schauspielerin ist zurzeit dauerpräsent: Am Samstag, 5. September, spielt sie an der Seite von Annette Frier und Tom Beck in „Eine Almhütte für zwei“ (ARD, 20.15 Uhr) – einer inklusiven Romanze über zwei Erwachsene auf dem geistigen Stand von Kindern. Zwei Tage später gehört sie dann zum Ensemble der ZDF-Produktion „Die Toten vom Bodensee“; in der Folge „Der Blutritt“ (ZDF, 7. September, 20.15 Uhr) wird die Krimi-Reihe zum Pferde-Thriller. Ab Dienstag, 15. September, ist Stefanie von Poser dann wieder im Ersten zu sehen – nun in der Event-Serie „Oktoberfest 1900“.

Frau von Poser sind Sie das älteste, jüngste, mittlere oder einzige Kind Ihrer Eltern – und warum prägt das Ihr Leben bis heute?

Stefanie von Poser: Ich bin das mittlere Kind und ich glaube „Sandwichkinder“ sind immer geprägt davon, nicht das Älteste, das schon alles kann zu sein, aber auch nicht das Jüngste, das noch viel Schutz braucht. Ich habe mich immer sehr auf mich selbst verlassen und teilweise zu gut „funktioniert“. Da gibt es noch immer einiges aufzuarbeiten. Ich glaube, Sandwichkinder wissen, wovon ich rede… ;-)

Was konnten Ihre Großeltern, was Sie nicht können?

Stefanie von Poser
Stefanie von Poser kann nicht so gut stricken.

Was ist das Ekligste, das Sie jemals im Mund hatten?

Wir mussten in der 10. Klasse mal im Biologieunterricht Kuhaugen sezieren. Das fand ich eigentlich ganz spannend, aber als es dann vor uns lag, hat sich keiner getraut reinzupieksen. Irgendwann habe ich mich dann zusammengerissen und es einfach gemacht. Dabei stand aber dummerweise mein Mund weit offen und als das innere des Auges in hohem Bogen in meinen Mund spritze, hätte ich mich fast übergeben … Das nächste Auge, was ich dann gegessen habe, war ein Schafsauge auf einem Jazzfestival in Norwegen, auf dem wir als Ehrengäste eingeladen waren. Schafsköpfe (Smalahove) essen ist dort Kulturerbe. Ich musste auch wieder würgen, was etwas peinlich war, aber ein Aquavit gehört dort schon obligatorisch dazu …

Was macht die Autokorrektur aus Ihrem Namen?

Die Autokorrektur macht gerne mal ein „Poster“ aus meinem Nachnamen … Wenn ich bei Behörden anrufe, sage ich auch immer: „Mein Name schreibt sich, wie Poster ohne t“, während ich allen anderen immer sage: „Poser, wie der Angeber.“ Neben dieser englischen Variante heißt Poser auf Französisch „Setzen, legen, stellen“… Hm, alles nicht sehr sexy… ;-)

Was haben Sie sich von Ihrer ersten Gage gekauft?

Meine erste Gage, die mit Schauspiel zu tun hatte, war für „Die Dicke“ beim Schichtl auf dem Oktoberfest. Ich habe damals alles was (auch beim Kellnern) übrig blieb für Auslandsaufenthalte angespart. Ich hatte mir schon eine Reise nach Neuseeland ausgemalt und dann habe ich den Lohnsteuerbescheid bekommen. Ich weiß noch genau, wie enttäuscht ich war und insgeheim dachte, ich wäre über den Tisch gezogen worden… so wenig Geld… von netto hatte ich damals noch nichts gehört…

Was verkneifen Sie sich?

Ich versuche, mich so umweltbewusst es geht zu verhalten. Dazu gehört für mich auch, mir Fleisch und Autofahren zu verkneifen, wo es nur geht, versuchen zu reparieren statt neu zu kaufen und möglichst plastikfrei einzukaufen. Was mir am allerschwersten fällt: mir (Langstrecken)-Flüge zu verkneifen. Ich liebe Reisen und neue Länder entdecken sehr, aber da ich durch meine Beziehung mit einem Norweger eh schon einen schwierigen CO2-Fussabdruck hinterlasse (immerhin kompensiere ich bei Atmosfair), einfach nur, damit unsere Familien und wir uns sehen können, versuche ich mich ansonsten sehr zurückzuhalten, was das Fliegen angeht.

Mit wem würden Sie gern mal verwechselt werden?

Mit Cate Blanchett!!! Für mich ist sie eine der schönsten Frauen der Welt, sehr smart und eine der besten Schauspielerinnen! Ich bin ein unglaublich großer Cate-Blanchett-Fan und freue mich, dass wir zumindest beide am selben Tag Geburtstag haben.

Wie gut behandeln Sie Ihre Zimmerpflanzen?

Ich habe nur drei Zimmerpflanzen. Die liebe ich allerdings sehr! Und sie sind pflegeleicht. Wenn es bei mir eine Pflanze über 3 Monate aushält, dann gehören wir lange zusammen! Zwei habe ich vor vielen Jahren als Ableger von Freunden geschenkt bekommen und eine habe ich mir vor 22 Jahren auf dem Hamburger Fischmarkt gekauft. Sie ist überall mit hin umgezogen …

Was ist die übelste Ecke bei Ihnen im Haus?

Stefanie von Poser


Was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich bin gerade in Norwegen und heute habe ich dieses Foto aus dem Fenster gemacht. Sonne und Regen wechseln sich ab …

Stefanie von Poser



Wovor hatten Sie als Kind Angst?

Ich bin einmal oben von der Klappe auf die Treppe runtergefallen und die letzten Stufen weitergekugelt. Ich weiß noch, dass ich mich umgesehen habe, und mir eingebildet habe, meinen Schutzengel zu sehen … Aber unabhängig von diesem Sturz hatte ich immer große Angst, wenn ich eine Saftflasche aus dem dunklen Keller holen musste.

Stefanie von Poser



Was bringt Sie zum Weinen?

Ich weine wahnsinnig schnell aus Rührung. Das habe ich von meinem Vater geerbt. Er hat bei seinen sehr toll geschriebenen Reden bei Taufen oder Familienfesten immer gleich zu Beginn gesagt: „Genießt jedes Wort, es könnte das letzte sein.“, weil er regelmäßig zu weinen angefangen hat, wenn er über eine geliebte Person gesprochen hat.

Was wollen Sie anders machen als Ihre Eltern?

Meine Eltern haben meiner Meinung nach ziemlich viel richtig gemacht und dafür bin ich ihnen auch sehr, sehr dankbar … Es gibt daher nicht sehr viel, im Gegenteil, ich wäre froh, wenn ich es so hinbekommen würde wie sie. Zwei Kleinigkeiten: Ich würde meinen Kinder ein Auslandsschulsemester machen lassen, wenn sie es möchten, und ich würde sie das Instrument spielen lassen, welches sie gerne möchten.

Welches Erinnerungsstück aus Ihrer Kindheit bewahren Sie auf?

Stefanie von Poser


Welche Interview-Frage können Sie nicht mehr hören?

„Wie geht es Ihrer Beziehung?“  –  Ich habe das Gefühl, es wird eigentlich nur drauf gewartet, dass wir große Probleme haben und uns trennen, damit es etwas Spannendes zu berichten gibt. 

Was im öffentlichen Fokus selten aufgezeigt wird, weil man nicht drüber redet: JEDE Beziehung hat ihre Höhen und Tiefen und das ist auch normal und ich finde es einfach großartig, wenn man sich bei größeren Problemen auch mal traut, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen, sei es von Freunden oder einem Paartherapeuten, und an sich zu arbeiten. Und dann kommen wieder gute Zeiten. Das macht ja eine Beziehung aus. Es ist eine permanente Arbeit an sich. In der Presse gibt es aber viel zu oft nur Schwarz und Weiß.

Wie möchten Sie sterben?

Am liebsten würde ich sanft Einschlafen wie meine Omi und mein Opi: eigentlich gesund und sehr alt, sind sie einfach nach dem Schlafen nicht mehr aufgewacht und hatten es beide schon ein paar Tage vorher geahnt, sodass sie sich verabschieden konnten.

Was wünsche Sie sich zurzeit am Allermeisten?

Ich habe gerade ein bisschen Angst, dass die Gemeinschaft in Deutschland auseinanderfällt. Corona und davor die Flüchtlingskrise haben große Lücken im Miteinander aufgezeigt und sogar noch vergrößert. Ich würde mir wünschen, dass alle hier in Deutschland wieder sehen würden, was es für ein Privileg ist, in diesem Land zu wohnen, und wie gut es uns hier geht. Wir können teilen und haben immer noch mehr als genug und wir können uns auch für Andere und die Umwelt einschränken und es geht uns immer noch besser als den meisten Menschen dieser Erde.

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