Im ZDF: "Bares für Rares" in XXL Nicht nur die Antiquitäten sind hier verstaubt

Dr. Heide Rezepa-Zabel und Horst Lichter. Foto: ZDF/Frank W. HempelDr. Heide Rezepa-Zabel und Horst Lichter. Foto: ZDF/Frank W. Hempel
Frank W. Hempel

Osnabrück. Die ZDF-Show "Bares für Rares" mit Horst Lichter variiert ihr spannungsloses Konzept erneut in einer XXL-Version.

Viel bringt das nicht. Im Gegenteil. Denn das Konzept dieser seit 2013 vor allem nachmittags laufenden Show „schlicht“ zu nennen, wäre noch übertrieben: Zuschauer lassen Dachbodenfunde, Flohmarktkäufe oder Erbstücke von Experten schätzen, um sie danach bei einem Bieterduell zwischen Antiquitätenhändlern gewinnbringend zu versilbern. Moderiert von rheinisch-kumpelhaften TV-Koch Horst Lichter geht es dabei in dieser Spezialsendung auf Schloss Drachenburg um französische Vasen, österreichische Ölgemälde oder auch um die Musik spielende Klorolle einer Prinzessin, die die Fernsehmoderatorin Judith Williams anbieten darf. Dabei besitzt das Ganze die Gehalt von Casting-Shows. Nur das hier nicht Entertainer bewertet werden, sondern Trödel und Krempel, der zudem oft so hochgejazzt wird, dass ein praktischer Nutzen nicht mehr vorstellbar ist. Letztlich eine Sendung für museale Staubfänger also. Verstaubt wirkt indes auch die ganze Sendung mit ihren nicht vorhanden Spannungsbögen. In eineinhalb Stunden, die diese XXL-Version dauert, treffen somit also alte Antiquitäten auf altbackene Langeweile.

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„Bares für Rares – Deutschlands größte Trödelshow“. ZDF, Mittwoch, 27. 11. 2019; 20.15 Uhr


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