Heute Abend neu im TV der ARD Serienspecial "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte" (ARD)

Vivienne Kling (Jane Chirwa) versucht allein zur Hütte zu gelangen, um Hilfe zu holen. Verrirrt sich aber im Schneesturm. "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte: Ganz in Weiß". Das Erste, Dienstag, 17. Dezember, 20.15 Uhr. Foto: ARD/Stefanie Leo.Vivienne Kling (Jane Chirwa) versucht allein zur Hütte zu gelangen, um Hilfe zu holen. Verrirrt sich aber im Schneesturm. "In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte: Ganz in Weiß". Das Erste, Dienstag, 17. Dezember, 20.15 Uhr. Foto: ARD/Stefanie Leo.
Stefanie Leo

Osnabrück. Der Serienableger „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ (Das Erste, Dienstag, 20.15 Uhr) bekommt mit der Episode „Ganz in Weiß“ erstmals eine Sonderprogrammierung in Spielfilmlänge zur besten Sendezeit. Serien-Aussteigerin Jane Chirwa ist noch einmal in ihrer Rolle der Vivienne Kling zu sehen.

Seit beinahe fünf Jahren flimmern „Die jungen Ärzte“ als Ableger der langjährigen Krankenhausserie „In aller Freundschaft“ über die Bildschirme. Während einige Hauptdarsteller der Originalserie um Thomas Rühmann alias Dr. Roland Heilmann für bislang drei abendfüllende Filme schon bis nach Thailand reisen durften, mussten die Assistenzärzte des Johannes-Thal-Klinikums bislang brav in Erfurt bleiben.

Aber nach mehr als 200 Episoden und tollen Zuschauerzahlen zeigt sich der federführende MDR nun von seiner spendablen Seite und schickt ein paar der jungen Assistenzärzte aus Erfurt in die Region Kaunertaler Gletscher nach Tirol. Statt im Vorabendprogramm dürfen Julia Berger (Mirka Pigulla), Leyla Sherbaz (Sanam Afrashteh) und Tom Zondek (Tilman Pörzgen) diesmal zur besten Sendezeit und in Spielfilmlänge in winterlicher Urlaubsatmosphäre einen Lehrgang zur Versorgung und Bergung verunglückter Personen absolvieren. Dabei treffen sie auch auf eine alte Bekannte, die es gerade erst von Erfurt nach Hamburg verschlagen hat: Vivienne Kling (Jane Chirwa).

Doch für Wiedersehensfreude bleibt kaum Zeit. Kaum haben die jungen Ärzte ihren Bergführer Gregor (Nicholas Reinke) kennengelernt, verschwindet der auch schon unauffindbar zwischen Gletschern, Eis und Schnee. Seine hochschwangere Frau Elisabeth (Gabriela Lindl) hat da so eine Ahnung. Und weil die jungen Ärzte sowieso gerade ihren Bergrettungslehrgang absolvieren, wollen sie das frisch Erlernte prompt in die Praxis umsetzen. Dummerweise geraten die unerfahrenen „Piefkes“ bei ihrem Rettungsversuch selber in größte Gefahr und fallen einer Gletscherspalte zum Opfer. Und das „alles nur, weil mal wieder ein paar Flachländer die Berge unterschätzt haben“, wie es ein sichtlich genervter Bergretter aus Tirol formuliert.

Natürlich bleibt es nicht bei dieser einen dramatischen Situation. In einem Nebenhandlungsstrang, der zurück nach Erfurt führt, hat Drehbuchautor Joachim Friedmann auch noch eine lebensbedrohliche Situation für Leylas Baby eingeflochten. Und handlungsübergreifend steht das Thema Schuld und Sühne auf dem Programm.

Das Ergebnis ist eine zwar überlange Seifenoper mit vorhersehbarem Handlungsablauf, die aber in der Inszenierung von Regisseur Steffen Mahnert packende Panoramabilder der Tiroler Alpen zwischen trügerischer Schönheit und klaustrophobischer Gefahr bietet. Für die die Darsteller und auch der Rest der Crew in der luftigen Bergkulisse im Übrigen einiges auf sich genommen haben.

Die Dreharbeiten fanden in dünner Luft auf bis zu 3000 Meter Höhe statt. Und das, so gibt es Leyla-Darstellerin Afrashteh in einer Pressenotiz freimütig zu Protokoll, „war allerdings etwas, was ich im Vorfeld unterschätzt hatte.“ Auch Julia-Darstellerin Pigulla zollt den Bergen nachträglich ihren Respekt. „Ich durfte fast alle Stunts selber machen, hab gefroren und stundenlang nasse Füße gehabt – ich musste mich daher nicht sonderlich anstrengen, die extremen Bedingungen glaubhaft 'rüberzubringen.“

Nur Vivienne-Darstellerin Chirwa zeigt sich relativ unbeeindruckt von den Strapazen und behält vor allen Dingen die Schönheit der Landschaft in Erinnerung. „Diese weiße Schneelandschaft, aus der mächtige, alte Berge ragen und dazu der blaue Himmel und Sonnenschein, das ist einfach nur berührend.“

Auf Chirwas Auftritt - seit ihrem Ausstieg aus „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ muss man ja sagen: Gastauftritt - dürfen sich Fans der Serie ganz besonders freuen. Ob es ihr endgültiger Abschied sein wird, steht freilich in den Sternen. Aber vielleicht mag sie ja hin und wieder trotz attraktiver neuer Rollen in internationalen Produktionen wie dem neuen „3 Engel für Charlie“-Film (ab 2. Januar 2020 im Kino) bei ihren alten Kollegen vorbeischauen.

„In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte: Ganz in Weiß“. Das Erste, Dienstag, 17. Dezember, 20.15 Uhr.


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