Ranking Vinyl-Fans mögen Ozzy, Dylan und Pearl Jam

Von dpa

„Der Fürst der Finsternis“, Ozzy Osbourne, ist bei den Hörern von Vinylplatten am beliebtesten.„Der Fürst der Finsternis“, Ozzy Osbourne, ist bei den Hörern von Vinylplatten am beliebtesten.
Balazs Mohai/MTI/dpa

Berlin/Baden-Baden. Ein „Fürst der Finsternis“ vor einem Literaturnobelpreisträger und einer Grungerock-Ikone: Bei den Vinyl-Fans haben im ersten Halbjahr der Heavy-Metal-Veteran Ozzy Osbourne, der Songpoet Bob Dylan und die US-Band Pearl Jam abgeräumt.

Ein „Fürst der Finsternis“ vor einem Literaturnobelpreisträger und einer Grungerock-Ikone: Bei den Vinyl-Fans haben im ersten Halbjahr der Heavy-Metal-Veteran Ozzy Osbourne, der Songpoet Bob Dylan und die US-Band Pearl Jam abgeräumt.

Diese Reihenfolge ergab die am Freitag veröffentlichte Sonderauswertung „Offizielle Vinylcharts“ der Marktforscher GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI).

Die Zwischenbilanz wurde zum „Record Store Day“ gezogen, der dieses Jahr coronabedingt auf drei Termine (29. August, 26. September, 24. Oktober) aufgeteilt wird. Demnach kommen derzeit vor allem Rock- und Metal-Vinyls gut an. „Sie zeichneten hierzulande für fast drei Viertel der 20 erfolgreichsten Schallplatten zwischen Januar und Juli verantwortlich“, hieß es von der GfK.

Hinter „Ordinary Man“ (Ozzy Osbourne), „Rough And Rowdy Ways“ (Bob Dylan) und „Gigaton“ (Pearl Jam) rangiert mit dem selbstbetitelten neuen Album der Böhsen Onkelz das beliebteste Deutschrock-Vinyl - noch vor dem Rapper Haze („Brot & Spiele“, Platz 8) und den Toten Hosen („Auf dem Kreuzzug ins Glück“, Platz 9). Als einzige Künstler doppelt vertreten sind Queen mit „Greatest Hits II“ und „Greatest Hits“ (Ränge 6 und 10). Ebenfalls in den Top 20 der Vinyl-Verkäufe landeten die US-Künstlerin Billie Eilish (7), der Folkrock-Altmeister Neil Young (12) und The Beatles mit ihrer Neuveröffentlichung von „Abbey Road“ (18).

Der BVMI hatte vorige Woche mitgeteilt, dass die Branche im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 zwar weniger CDs, aber mehr Vinylalben verkauft habe. Dieser Aufwärtstrend setzte sich trotz coronabedingter Probleme vieler Plattenläden seit März mit einem Plus von 4,6 Prozent in den ersten sechs Monaten von 2020 fort.


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