Donnerstag auf 3sat Starres System: Schöne genormte Welt

Die allererste DIN Norm stammt aus dem Jahr 1917: Die "DIN 1" für Kegelstifte.
Foto: ZDF/Thomas HiesDie allererste DIN Norm stammt aus dem Jahr 1917: Die "DIN 1" für Kegelstifte. Foto: ZDF/Thomas Hies

Osnabrück. Die Dokumentation "Schöne genormte Welt" (Donnerstag, 13. Juni 2019, 3sat) zeigt anhand vieler Beispiele Vor- und Nachteile von Normen auf.

Vom Klang der Hochzeitsglocken über Kondome, Teddybären und Rollatoren bis zum Sarg: unser Leben ist bestimmt durch Normen. Die bekannteste dürfte die DIN für Papierformate sein. – A3, A4, A5, das kennt fast ein jeder. In ihrer Dokumentation nehmen sich die Autoren Thomas Hies und Greta Zimmermann dem Thema an, fragen Wissenschaftler und Wirtschaft und statten jeden im Bild gezeigten Gegenstand mit der passenden DIN-Norm aus. In den Mittelpunkt ihres Films haben sie die Normen für Rettungswagen gestellt, an deren Beispiel sie Vorteile und Probleme bei der Reglementierung erörtern. 

Aber die Filmemacher begleiten auch den Unternehmer Josef Glöckl auf seinem beschwerlichen Weg für eine neue Norm. Denn eine solche kann jeder beantragen. Doch sein bewegliches Sitzmöbel trifft auf ein starres System. Normen dienen der Qualitätssicherung, sind wichtig bei der Gewährleistung und haben großen wirtschaftlichen Einfluss. Normen erleichtern das Zusammenleben, können aber auch den Markt abschotten. Eine Änderung bestehender Normen dauert nach Ansicht von Experten hierzulande zu lange. Mit einer Mär räumt der Film übrigens auf: eine Norm für den Krümmungsgrad von Gurken gab es nie. Nur eine EU-Richtlinie. Doch die ist abgeschafft. Es gibt eben auch ein Leben neben der Norm.

Schöne genormte Welt

Donnerstag, 13.06.2019, 20:15 Uhr, 3sat

Vier von sechs Sternen


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