3sat-Schwerpunkt: Klimakonferenz Klimaschutz: Was jeder Einzelne tun kann

Unterwegs mit einem Blütensamen-Sammler: Der Krameterhof von Josef Holzer wird in dem nano-Spezial zu Alternativen für eine nachhaltige Zukunft als Vorzeigeprojekt der Permakultur gezeigt. Foto: ZDF/Florian KösslUnterwegs mit einem Blütensamen-Sammler: Der Krameterhof von Josef Holzer wird in dem nano-Spezial zu Alternativen für eine nachhaltige Zukunft als Vorzeigeprojekt der Permakultur gezeigt. Foto: ZDF/Florian Kössl
Florian Kössl

Osnabrück . Dem Klimagipfel in Madrid widmet der Fernsehsender 3sat einen Themenschwerpunkt. Auch mit tagesaktuellen Beiträgen zu den Debatten.

Es ist erst wenige Wochen her, da wurde der Klimagipfel verlegt. Ursprünglich sollte die Veranstaltung, zu der 25.000 Gäste erwartet werden, in Chile stattfinden. Wegen der heftigen sozialen Proteste dort sagte das Land den Gipfel jedoch ab. Spaniens Regierung bot seine Hilfe an und schlug vor, den Klimagipfel in Madrid auszurichten.

Nicht nur Greta Thunberg hat die Verlegung in Verlegenheit gebracht. Denn während die Klimaaktivistin eine möglichst umweltfreundliche Reisemöglichkeit wählen möchte, um den Kontinent zu wechseln, haben die Koordinatoren und Redakteure der 3sat-Sendung nano ordentlich geschwitzt, ob sie die geplanten Berichte zeigen können. „Wir wollten eine große Reportage aus Chile bringen, um zu zeigen, wo wir eigentlich sind“, sagt Catrin Powell, Redaktionsleiterin des ZDF bei nano.

So war Gregor Steinbrenner, einer der nano-Moderatoren, mit Rasmus Raecke und einem Kamerateam in das südamerikanische Land gereist, um zu berichten, wie es in Chile läuft in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. „Das Land profitiert vom Boom der regenerativen Energien und ist im Vergleich mit anderen Ländern Südamerikas sehr weit in der Technik“, sagt Catrin Powell im Gespräch mit unserer Redaktion. Ausgerechnet als die Unruhen ausbrachen, war das Team noch vor Ort und hatte Schwierigkeiten, zurück nach Deutschland zu reisen. Nach einigem Hin und Her klappte die Ausreise.

Kurze Zeit später stellte sich zudem heraus, dass Chile auch in Spanien die Präsidentschaft der Veranstaltung innehaben und den Gipfel koordinieren wird. Folglich kann die Dokumentation von Gregor Steinbrenner bei nano gesendet werden („Chile – Grüne Hoffnung für die Welt“ am 3. Dezember um 18.30 Uhr).

Insgesamt vier Länder sind an der Planung der Sendungen zum Klimagipfel beteiligt: 3sat ist ein länderübergreifender Partnersender, den der ORF (Österreichischer Rundfunk), der SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) sowie die beiden deutschen Sender ARD und ZDF gemeinsam betreiben. Powell ist von Seiten des ZDF für die Wissenschaftssendung nano verantwortlich, die erstmals am 1. Dezember 1999 ausgestrahlt wurde und kurz vor Beginn des Klimagipfels ihren 20. Geburtstag feiert.

Täglich werde vom 2. bis 13. Dezember geprüft, einen Bericht zu den aktuellen Debatten des Klimagipfels bei nano zu bringen: „Sofern es einen Neuigkeitswert hat, über Bildstärke verfügt und eine emotionale Ansprache hat“, zählt Catrin Powell die Auswahlkriterien auf, denn: „Die Berichterstattung soll nicht zu einer Ermüdung der Zuschauer führen, was Klimathemen betrifft.“

An einigen Tagen sind bereits feste Reportagen über die Folgen des Klimawandels und mögliche Gegenmaßnahmen zur Sendezeit von nano eingeplant: Zum Beispiel das nano-Spezial im Vorfeld des Gipfels mit dem Titel „nano-Spezial: Ökochancen – Alternativen für eine nachhaltige Zukunft“. Darin stellt nano-Moderator Ingolf Baur Projekte vor, die zeigen, wie wir nachhaltig leben und wirtschaften können. Die Sendung dreht sich um Permakultur, neues Wohnen und Fliegen. Die Zukunftsforscherin Christiane Varga, der Kulturwissenschaftler Thomas Macho und der Kabarettist Frank Markus Barwasser alias Erwin Pelzig zeigen, wie sie mit den Herausforderungen eines nachhaltigen Lebensstils umgehen.

Am 4. Dezember thematisiert ab 20.15 Uhr die Dokumentation „Erde unter Wasser – Wohnen im Klimachaos“ neue Wohnkonzepte auf und unter dem Wasser. Das Thema Wasser wird Gert Scobel in seiner Wissenschaftsdiskussion am 12. Dezember ab 21 Uhr mit Gästen beleuchten, vorab wird um 20.15 Uhr die Dokumentation „Steigende Pegel – wenn das Wasser kommt“ auf 3Sat gezeigt.

In der Reihe „wissen aktuell“ zeigt der Sender am 5. Dezember um 20.15 Uhr die Dokumentation „Kunststoff überall – Wege aus der Plastikflut“.

Die Beiträge sollen aktuelle Themen beleuchten und vor allem: „Zeigen, welche Stellschrauben wir haben, um etwas zu bewirken“, sagt Catrin Powell, die zugleich schildert, dass die aktuelle Debatte zum Klimaschutz auf dem Mainzer Lerchenberg auch etwas in Gang gebracht hat: Ein Team aus Redakteuren prüft nun, wo beim ZDF mehr Nachhaltigkeit in der Organisation des Sender-Alltags umgesetzt werden kann.

Der Themenschwerpunkt zum Klimagipfel auf 3Sat: startet am 29. November um 18.30 Uhr mit dem „nano-Spezial: Ökochancen – Alternativen für eine nachhaltige Zukunft“. Weitere Informationen zum Angebot zur Klimakonferenz unter www.3Sat.de


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