Schweinebucht und Guantanamo Geschichtsträchtig: Arte zeigt "Kuba im globalen Spiel"

Die "bärtigen Revolutionäre" aus Kuba: Unter ihnen Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara. © Perfecto Romaro/ARTE FranceDie "bärtigen Revolutionäre" aus Kuba: Unter ihnen Fidel Castro und Ernesto "Che" Guevara. © Perfecto Romaro/ARTE France

Osnabrück. Seit 60 Jahren: Kuba bleibt ein Stachel im Fleisch der USA - Arte zeigt die bewegte Geschichte der Insel.

Er war eine Ikone des 20. Jahrhunderts. Vielleicht die letzte. Als der kubanische „lider máximo“, Berufsrevolutionär und Diktator Fidel Castro im November 2016 starb, hatte er ein bewegtes Leben geführt. Daran, aber auch auf die aktuelle Lage der Karibikinsel, schaut der heutige Arte-Themenabend-Auftakt über das kommunistische Land vor der Haustür der USA. Beginnend mit Castros Absetzung des Despoten Batista 1959, wird gezeigt, wie Kuba versuchte, den Sozialismus in Länder wie Bolivien oder Angola zu exportieren. 

TV-Geschichtsstunde

Selbstverständlich wird die „Kubakrise“ erwähnt, die 1962 fast den Dritten Weltkrieg ausgelöst hätte. Aber auch, wie Castros Ärzte halfen, Tausenden Venezulanern das Augenlicht zu retten. Erklärt wird zudem, warum Castro ein Fan des „Weißen Hai“ war, und wie US-Präsident Obama mittels Geheimverhandlungen durch dem Vatikan, sich Kuba näherte. Ein Friedensprozess, der jedoch unter Donald Trump sofort wieder gestoppt wurde. Klar ist: Kuba mag zwar geographisch klein sein, politisch ist der Staat aber ein Goliath. Mittels hochrangiger Zeugen (etwa Bill Clinton, der sich einer Flüchtlingskrise ausgesetzt sah) ist die zweiteilige und -stündige Doku eine ebenso erhellende wie spannende TV-Geschichtsstunde. 

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„Kuba im globalen Spiel“. Arte, Dienstag, 3. 12. 2019; 20.15 Uhr


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