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Nah dran Schon gesehen: Tatort: Heimatfront. ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

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We. Franz Kappl (Maximilian Brückner, rechts) nimmt einen Verdächtigen (Martin Kiefer) fest. Foto: SR/Manuela MeyerWe. Franz Kappl (Maximilian Brückner, rechts) nimmt einen Verdächtigen (Martin Kiefer) fest. Foto: SR/Manuela Meyer

js Osnabrück. Als der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank für sein 14-minütiges „Spielzeugland“ den Kurzfilm-Oscar entgegennahm, war klar, dass ihm nun auch die heimische Filmbranche den roten Teppich ausrollen würde.

Aber erst jetzt, fast zwei Jahre später, ist sein erstes Werk in Spielfilmlänge zu sehen. Qualität braucht ihre Zeit – und wer Freydanks Saarbrücker „Tatort“ gesehen hat, wird nicht daran zweifeln, dass von diesem Mann noch einiges Gute zu erwarten ist.

Zwar sind der Krieg und die Traumatisierung heimkehrender Soldaten mittlerweile schon fast Trendthemen im Fernsehfilm geworden. Hier aber gelingt eine hervorragende Verknüpfung mit dem Krimi-Genre. Unaufgeregt, überwiegend ruhig, aber dennoch intensiv und packend erzählt Freydank die Geschichte einer Performance-Künstlerin, die mit Videos von Soldaten den Krieg anprangern will und im Engelskostüm aus großer Entfernung erschossen wird. Verdächtig sind vier Kriegsheimkehrer, deren Therapiegespräche sie ins Internet stellen ließ.

Die Kamera ist nah dran, die Schnitte sind gut, die Musik auch, die Dialoge weit mehr als nur Erklärung. Mit „Heimatfront“ beendet der „Tatort“ seine Durststrecke im neuen Jahr.

Wertung: 5 Sterne


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