MONTAGABEND IM ZDF Konstruierter Entführungskrimi: Die Schattenfreundin

Tanja/Annabell (Britta Hammelstein) droht der Mutter, dass sie ihren Sohn nie wieder sehen wird.
Foto: ZDF/Michael BoehmeTanja/Annabell (Britta Hammelstein) droht der Mutter, dass sie ihren Sohn nie wieder sehen wird. Foto: ZDF/Michael Boehme
Michael Boehme

Osnabrück. Im Thriller "Die Schattenfreundin" nach dem gleichnamigen Roman von Christine Drews geht es um eine Kindesentführung und eine unglaubliche Forderung.

Der Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Christine Drews enttäuscht auf ganzer Linie – und das trotz guter Besetzung mit Miriam Stein, Golo Euler und Harald Krassnitzer (mit künstlicher Halbglatze!). Doch weder Buch (Birgit Maiwald) noch Regie (Michael Schneider) gelingt es, der wenig glaubwürdigen Geschichte, Leben und Spannung einzuhauchen. 

Worum geht´s? Ärztin Katrin kehrt gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn Leo nach Bonn zurück, wo sie die Praxis ihres kranken Vaters übernehmen will. Auf dem Spielplatz lernt Katrin Tanja kennen, deren Sohn angeblich in denselben Kindergarten wie Leo geht. 

Beide Frauen sind sich sympathisch. Schnell vertraut Katrin ihrer neuen Freundin die Aufsicht über Leo an. Als sie zurückkommt, fehlt von beiden jede Spur. Tanja scheint als Person gar nicht zu existieren. Dann meldet sie sich und verlangt, dass Katrin ihren Vater tötet.

Die Geschichte ist fast ausschließlich aus der Perspektive Katrins erzählt, deren Handlungsmotivationen oft nicht nachvollziehbar sind. Britta Hammelstein hingegen legt ihre Figur Tanja überzogen an. Die konstruierte Auflösung am Ende passt da zum Rest eines Krimis, der schon früh alle Chancen verspielt.

Die Schattenfreundin

Montag 28. Oktober 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Drei von sechs Sternen


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