zuletzt aktualisiert vor

"Neo Magazin Royale" Youtuber Rezo bei Böhmermann: CDU soll "weniger Scheiße bauen"

Youtuber Rezo (l) und Moderator Jan Böhmermann in der Sendung "Neo Magazin Royale". Foto: ZDF/dpaYoutuber Rezo (l) und Moderator Jan Böhmermann in der Sendung "Neo Magazin Royale". Foto: ZDF/dpa

Köln/Hamburg. Der Youtuber Rezo hatte am Donnerstagabend seinen ersten TV-Auftritt und besuchte Jan Böhmermanns Fernsehsendung "Neo Magazin Royale". Dabei plauderte er über die Entstehung seines Videos und verteilte Tipps an die Parteien.

"Er wurde zu Anne Will, zu Illner, zu Plasberg, zu Maischbeger, zu Lanz eingeladen – hat aber allen abgesagt und ist stattdessen zu uns gekommen", kündigt Jan Böhmermann stolz den ersten TV- Auftritt des Youtubers Rezo am Donnerstagabend bei "Neo Magazin Royale" an.

Im rosanen Pokemon-Pullover nimmt der 26-Jährige mit den blauen Haaren in der letzten Ausgabe vor der Sommerpause Platz. Mit einem "Hey Rezo, du alter Zerstörer" wird er von Böhmermann begrüßt – eine Anspielung an den angeblichen Anfang des Antwort-Videos von Philipp Amthor –, denn genau darüber will der Moderator mit dem Youtuber plaudern. Wie kam es zu der Entstehung des Videos "Die Zerstörung der CDU", das mittlerweile mehr als 14,5 Millionen Mal geklickt und über 200.000 Mal kommentiert worden ist?

"Jeder hat gesagt, dass das niemals Klicks bekommt"

"Ich hatte einfach Bock drauf", ist Rezos knappe Antwort und gibt zu, dass er mit der gewaltigen Resonanz nicht gerechnet hat. "Egal, welchen Youtube-Freund ich vorher gefragt habe: Jeder hat gesagt, dass das niemals Klicks bekommt. Ich habe vielleicht mit 200.000 bis 300.000 Views gerechnet."

Stattdessen hat das 55 minütige Video eine heftige Debatte in Deutschland ausgelöst, die Rezo rückblickend  mit: "Funny und spannend war das Hin und Her von den CDU-Leuten", zusammenfasst. Damit meint er konkret Generalsekretär Paul Ziemiak, der ihm zunächst die "Vermischung von Pseudofakten" vorgeworfen, seine Quellen aber dann doch ganz "cool" gefunden habe.  

Weiterlesen: Der CDU-Generalsekretär ist plötzlich zahm – Ziemiak erklärt den Kurs von "AKK"

Böhmermann will auch wissen, was er er von der Kritik der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hält, die nach dem Erscheinen des Videos Regeln für "Meinungsmache" im Internet ins Gespräch brachte. Rezo – wieder in Jugendsprache: "Das war nicht smart von ihr." 

Weiterlesen: Kramp-Karrenbauer beschwert sich über Meinungsmache – scharfe Reaktionen

Rezo empfiehlt Parteien mehr Menschlichkeit

In der Sendung beteuert der 26-Jährige auch, dass er für seinen Betrag nicht bezahlt wurde –  und auch keiner Aufforderung von den Grünen nachgekommen sei. Allerdings hat er einen Rat, wie sich Parteien künftig bessern könnten: "Weniger Scheiße bauen, da ist schon mal der erste Schritt. Und der zweite ist: Menschlicher und klarer in der Sprache werden."

Mit neuem politischen Aktivismus sei aber in nächster Zeit nicht zu rechen, erzählt der Youtuber. "Große Pläne werden nicht kommen. Mein Job ist es, zu unterhalten." Nach dem ganzen Rummel um seine Person müsse er außerdem "erstmal runterkommen". 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN