Interviewreihe „Mein wahres Ich“ Der Postbote aus „Harter Brocken“: Moritz Führmann zeigt seine peinlichsten Fotos

Moritz Führmann mit seiner Frau Anna Schudt. Foto: Henning Kaiser/dpaMoritz Führmann mit seiner Frau Anna Schudt. Foto: Henning Kaiser/dpa
Henning Kaiser/dpa

Berlin. In der ARD-Reihe „Harter Brocken“ spielt Moritz Führmann den Postboten Heiner. Er hatte schon peinlichere Engagements – die Beweisfotos.

Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! In der Rubrik „Mein wahres Ich“ beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild mit.

Diesmal antwortet Moritz Führmann. Zurzeit ist der Schauspieler wieder als waffenliebender Postbote Heiner in der Reihe „Harter Brocken“ zu sehen. Das Erste zeigt die Episode „Der Geheimcode“  am Donnerstag, 19. Dezember 2019, um 20.15 Uhr. In der ARD-Mediathek können Sie den Film jetzt schon sehen.

Moritz Führmann als Heiner in der Reihe "Harter Brocken". Foto ARD Degeto/Volker Roloff

Herr Führmann, mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Für eine Rolle teilte ich zeitweise mein Leben mit einem sprechenden Vogel. Er ist aber wieder ausgezogen. Zurzeit lebt ein sehr großer Schweinehund bei mir. Leider ist er in guter Form, wenn wir miteinander ringen.

Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Fenster gucken?

Eine riesige Rotbuche, die gefühlt fünf Mal im Jahr die Farbe wechselt; von Dunkelgrün, Hellbraun, Dunkelrot, Hellrot bis Schwarz! Und das ganze Jahr beherbergt sie allerlei Vögel. Sogar grüne Papageien krächzen des öfteren aus ihren Zweigen herüber.

Die Blutbuche vor Moritz Führmanns Fenster. Foto: Moritz Führmann

Wie gut behandeln Sie Ihre Zimmerpflanzen?

Sehr gut, Text lerne ich meist mit ihnen und bilde mir ein, dass sie das nicht so genau verstehen und einfach denken, ich spreche persönlich mit ihnen. Sie danken es mit starkem Blühen. Aufgrund meines Berufs bin ich allerdings auch oft unterwegs, so dass die Pracht leider selten lange vorhält.

Was ist die übelste Ecke bei Ihnen im Haus?

Ganz klar mein Büro. Stichwort Steuererklärung.

Was ist das Schönste an Ihnen?

Meine Spontaneität, zugleich aber auch eine der Schwierigkeiten, wenn man mit mir Zeit verbringt.

Womit nerven Sie Ihre Kollegen?

Mit prächtiger Laune und überschwänglichem Klatschen schon zu früher, noch nachtschlafender Stunde…

Bei welchem Buch haben Sie mittendrin aufgegeben?

American Psycho, das habe ich einfach nicht mehr ausgehalten.

Wovor haben Sie Angst?

Dass die mit dem Staubsauger von der Decke gesaugte Spinne wieder aus dem Rohr geklettert kommt.

Was bringt Sie zum Weinen?

Abschiede und Sportlerdramen. Zuletzt das letzte Spiel von Dirk Nowitzki mit dem Rückblick auf seine besten Momente, da war ich nicht zu halten. Und „ungelebte Leben“, wie der Moment beim Club der toten Dichter, wo der Lehrer gezwungen wird, seinen Posten zu räumen, und die Jungs auf die Tische steigen, Käpt´n, mein Käpt´n sagen, und man spürt, was noch alles hätte kommen können …

Was war Ihr schlimmster Fehlkauf?

Dieses Hemd! Wenn ich es trage, versuchen immer alle Leute, den QR-Code zu scannen … und ziehen total enttäuscht ab, wenn sich rausstellt, dass sich leider nichts dahinter verbirgt. Mittlerweile ist es für mich auch die Antwort auf Eure Frage: „Was ist Ihr hässlichstes Kleidungsstück?“

Foto: Moritz Führmann

Wer kann alles, was Sie selbst gut können, noch besser?

Meine Kinder … was ich mir über Jahre angeeignet habe, das beherrschen sie oft schon nach wenigen Minuten, zuletzt Wellenreiten. Ich zittere da in Cornwall durch die Wellen, während die beiden an mir im Stehen vorbeiflitzen und am Strand auf mich warten.

Wie möchten Sie sterben?

Ich würde gern spüren „jetzt ist es soweit“, auf einen Berg steigen und mich dort unter einen Baum setzen.

Was für ein Tier wollen Sie in Ihrem nächsten Leben werden?

Ein Greifvogel … weit oben segeln, mich vom Wind tragen lassen, und die Erde betrachten.

Was ist das Unangenehmste, das Sie für Geld getan haben?

Als Schauspieler kommt so einiges zusammen. Meine Highlights waren die Viertelstunde auf dem Maibaum in der Komödie „Ein Fehlschuss für den Freischütz“ sowie das halbstündige Sitzen als Klingers Beethoven-Skulptur zu einer Ausstellungseröffnung. Zudem haben wir uns auf Mittelaltermärkten Geld verdient, indem wir gefochten und uns unter historischen Beleidigungen geprügelt haben, meist choreografiert: „Du Hundsfott“.

Foto: Moritz Führmann
Foto: Moritz Führmann
Foto: Moritz Führmann

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