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Interview mit dem Schauspieler Charly Hübner: Polizeiruf, Träume und die "dicke Berta"

Foto: Joachim SchmitzFoto: Joachim Schmitz

Hamburg. Da sitzt er ganz alleine am Fähranleger Övelgönne, blickt aufs Wasser und blinzelt in die milchige Morgensonne: Charly Hübner (46), in Hamburg lebender Theater- und Filmstar, hat beschlossen, dass „wir es uns heute gut gehen lassen“. Wir entscheiden uns gegen eine Bootstour und für einen Spaziergang an der Elbe und ein paar Tassen Cappuccino in der „Strandperle“. Mit den Füßen im Sand sprechen wir über die Faszination des Wassers, Tag- und Kindheitsträume und seine alte Heimat Mecklenburg-Vorpommern, wo er als Rostocker Polizeiruf-Kommissar Bukow zu einem der Leuchttürme der Region wurde, als er längst nicht mehr dort lebte:

Herr Hübner, Sie haben sich ein Interview am oder auf dem Wasser gewünscht. Warum?

Draußen denkt es sich anders. Man guckt weiter, hat andere Assoziationsflächen fürs Gespräch. Und wenn man sich in Hamburg trifft, bieten sich Elbe und Alster doch an. 

Und dann das volle Programm mit Fischbrötchen und Astra-Pils?

Pilschen gerne, aber ich bin überhaupt kein Fischbrötchen-Mensch. Ich musste als Kind so viel Hering essen, weil wir im Mai immer auf Hiddensee waren und der Vater für uns ständig Hering kaufte, weil das für ihn als Sachse eine Delikatesse war. Da habe ich für den Rest meines Lebens Hering gegessen.

Hier an der Elbe zu sitzen ist für Sie wie Urlaub von der Großstadt?

Wasser ist für mich ein Grundbedürfnis, so bin ich groß geworden. Mit sieben Seen im Rücken kann dir nichts passieren (lacht). Mittlerweile wohnen wir ja auch an der Elbe – wenn ich Wasser in der Nähe habe, ist für mich alles richtig. Hier an der Elbe kommen die Schiffe noch dazu. Sehen Sie die beiden Schlepper, die da rausfahren? Das weckt in mir die Hoffnung, dass gleich ’ne dicke Berta hier vorbeikommt.

Manchmal stehen Sie ja auch am Elbstrand und fragen sich, wann ist der Moment, in dem die Ebbe geht und die Flut kommt.

Ich bilde mir ein, ihn hinten in Falkenstein ein paar Mal bemerkt zu haben. Wenn man sich auf so etwas hindenkt, ist dieser Stillstand eine feine Sache. Naturally stoned (lacht).

Foto: dpa/Georg Wendt

Sie haben mal gesagt, in großen Städten sei es Ihnen zu eng, zu laut, zu viel.

Es gibt schon Städte, in denen ich das gerne aushalte: London, New York, Barcelona und vor allem Marseille. Das sind Kieze, die einen fordern, wo ich mich gut unterhalten fühle und mir auch vorstellen könnte zu leben. Und dann gibt’s Städte, die trotz ihrer Größe weniger faszinieren. Lange, breite Straßen, in den alles gleich aussieht. Das ist für mich nicht inspirierend. Wenn ich nichts zum Gucken habe, fühle ich mich schnell eingeengt. Aber Mexiko-City letztes Jahr…

Was hat Sie denn dahin verschlagen?

Das Goethe-Institut hat da „Wildes Herz“ gezeigt, die Doku über Feine Sahne Fischfilet und deren Sänger Jan „Monchi“ Gorkow. Und wir haben ihn in einem großen Kinokomplex vor tausend Leuten vorgestellt. Ich machte dann den fatalen Vorschlag, einfach mal spazieren zu gehen. Bis unsere Reiseführerin sagte: Seid Ihr des Wahnsinns? Ihr könntet jeden Moment abgeknallt werden. Mich hat die Stadt unglaublich begeistert, das ist der nackte Wahnsinn.

Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Haben Sie eigentlich immer noch diese Liebe zum Punk?

Ich höre das nach wie vor sehr gerne. Das gehört zu mir wie diese zwei Füße. Ohne Metal und Punk könnte ich Mahler und Schubert gar nicht kapieren.

Drehen Sie abends zu Hause mal so richtig auf?

Nee! Zu Hause weniger, die Familie verschone ich mit meinem Zeug. Die haben da keinen Zugang, für die ist das oft einfach nur Lärm. Meine Frau versteht das gar nicht, dass ich bei Rammstein einfach viel lachen muss. Aber aus meiner letzten Zugfahrt nach Berlin habe ich wieder eine ausführliche Motörhead-Session gemacht. Es gibt ja heute diese tollen Kopfhörer...

Andererseits sind Sie auch bekennender Tagträumer.

Ich hab die dicke Berta, die da gleich kommt, im Kopf schon parat (lacht). Es ist ja immer was los im Kopf, man muss es einfach beachten. Wenn so ein Fokus wie beim Spielen oder Proben verschwindet oder beim Autofahren, entwerfen scheinbar alle Eindrücke, Hoffnungen, Wünsche und Geschichten ein neues Mosaik. Das ist dann das, was ich als Tagtraum erlebe. Früher habe ich immer gedacht, das müsste ich alles auch mal in echt sehen. Mittlerweile ist das wie eine eigene Wirklichkeit, ein Mythos, den man mit sich selbst erlebt.

Träumen Sie auch nachts?

Eigentlich jede Nacht, aber die meisten Träume vergesse ich schnell wieder. Es kommt immer darauf an, in welchen Stressphasen man gerade ist. Als wir „Winterreise – Mercy Seat“ machten, habe ich in den Nächten nur diese Lieder geträumt. Ich hab die Notenberge vor mir gesehen, bin dazwischen rumgelaufen und dachte immer, dass ich einen Halbton falsch singe und den nicht finde.

Träumen Sie nah an der Wirklichkeit?

Unterschiedlich. Im Urlaub kann’s passieren, dass der alte Mathelehrer nach 35 Jahren wieder vor mir steht und ich mich frage: Wo kommt der denn jetzt her? Und warum macht der ’ne Gartenparty mit meinem toten Vadder? Und wieso sitzen die im Garten von meiner Schwiegermutter? Ist ja komisch. Aber auch lustig, denn die drei sind sich ja nie begegnet.

Haben Sie auch wiederkehrende Träume?

Die hatte ich als Kind. Bei einem war ich immer im Wilden Westen, Auslöser war wohl ein West-Verwandtschaftskind, das zu Hause Lucky-Luke-Hefte rumliegen hatte. Im Traum vermischten die sich dann mit dem Abrafaxe-DDR-Comic. Das habe ich immer geträumt, wenn ich Fieber hatte. Ich war ein cooler Cowboy, sah aus wie Lucky Luke und stand in einer Schlucht, deren Felsen aussahen wie die 70er-Jahre-DDR-Tapete im Schlafzimmer meiner Eltern. Aus der Ferne kamen Reiter auf mich zu und wurden immer größer und größer, bis ich merkte, dass ich gerade mal so groß bin wie die Hufe von deren Pferden. Also musste ich irgendwie zusehen, dass ich da wegkomme, weil die mich sonst platt machen.

Gab’s noch mehr?

Ja, in dem anderen spielte das Panorama-Hotel in Oberhof eine große Rolle, dessen Dach wie eine Sprungschanze gebaut war. Im DDR-Kontext war das ein Luxushotel, das sich meine Eltern nicht leisten konnten. Wir haben eine kleinere Bude belegt, uns als Kinder aber immer gewünscht, in diesem Hotel zu wohnen. Ich war etwa sieben, als sich daraus ein Traum entspann, in dem ich da oben auf dieser Schanze stehe und geschubst werde. Weil ich ja keine Skier hatte, musste ich also runterlaufen und wurde von irgendwelchen Hunden gejagt. Im dem Moment, in dem ich hätte springen müssen, bin ich immer aufgewacht. Dieser Traum hat mich bis ins Studium verfolgt.

Ihre Karriere hat ja auch was von einem Traum. Sie wollten Handballprofi werden und haben dann eine vollkommen andere Karriere eingeschlagen.

Na ja! Wenn mir vor 15 Jahren jemand prophezeit hätte, was in den nächsten 15 Jahren kommt, hätte ich’s nicht geglaubt. Das hatte auch mit Konstellationen und Glück zu tun, mit Wünschen, die dann tatsächlich wahr wurden, weil man sie jemandem erzählt hat.

Die Anfänge liegen aber mehr als 15 Jahre zurück. 

Als es mit dem Sport vor 30 Jahren zu Ende ging, sagte jemand in Neustrelitz zu mir: Komm doch mal mit in die Theaterkantine. Unter Kantine hatte ich mir einen Raum vorgestellt, in dem Bauern sitzen und Kartoffeln mit Fleisch essen. So was soll’s im Theater geben? Und dann sitzen da plötzlich lauter Leute, die unglaublich nah und lustig miteinander sind, Quatsch erzählen, viel Alkohol konsumieren, abstruse Witze erzählen und permanent Ideen entwickeln, die sie dann umsetzen und nichts mit realer Arbeit zu tun haben. Das fand ich total interessant (lacht). Da wollte ich dann jeden Mittwoch hin. So ging das los, ich war damals in der elften Klasse. Und irgendwann kriegte ich dann mit, dass das sogar ein Beruf sein kann.

Haben Sie Mecklenburg-Vorpommern deshalb damals verlassen?

Neustrelitz ist nicht unbedingt der Nabel der Welt, wenn man Theater machen will. Aber ich bin auch wegen dieser ganzen Kämpfe nach dem Mauerfall weggegangen. Man musste sich prügeln, weil man lange Haare hatte, Jeans statt Bomberjacken trug, diese Musik nicht mochte und nicht verstanden hat. In der elften und zwölften Klasse musste man täglich damit rechnen, angegriffen zu werden, und sich zwei- bis dreimal in der Woche auch wirklich prügeln. Die abstruseste Geschichte war, als ich im Internat im ersten Stock wohnte. Plötzlich kam einer am Blitzableiter hochgeklettert, klopfte an mein Fenster und schrie: Komm runter, ich will dir eine reinhauen.

Und?

Ich hab’s Fenster zugemacht, dann ist er wieder runtergeklettert (lacht). Da kommt übrigens die dicke Berta (blickt auf die Elbe und zeigt auf das riesige Containerschiff „Taurus“, das von drei Schleppern in den Hafen gezogen wird).  

Wie sehen Sie heute die Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und dem übrigen Ostdeutschland?

Das ist alles zu komplex für ein kurzes Gespräch wie das unserige. Die Entwicklung ist vielfarbig. Es gibt geglückte Karrieren, es gibt eine deutliche bessere Infrastruktur und in der Summe entschieden mehr Materialismus und Wohlstand als vor 30 Jahren. Und es gibt viele gescheiterte Lebenswege, Frust, Sorge bis Angst und immer wieder der enttäuschte Zeigefinger aus den alten Bundesländern, dass der „Osten“ – ja was eigentlich – eine Art Problem in der wieder vereinten „Familie“ ist? Und im Moment dreht sich vieles in der Berichterstattung um das Erstarken der rechten politischen Kräfte. Interessant an dem Punkt ist ja neben der Fehlformulierung „Erstarken“, das geht ja schon sehr lange so, der Fakt, dass sowohl in der NPD als auch in der AfD die radikalen Führer alle aus den alten Bundesländern kommen. Man kann es nur vermuten, aber ich denke mal, dass für die in dem Chaos nach dem Mauerfall ein Land entstand, das Leute bestellen konnten, die im Westen schon vom Verfassungsschutz beobachtet wurden, weil sie Mitglied in verbotenen Organisationen wie der Wiking-Jugend waren.

Aber es gibt ja genug andere, die ihnen hinterherlaufen.

So sieht es aus. Und die Gründe scheinen ebenso vielfarbig zu sein. Was spielt sich da im bewussten und semibewussten Bereich ab? Woher die Zweifel, der Hass und die Gewaltbereitschaft gegen das offene System? Liegt es am Heimatverlust, der in den Jahren nach 1989 stattgefunden hat? Das ist ein Riss in Körper und Seele, den kennen nur jene, die ihn erlebt haben. Liegt es an der Wut, die sich im Laufe der drei Jahrzehnte entspann, weil einem die „Wessis“ zu arrogant erschienen, zu bestimmend? Es gab und gibt Menschen wie meine Eltern, die sich in das „neue“ System der „alten“ BRD gestürzt haben, mit Mut und absoluter Unkenntnis, und bis zum Ende ihres Lebens verschuldet waren und zutiefst gekränkt fühlten, aber trotzdem kein Ohr für Nationalisten und Neonazis hatten. Liegt es vielleicht dann doch in einem tief sitzenden Rassismus und gewaltbereiten Faschismus, dem keine Aufklärung zu keiner Zeit was entgegensetzen konnte, oder ist es von alldem nur Angedachten etwas, gepaart mit der fatalistischen Erfahrung, dass die materiellen Versprechungen im Werbefernsehen sich immer nur im TV erfüllen, aber nicht in den eigenen vier Wänden. Es gibt gute Lektüre zur Erhellung der grassierenden Ratlosigkeit – Steffen Mau, ein Soziologe meiner Generation, der in Rostock groß wurde, hat in dem Buch „Lütten Klein“ den Versuch gemacht, diese immerhin 30-jährige Dynamik seit 1989 spürbar zu machen. Ines Geipel unternimmt das in all ihren Büchern auch.

Was wünschen Sie sich für dieses vereinte Deutschland?

Hm! Keine Narzissten in politischen Ämtern! (lacht) Ich frage mich sowas nicht, weil es darauf nur simple und naive Antworten geben kann, aber wenn jemand an diese offene Seele BRD der letzten 30 Jahre glaubt, dann sind offene Ohren, offene Augen und Mut zur Debatte sicher nicht die schlechtesten Begleiter. Eine Debatte, die auch unharmonisch sein kann, aber ohne dass man sich umbringt, also Leute über die Klinge geschickt werden.

Lassen Sie uns noch über den Polizeiruf reden. 

Sie sind durch Ihre Rolle als Rostocker Kommissar zu einer Art Leuchtturm für Mecklenburg-Vorpommern geworden – nicht nur wegen Ihrer 1,92 Meter. Wie wichtig ist es Ihnen, diese Rolle in Rostock und nicht im Schwarzwald zu spielen?Ich wollte seinerzeit vor allem einen Polizisten spielen, der mit dem Beruf hadert, denn ich finde es psychologisch nicht einfach, Polizist zu sein. Sich an alle Gesetze zu halten und gleichzeitig mehr zu wissen als andere Bürger, was alles an Shit passiert. Ob diese Figur dann durch die Mecklenburger Steppe marschiert oder sich im Harz verläuft, war eigentlich zweitrangig.

Foto: NDR/Christine Schroeder

Gerade gab’s den Krimipreis Roland für Ihren Polizeiruf – und Dietmar Bär wünschte sich als Laudator noch viele weitere Folgen. Haben Sie Lust?

Wir haben gerade wieder um zwei Jahre verlängert.

Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie zum Dreh nach Rostock fahren?

Auf die Drehorte, aufs Meer. Wir haben einen sehr guten Location Scout, der uns immer wieder an ganz besondere Orte bringt. Im Winter haben wir an der Unterwarnow gedreht, das war eine ganz eigene Atmosphäre, denn da leben Leute in Bungalows auf dem Wasser. Gerade drehten wir auf der Halbinsel Wustrow bei Rerik, sehr mystisch und mythisch.

Verwandeln Sie sich gern in diesen Bukow?

Er macht Spaß, weil der so ein offenes Feld ist. Der wirkt manchmal muffig, engstirnig und maulfaul, aber eigentlich ist er ja total offen und ein sehr guter Geheimnisträger.

Wie geht’s mit Bukow und Katrin König weiter?

Ich will jetzt nicht spoilern, aber man darf wohl verraten, dass es am Ende von „Dunkler Zwilling“ einen Hinweis geben wird. Und eine Tür, die geöffnet wird, muss ja nicht gleich wieder geschlossen werden.

Vorher sagt er zu ihr: „Sie sind die Last, die ich zu tragen habe.“

Das ist doch die totale Liebeserklärung. Mehr geht ja gar nicht, ohne dass man „Liebe“ sagen muss.

Damir Lukacevic hat das Buch geschrieben und Regie geführt, beides zum ersten Mal beim Rostocker Polizeiruf. Mit welchen Auswirkungen?

Er ist ein großer Freund des Formates, und er hat ein sehr fragendes Verhältnis zu Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten. Ihn treibt es ganz stark um, warum Menschen Gewalt ausüben wollen. Er ist ein ganz lieber, zarter, im guten Sinne fragiler Mensch, der wie ein Junge in dieses Phänomen reinguckt.

Zusätzlich gibt es noch mit Peter Palatsik einen Dialogautor – weil Lukacevic sich nicht so gut auskennt?

Den hat er mit ins Boot geholt, weil er sich nicht sicher war, ob ihm diese Reudigkeit unserer Sprache richtig in die Feder kommt. Das spricht für Damir, finde ich. Dazu kommt immer noch dieser Impro-Moment, in dem wir sagen: Das müssen wir jetzt anders machen. In diesem Fall war es so, dass wir im Vorfeld sagten: Bukow spricht deutlich weniger. Ursprünglich hatte der viel mehr Text.

Sie haben das Team kürzlich als Band bezeichnet.

Das ist doch ein gutes Bild, wir sind ein totales Zusammen-Ding. Natürlich sind Anneke und ich die Frontgesichter wie die Sänger einer Band, aber was bist Du als Sänger, wenn der Schlagzeuger Scheiße ist? Wenn Du nicht weißt, wo Dein Takt sitzt, kannst Du nicht gut einsetzen.

Die beiden nächsten Folgen haben wieder Eoin Moore und Christian von Castelberg gedreht.

Ja, der Papa und der Onkel. Eoin Moore hat zusammen mit Anneke und mir die Figuren entwickelt und kriegt bis heute jedes Drehbuch von uns geschickt, damit er auch noch mal seinen Senf dazugeben kann. Er ist eben am nächsten dran an uns.

Charly Hübner

heißt mit Vornamen eigentlich Carsten Johannes Markus. Er wird am 4. Dezember 1972 im mecklenburgischen Neustrelitz als Sohn der Gastwirte Johannes und Margitta Hübner geboren. Als Jugendlicher ist er ein hervorragender Handballer und Leichtathlet, wird aber durch eine Herzkrankheit in seiner sportlichen Entwicklung gestoppt.

1993 nimmt Hübner ein Studium an der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin auf und steht später in Berlin, Frankfurt am Main und Zürich auf der Bühne. Erst 2003 wechselt er zum Film, wo er sich zunächst mit zahlreichen Nebenrollen zufriedengeben muss. 2006 spielt er einen Stasi-Oberfeldwebel im Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“, diese Rolle verschafft ihm einen Karriereschub.

Mittlerweile übernimmt Charly Hübner regelmäßig große und höchst unterschiedliche Hauptrollen. Jahrelang sieht man ihn als Sketch-Partner von Anke Engelke in der Sat.1-Comedyserie „Ladykracher, seit 2010 als Rostocker „Polizeiruf“-Kommissar Alexander „Sascha“ Bukow und Partner von Anneke Kim Sarnau (Bild). Die nächste Folge „Dunkler Zwilling“ zeigt das Erste am Sonntag.

2014 glänzt er in der Rolle des DDR-Grenzers Harald Jäger (im Film: Schäfer) in der Mauerfall-Komödie „Bornholmer Straße“. Trotz aller Filmerfolge lässt das Theater den vielfach preisgekrönten Schauspieler nicht los – ebenso wie seine Frau Lina Beckmann steht Hübner regelmäßig auf der Bühne des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg – derzeit als Frauenmörder Fritz Honka in „Der goldene Handschuh“. In der Hansestadt lebt das seit 2012 verheiratete Paar auch gemeinsam mit Beckmanns Sohn. 

Foto: imago images/ Future Image

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