TV - heute Abend neu im ZDF "Höhenstraße" - Grandioser "Landkrimi"

Ferdinand (Raimund Wallisch, r.) gerät in die Fänge der liebeshungrigen Mutter Gerlinde (Doris Schretzmayer). Foto: Ingo Pertramer / ZDF.Ferdinand (Raimund Wallisch, r.) gerät in die Fänge der liebeshungrigen Mutter Gerlinde (Doris Schretzmayer). Foto: Ingo Pertramer / ZDF.

Osnabrück. David Schalkos „Höhenstrasse“ (ZDF, Mittwoch, 20.15 Uhr) entstammt zwar der österreichischen Reihe „Landkrimi“, entpuppt sich aber eher als schwarze Komödie und bitterböse Milieustudie um falsche Polizisten und weitere menschliche Abgründe.

Die zwei falschen Streifenpolizisten Roli und Ferdinand (Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch) schieben mal wieder sturzbesoffen ihren „Dienst“ auf der Wiener Höhenstraße und nehmen ahnungslose Autofahrer aus. Aber diesmal läuft ihr Einsatz völlig aus dem Ruder. Weil sie den Afrikaner Uku für einen „Illegalen“ und seinen Beifahrer Robert (David Oberkogler) für einen Schlepper halten, nehmen sie die beiden einfach mit. Am nächsten Morgen dämmert es den falschen Kieberern, dass sie die Entführung irgendwie vertuschen müssen. Doch einfach laufen lassen oder töten geht nicht. Kurzerhand gibt sich Roli bei Roberts Eltern als Kommissar aus und nistet sich bei ihnen in Erwartung einer Lösegeldforderung ein.

Um es gleich vorwegzunehmen – obwohl es sich bei „Höhenstrasse“ um den zehnten Film der österreichischen Reihe „Landkrimi“ handelt, sollte man hier besser keinen handelsüblichen Krimi erwarten. Stattdessen glänzt die Geschichte von David Schalko (Buch und Regie) als bitterböse und schwarzhumorige Milieustudie vom Feinsten. Groteske Charaktere, getragen von einem tollen Ensemble, führen in menschliche Abgründe, wie man sie sich wohl nur in der Alpenrepublik ausdenken kann. Auf „Tatort“-Fans wartet eine kleine Überraschung.

Wertung: 6 von 6 Sternen.

„Höhenstrasse“. ZDF, Mittwoch, 12. Juni, 20.15 Uhr.


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