Bachelorette 2019 Gerda legt sich hin: Mich muss man anfassen und berühren

Bachelorette 2019: Gerda Lewis fordert Körperkontakt. Foto: TVNOWBachelorette 2019: Gerda Lewis fordert Körperkontakt. Foto: TVNOW

Berlin. Trotz drei Flaschen Martini ist Tim beim Nacht-Date locker wie Zement. Alex geht freiwillig. Bachelorette 2019, Folge 5.

(Establishing Shot: Kandidaten-Villa, abends. Auftritt der Bachelorette.)

Gerda: So, wir brauchen erstmal was zum Anstoßen.

(Großaufnahme: Fünf Martini-Flaschen im Eiskübel, Logo zur Kamera gedreht.)

Kandidat: Bier mit Cola?

Gerda, einer spontanen Laune folgend: Nee, Martini! Ganz viel Eis. Fifty, fifty.

Kandidat: Mit … Tonic?

Gerda: Ja.

(Zuprosten, Anstoßen, wohliges Seufzen.)

Gerda: Geil.

Kandidat: Es schmeckt schon wieder fantastisch.

Tim und Gerda entspannen mit Martini

Zugegeben, das Product Placement ist ungeheuer diskret, aber vielleicht haben Sie es trotzdem bemerkt: RTL hat den Sponsor gewechselt. Nach den Amarula- und Batida-Orgien vergangener Staffeln wird die Party jetzt von Martini gedopt. „Um genau zu sein, trinken wir Martini Fiero mit Tonic Water“, hatte Gerdas Favorit Tim schon vorab verraten. „Das sorgt für etwas Entspanntheit, wenn man der Bachelorette gegenübertritt.“

Tatsächlich erweist der Martini sich als Totalausfall. Beim Übernachtungsdate ist Tim jedenfalls locker wie Zement. Dabei stellt Gerda volle drei Flaschen neben ihr Freiluftbett. Tim greift zum Glas wie Sokrates zum Schierlingsbecher. Seine Schockstarre weckt Erinnerungen an den „Bachelor 2016“. Damals beantwortete Daniela Leonards Vorschlag, aufs Zimmer zu gehen, mit den unsterblichen Worten: „Jetzt schon?“ Tim wirkt ähnlich euphorisch.

Love hurts: Flirten jenseits der Ekelgrenze

Der Martini versagt: Tim ist überhaupt nicht entspannt. Foto: TVNOW

„Die Bachelorette“ leistet wieder einmal, was das Dschungelcamp nur noch vorgibt: Möchtegern-Stars mit Sendezeit ködern, um grausam ihre Ekelgrenze auszutesten. Nachdem Tim beim ersten Date noch um den Kuss herumkam, bestellt Gerda ihn nun auf ihre Yacht. „Ich brauche übertriiiiieben viel Zuneigung“, flüstert sie. „Mich muss man immer anfassen und berühren.“ Tim, schreckensbleich, im Interview: „Würde ich sehr, sehr gern tun. Nur dafür müssen einfach die Umstände passen.“ In einer Show des unbedingten Paarungswillens ist das ein deutliches Nein. Tatsächlich lässt die Bachelorette Tim zum Schein entkommen. Nach zwei Stunden darf er wieder von Bord – um später, im Moment des Aufatmens doch noch einmal einbestellt zu werden.

Erst jetzt versetzt die Katze der blutenden Maus den tödlichen Hieb. Nach einem Dinner, das Tim unter Stoßseufzern aussitzt, sagt Gerda: „Ich bin bereit für was auch immer. Pool oder … hinlegen.“ Jetzt ist er dran. „Ich muss sagen, dass sie dann doch etwas die Initiative ergriffen hat“, sagt Tim später. Er selbst ergreift die Flucht: Als die Bachelorette sich an ihn schmiegt, verschränkt er die Hände vor der Brust. Als sie zum Kuss ansetzt, muss sie aufrücken, weil er so weit am Rand liegt, dass er fast aus dem Bett kippt.

Tim stellt sich dumm

Tim weiß, dass er keine Chance hat, und sucht trotzdem noch einen Ausweg. In einem Monolog der doppelten Botschaften entwirft er ein märchenhaftes Glück, in dem er Gerda nicht nur heiratet und zur Mutter macht – sondern auch „schaut, ob alles funktioniert und ob man miteinander klarkommt oder ob man sich nur in die Haare bekommt“. Romantischer geht’s ja gar nicht! Als Gerda fragt, ob der Abend noch schöner werden könnte, stellt Tim sich dumm: „Ich denke nicht.“ Aber Gerda kennt kein Erbarmen: „Schöner wär’s, wenn du einfach hierbleibst“, sagt sie. „Hierbleiben?“, fragt Tim mit letzter Kraft. Dann fügt er sich ins Unvermeidliche.

Am nächsten Morgen – Tim hat die Liebesnacht überlebt – ist er dann wie verwandelt. Tims innere Qualen nicht ahnend, begrüßt Serkan ihn mit den Worten: „Der ist tiefenentspannt, ich glaube, der hat gevögelt.“ Tim selbst heizt die Gerüchte mit inszenierten Missverständnissen noch an: „Ich bin um neun Uhr bei ihr rein“, sagt er. „Also ins Haus.“ Tatsächlich musste er aber wohl gar nicht mit Gerda schlafen. Zumindest klingt das durch, als Oggy bizarre Sex-Metaphern erfindet: „Der Tim darf mit dem Auto parken in der Garage“, sagt er und schmollt: „Ich würde auch gern mit meinem Auto vorfahren.“ David gibt zu, dass er dazu auch Lust hätte, und Oggy redet sich in Stimmung. „Was hast du“, fragt er. „Einen Bus?“ Tim wiederum dementiert alle Parkmanöver und verweist auf einen „Motorschaden“.

Wer ist weiter, wer fliegt raus?

Alex Hindersmann ist raus: Der Mann aus Gammelby geht freiwillig. Foto: TVNOW

Die größte Enttäuschung der Folge ist Alex Hindersmann, der – um im Bild zu bleiben – nicht mal den Anlasser betätigt. Der Vorjahressieger aus Gammelby kommt mit Gerda überein, dass er als Nachrücker eh keine Chance hat, und geht freiwillig. David bleibt im Rennen, obwohl sich herausstellt, dass er nicht nur Orgasmen vortäuscht (siehe Folge 4), sondern auch sein musisches Talent: Bei einem Einzeldate stellt Gerda ihm einen Flügel in Griechenlands Felslandschaft – dem David ohne Noten nicht einen einzigen Takt entlockt. 

Daniel wiederum versucht Gerda einzureden, dass er nur deshalb keine Dates kriegt, weil sie ihn sowieso toll findet – woraufhin sie ihn rausschmeißt. Andreas fragt die Bachelorette bei der Pool-Party: „Willst du feiern oder hast du eine Minute?“ Feiern, sagt sie, tanzt ab und verabschiedet auch ihn. Genau wie Oggy, den Gerda nach Hause schickt, bevor er noch mal mit seinem Auto ankommt. 

Weiter bei der Bachelorette 2019 sind:

  • Marco,
  • Tim,
  • Florian,
  • Keno,
  • David,
  • Serkan.

Raus sind:

  • Alex (auf eigenen Wunsch),
  • Andreas,
  • Oggy,
  • Daniel.

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