Heute Abend neu im ZDF "Lena Lorenz" - ZDF-Reihe jetzt mit Judith Hoersch

Lena Lorenz (ab sofort Judith Hoersch) muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass sie nun mit ihrem Verlobten Quirin eine Fernbeziehung führt. "Lena Lorenz". ZDF, donnerstags, ab 05. September, 20.15 Uhr, vier neue Folgen. Foto: ZDF und Susanne Bernhard.Lena Lorenz (ab sofort Judith Hoersch) muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass sie nun mit ihrem Verlobten Quirin eine Fernbeziehung führt. "Lena Lorenz". ZDF, donnerstags, ab 05. September, 20.15 Uhr, vier neue Folgen. Foto: ZDF und Susanne Bernhard.
Susanne Bernhard

Osnabrück. Ab sofort verleiht Judith Hoersch der Titelfigur aus der ZDF-Reihe „Lena Lorenz“ (Donnerstag, 20.15 Uhr) ein neues Gesicht. Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät die werdende Mutter nicht nur, wie sie an die Rolle herangegangen ist, sondern auch, warum manche Kolleginnen ihre Schwangerschaft verheimlichen.

Hebamme Lena Lorenz kehrt zurück. Und muss sich gleich zu Beginn der neuen Episode mit dem richtungsweisenden Titel „Ein neuer Anfang“ auf ein paar einschneidende Veränderungen einstellen. Ihr Verlobter Quirin (Jens Atzorn) tritt seinen neuen Job in München an. Opa Leopolds (Fred Stillkrauth) Demenz nimmt immer deutlichere Züge an. Und zahlreiche Zuschauer stellen sich beim Anblick der Titelfigur vermutlich erst einmal die Frage, wer das denn plötzlich sei.

Denn nach dem Abgang der Lena-Darstellerin Patricia Aulitzky wird die sympathische Hebamme ab sofort von der Schauspielerin und Musikerin Judith Hoersch verkörpert. Die macht, soviel sei schon mal verraten, ihre Sache so gut, dass man das neue Gesicht in der bekannten Rolle als Zuschauer schnell akzeptiert und annimmt.

Hat sie denn trotzdem Angst vor eventuellen negativen Reaktionen von Fans der Serie? „Ich versuche, mich nicht zu viel damit zu beschäftigen“, verrät Hoersch im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich habe das auch nicht mehr in meiner Hand. Ich habe mich da hineingeschmissen und mit voller Liebe und bestem Wissen und Gewissen die Figur gespielt und mit voller Freude die Figur übernommen. Und der Mensch ist ja auch ein Gewohnheitstier. Das heißt, erst mal ist es immer schwierig, der Nachfolger zu sein. Ich hoffe natürlich, dass man mich dann auch irgendwann ins Herz schließt und sagt, das ist jetzt vielleicht anders, aber auch total gut.“

Wobei die Rolle der bayerischen Berghebamme natürlich auch sprachlich eine Herausforderung für die gebürtige Kölnerin und Wahlberlinerin Hoersch sein muss. Aber Hoersch sieht diese Herausforderung mit professioneller Gelassenheit. „Patricia Aulitzky ist Österreicherin, die Figur ist Bayerin, auch da gibt es große dialektische Unterschiede“, sagt sie. „Ich habe mich für das Casting natürlich entsprechend vorbereitet. Als dann klar wurde, dass ich die Rolle spiele, haben wir das Maß noch mal neu gefunden und uns gefragt, wie bayerisch das eigentlich ist. ,Lena Lorenz' wird natürlich auch in Norddeutschland geschaut, und da will man natürlich auch noch verständlich sein. Aber ja, ich habe mich darauf richtig vorbereiten müssen!“

In England, wo sie unter anderem bereits an der Seite von internationalen Größen wie Colm Meaney vor der Kamera gestanden hat, lerne man bereits „auf der Schauspielschule verschiedenste Mundarten von Upper Class über Lower Class bis zu Northern English“, betont Hoersch. „Da ist es für Schauspieler ganz normal, dass man Figuren mit verschiedensten Dialekten spielt. So ein Dialekt ist ja nicht nur ein Dialekt, sondern so ein Dialekt drückt auch ein Lebensgefühl aus, das man lernen muss. Das ist beim Kölschen so wie beim Berlinerischen und natürlich auch beim bayerischen und österreichischen Dialekt“.

Eine ganz andere Herausforderung wartet jetzt auch im Privatleben auf die vielseitige Künstlerin. Sie wird Mutter. Wobei die Schwangerschaft in die Dreharbeiten – es sind bereits sieben Episoden „Lena Lorenz“ mit Hoersch abgedreht – fiel. „Ich bin total dankbar, dass meine Schwangerschaft kurzerhand in die Handlung eingearbeitet wurde“, sagt Hoersch. Und spricht dann ein Thema an, das eigentlich gar kein Problem mehr sein dürfte.

„Jetzt ist es natürlich so, dass die Lena auch schon einen Kinderwunsch hatte. Aber trotzdem hätten das ZDF und Ziegler Film auch sagen können: ,Oh, nein, eine Schwangere – das ist uns zu riskant'. In Amerika ist es so, dass man in Filmen permanent schwangere Schauspielerinnen sieht, wenn man mal genau darauf achtet, und ich kenne da auch ganz viele deutsche Fälle. Aber ich kenne leider auch das negative Beispiel, dass Schauspielerinnen ihre Schwangerschaft mehr oder weniger verheimlichen und dann von der Bildfläche verschwinden, weil sie einfach Angst haben, dann keine Arbeit mehr zu bekommen. Schauspielerinnen, die sagen, ich bin schwanger, aber sag' es bloß niemandem. Und das macht mich sehr traurig. Da ist noch ein bisschen Pionierarbeit zu leisten. Es muss doch im 21. Jahrhundert normal sein, dass man Karriere und Kind verbinden kann!“

„Lena Lorenz“. Vier neue Folgen ab Donnerstag, 05. September, 20.15 Uhr.


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