Am Samstag im Fernsehen Belanglos: Das "Ferienhaus auf Teneriffa" punktet nur mit Landschaft

Der Urlaubssegen hängt gewaltig schief. Da helfen auch Teneriffas Strände nicht. Bild: ARD Degeto/Christof ArnoldDer Urlaubssegen hängt gewaltig schief. Da helfen auch Teneriffas Strände nicht. Bild: ARD Degeto/Christof Arnold

Osnabrück. Ferienprogramm kurz vor Ferienbeginn. Aber hoffentlich wird der eigene Urlaub besser als das "Ferienhaus auf Teneriffa".

Da kommt Ferienstimmung auf: „Wir beginnen den Landeanflug, 28 Grad Lufttemperatur, Wind aus Südwest, eine wunderbare Zeit auf den Kanaren.“

Aber es wäre kein Samstagsfilm, wenn die Zeit wunderbar wäre. So ist es halt, wenn alte Freunde mit neuen Partnern und Kindern im Urlaub näher aneinanderrücken als geplant, weil, ja, wenig originell, eine Reservierung nicht geklappt hat. „Ihr könnt gerne hier bleiben, bis ihr was anderes gefunden habt …“

Natürlich passen die Familien nicht zusammen: hier reich und zickig (Caro Scrimali, Philipp Hochmair), dort kleinbürgerlich und liebevoll (Anna König, Janek Rieke). Und bei Flamenco und Rotwein treten die Unterschiede zwischen verkniffen und lebenslustig noch deutlicher zutage. Und die tieferliegenden Konflikte und Probleme – Geldsorgen, Seitensprünge, Heiratswünsche – sowieso. Nur: So richtig glauben, kann man die spontanen Prügeleien, Schreiereien und Versöhnungen nicht. Sie sind weder tragisch noch lustig, sondern flach.

Friede fällt vom Himmel

Und am Schluss wird natürlich alles gut. Ganz plötzlich fällt Friede vom Himmel. Das Wahre und Gute siegt über Kommerz und Hochnäsigkeit. Und der Urlaub wird noch richtig, richtig schön. Naja, kein Wunder, bei den bunten Bildern, die der Film die ganze Zeit zeigt. In der Landschaft liegt die Story.

Zwei von sechs Sternen

Ein Ferienhaus auf Teneriffa. Am Samstag, 22. Juni 2019, um 20:15 Uhr im Ersten


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