Dancing on Ice 2019 Jens Hilbert signiert fremde Autogramm-Karten – Erraten Sie wessen?

Dancing on Ice 2019: Jens Hilbert mit seiner Profi-Partnerin Sabrina Cappelini.  Foto: SAT.1 / Marc RehbeckDancing on Ice 2019: Jens Hilbert mit seiner Profi-Partnerin Sabrina Cappelini. Foto: SAT.1 / Marc Rehbeck
SAT.1 / Marc Rehbeck

Berlin. „Dancing on Ice“-Star Jens Hilbert hat fremde Autogramm-Karten signiert. Erraten Sie, als welcher Promi er unterschreibt?

Interviews gehören zum Alltag von Prominenten und Journalisten. Die einen trauen sich nie, ihre besten Fragen zu stellen. Die anderen lavieren rum. Schluss damit! In der Rubrik „Mein wahres Ich“ beantworten unsere Gesprächspartner Fragen, die ans Eingemachte gehen – und liefern das Beweisbild mit.

Diesmal antwortet Jens Hilbert. Ab Freitag, 15. November 2019, zieht sich der „Promi Big Brother“-Gewinner für „Dancing on Ice“ die Schlittschuhe an. Die Show läuft freitags und zusätzlich am Sonntag, 17. November, ab 20.15 Uhr auf Sat.1 und online bei JOYN 

Herr Hilbert, wie sehen Sie nach dem Aufwachen aus?

Meistens besser als beim Red Carpet Event, nämlich struwwelig, wie ein Lausbub und zudem noch bissle verknittert sympathisch. Das wollte selbst Guido Maria Kretschmar bei „Promi Shopping Queen“ nicht glauben, als die mich morgens aus dem Bett geschmissen haben und dachten, so süß und frisch kann man doch nicht aus dem Bett fallen. 😊

Mit welchem Tier teilen Sie Ihr Leben?

Mit meinen Pferden, noch bevor ich laufen konnte bis heute. Tiere kommen aufgrund meiner Vergangenheit teils immer noch auf Platz 1 vor den Menschen, die haben mich noch nie enttäuscht und haben mich noch nie erniedrigt und verletzt. Dann kommt natürlich noch mein Hund Sissi dazu.

Foto: Hilbert

Was ist das Ekligste, das Sie jemals im Mund hatten?

Da ich nicht im Dschungelcamp teilgenommen habe, fällt mir auf Anhieb nicht wirklich was ein. Da lieber meine Dschungel-Kollegen fragen. 😊

Was ist Ihr hässlichstes Kleidungsstück?

Puhhhh, was für Fragen. Ich finde eigentlich nix hässlich in meinem Schrank, bin aber auch kein Sammler, ich verschenke viel und sortiere viel aus. Ich habe das Glück, dass meistens die unmöglichsten Fummel irgendwie gut ausschauen, und ganz ehrlich, wenn man mich vom roten Teppich kennt, weiß man, dass ich bei Mode recht schmerzbefreit bin und deshalb wird’s schwierig für mich, irgendwas richtig hässlich zu finden, denn wenn ich es als High Fashion bezeichne, kommen sicher andere Leute und würden es als Karnevalsverkleidung bezeichnen.

Was macht die Autokorrektur aus Ihrem Namen?

Hab's gerade ausprobiert, NIX. Entweder zu oft eingetippt und Whatsapp hat‘s im Gedächtnis oder es liegt am kurzen Namen JENSI.

Wie beliebt waren Sie in der Schule?

Gemobbter Außenseiter, der als letzter ins Völkerball-Team gewählt wurde! Das ist doch der Grund, warum ich nun in den Medien bin und diesen Fragebogen beantworten darf. 😊

Was war das Schlimmste an Ihrer Pubertät?

Dass ich intuitiv innerlich schon immer gewusst habe, wer ich eigentlich bin, mich aber aufgrund der Diskriminierung im außen immer versucht haben, anzupassen, um Anerkennung zu erhalten, das tat immer sehr weh. Der innerlich nach Liebe schreiende, schwule Junge versuchte hetero-like im Fußball mitzuhalten, obwohl ich lieber mit Puppen gespielt hätte.

Mit wem werden Sie am häufigsten verwechselt?

Als ich noch weniger bekannt war, habe ich oftmals als Sven-Hannawald-Autogramme gegeben, weil mir die Fans nicht glaubten, dass ich nicht Sven Hannawald bin. Man sagt auch immer mal, ich könnte der Sohn von Wolfgang Joop sein. Beides auf jeden Fall tolle Komplimente.

Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Fenster gucken?

Mein altes Haus, was ich vor zwei Jahren verkauft habe, um eine Straße oben drüber mein neues Haus zu bauen.

Foto: Jens Hilbert

Was ist die übelste Ecke bei Ihnen im Haus? 

Ich habe kürzlich in meiner Abstellkammer die kleinen Fugen abdichten lassen, da kamen die schönen, fetten, schwarzen Spinnen rein, und ich bin völlig ausgeflippt. Das ist übrigens der Grund, warum ich nicht in den Dschungel kann, ich würde zwar für Quote sorgen, nur nicht für die für mich richtige Quote.

Mit wem würden Sie gern mal verwechselt werden?

Mit niemandem, ich bin mir selbst genug und dafür habe ich lange an mir und meiner Vergangenheit gearbeitet. Im Vergleich schaut man ja immer nach unten oder vielmehr nach oben, das ist eher ungesund für mich, deshalb schaue ich lieber auf Augenhöhe in den Spiegel.

Was ist das Schönste an Ihnen?

Mein Charakter.

Was würden Sie gern an sich ändern?

Wie lang darf die Liste werden? 😊

Äußerlich habe ich schon eine Haartransplantation, eine Fettabsaugung und regelmäßige Botox Behandlungen durchgeführt und dieses Jahr an Weihnachten mache ich über die Feiertage ein Vampirlifting.

Innerlich würde ich gerne noch befreiter und selbstbewusster durchs Leben gehen und vor allem mehr Geduld mit mir haben, daran arbeite ich.

Womit nerven Sie Ihre Kollegen?

Welche, in der Firma oder bei „Dancing on Ice“? Wenn ich den Aussagen meiner Ratgeber-Bücher höre, nerven mich an anderen die Dinge, bei denen ich mit mir um Unreinen bin.

Wie hat Geld oder seine Abwesenheit Ihr bisheriges Leben geprägt?

Ich habe festgestellt, dass Geld haben nicht unbedingt stressfreier macht, als es nicht zu haben. Es nicht zu haben, habe ich schon öfter in meinem Leben verspürt, bspw. als ich all mein Geld in einem Spielcasino verspielt habe oder als unser gesamtes Hab und Gut verkauft wurde und ich in dem Club kellnern gegangen bin, wo ich vorher als VIP Gast war.

Wie gut behandeln Sie Ihre Zimmerpflanzen?

Seeehr gut, die sind alle aus Kunststoff. Erstens wegen meiner Allergien und zweitens, weil ich so oft unterwegs bin, dass die immer einsam und allein sterben, und das will ja nun wirklich niemand. Aktuell befindet sich mein Tannenbaum-Wald in meinem Wohnzimmer.

Foto: Jens Hilbert

Wovor haben Sie Angst?

Am meisten habe ich vor Ablehnung und Erniedrigung Angst, das Thema sitzt aufgrund meiner Vergangenheit sehr tief. Dadurch, dass ich nie wirklich der Quarterback der Schule war, wollte ich das immer sein. Aktuell lasse ich auch dieses Gefühl mehr los und habe aktuell eher Angst davor, so wirklich zu 100 Prozent ich selbst zu sein zu jeder Minute in meinem Leben.

Natürlich habe ich auch eine gewisse Angst, schwer zu erkranken oder wieder alles, was ich mir aufgebaut habe, zu verlieren, aber das sind eher Themen, die wieder aktuell werden, wenn es dann soweit sein sollte.

Was haben Sie in Ihrem Leben verpasst?

Aktuell würde ich sagen, ich habe die letzten zehn Jahre gut aufgeholt und bin pari. Ich habe noch nicht das Gefühl von völliger Freiheit erlangt, das heißt, völlig peinlichkeitsfrei und ohne erfolgsverhindernde Glaubenssätze durchs Leben zu laufen.

Was bringt Sie zum Weinen?

Wenn jemand Schwächeres wie bspw. Tiere verletzt und erniedrigt werden, aber auch, dass die Welt oft ungerecht und unfair ist mit Menschen, auch mit mir. Zuletzt habe ich natürlich wegen meiner Schmerzen durch meinen Armbruch geweint und auch, weil ich trotz allen Fleißes und der Energie, die ich in „Dancing on Ice“ gesteckt habe, meine Ziele nicht erreichen könnte.

Wovon handelte der letzte Traum, an den Sie sich erinnern?

Oh Gott, das hat mich selbst geschockt. Ich habe zum Einschlafen „Little Britain“ geschaut und habe doch tatsächlich von dieser sehr verrückten 150-Kilo-Frau-Bubbles geträumt. Als ich aufwachte, dachte ich, ob ich nun wieder Hetero werde und auf ausladende Kim-Kardashian-Hinterteile stehe. 😊

Wofür schämen Sie sich?

Oft für das Verhalten anderer, aber auch, wenn ich mal beim geheimen Single-Verhalten erwischt werde, das will ich aber nicht näher ausführen. Ich muss grad echt genauer darüber nachdenken, ich würde mich schämen, wenn ich bei einer Notlüge erwischt werde, mich dafür aber entschuldigen und dann wäre es auch wieder gut.

Was war Ihr schlimmster Fehlkauf?

Als ich mich als psychologisches Training mal zu 100 Prozent habe vertrauensvoll fallen lassen, eine komplett falsche, sehr hohe Investition getätigt und habe eine sechsstellige Summe plattgemacht habe. Da man bei 90 Prozent aller Dinge meist 14 Tage Rücktrittsrecht hat, fällt mir sonst gerade nix ein.

Was ist das Unangenehmste, das Sie für Geld getan haben?

Fällt mir gerade nix ein, vielleicht bin ich doch peinlichkeitsfreier als ich eigentlich denke. 😊

Haben Sie schon einmal etwas gestohlen? Wenn ja: Was?

Ich habe mal, ich denke, da war ich ca. zehn, unbedingt die Zeitschrift „Wendy“ kaufen wollen, wollte aber auch unbedingt die coolen Backstreet-Boys-Sticker aus der „Bravo“. Dann habe ich die Sticker aus der Bravo getrennt und sie in die Wendy gelegt und stand mit hochrotem Kopf an der Kasse, hat aber geklappt.

Was verstecken Sie oben im Regal, da wo die Kinder nicht rankommen?

Da ich keine Kinder habe, erübrigt sich das und ob meine Putzfrau in mein Nachttischschränkchen schaut, weiß ich nicht.

Welches Erinnerungsstück aus Ihrer Kindheit bewahren Sie auf?

Ein paar Bilder und einige Pokale und Erfolge vom Springreiten, ich habe aber auch noch meine gemalten Bilder aus dem Kindergarten und ein paar Liebesbriefe von Mädchen.

Welche Interview-Frage können Sie nicht mehr hören?

Da fällt mir keine ein, ehrlich gesagt, ich muss aber mal sagen, dass dieser Fragebogen echt cool ist, obwohl der ziemlich viel Arbeit macht, ist er doch auch ein Stück Eigentherapie, weil ich gerade ein paar Sachen reflektiere dabei.

Wer kann alles, was Sie selbst gut können, noch besser?

Eigentlich alles, denn ich bin jemand, der von allem nur ein bisschen kann, aber nichts richtig gut, deshalb gebe ich meistens nur die Impulse und andere, die auf ihrem Gebiet Spezialisten sind, führen es aus. Wenn ich jedoch noch etwas mehr meinen Kontrollzwang ablegen würde, könnte ich noch besser jemanden finden, der mich komplett ersetzt, bspw. einen Geschäftsführer meiner Firma, dass ich noch mehr Freizeit habe.

Wie möchten Sie sterben?

Schmerzlos.

Wie stellen Sie sich Gott vor?

Gar nicht, denn wenn es einen geben würde, würde ich ihn fragen, warum die Welt so ungerecht ist. Deshalb habe ich für mich entschieden, dass es für mich nur einen Gott gibt: MICH SELBST.

Was für ein Tier wollen Sie in Ihrem nächsten Leben werden?

Mein Hund.

Foto: Jens Hilbert

Möchten Sie uns noch etwas sagen?

Ich möchte mich bedanken, dass ich diese Interview-Anfrage erhalten habe.

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