Montagabend im Ersten Aufklärend: Kann das Elektroauto die Umwelt retten?

Der Lithiumabbau in Argentinien bedroht ein ganzes Ökosystem.
Foto: WDR Kommunikation/Redaktion BildDer Lithiumabbau in Argentinien bedroht ein ganzes Ökosystem. Foto: WDR Kommunikation/Redaktion Bild

Osnabrück. Die Dokumentation zeigt die verheerende Ökobilanz von Elektroautos auf.

Leise und elegant rollen die elektrifizierten Boliden in den Spots der Autobauer über die Straße. Besitzer von Elektro-Autos bewegen ihr Gefährt mit gutem grünem Gewissen. Auch die Politik setzt auf die neue Technik. E-Mobilität ist das Schlagwort – Vollgas beim Elektroauto. Doch die Dokumentation von Florian Schneider und Valentin Thurn räumt mit der Mär auf, die Ökobilanz von Elektroautos sei besser als die von Autos mit Verbrennungsmotoren. Denn für den Antrieb werden leistungsfähige Batterien benötigt. Dabei gilt: je mehr Reichweite, desto größer die Batterie, desto größer das Auto.  

Das für die Herstellung der Batterien benötigte Lithium wird vor allem in Südamerika gewonnen. Der Abbau des Leichtmetalls aber bedroht das dortige Ökosystem und damit den Lebensraum von Menschen. Für ein Antriebsaggregat werden 80.000 Liter Wasser für immer vernichtet. Zudem wird die Energie zur Herstellung der Batterien in Asien größtenteils aus Kohlekraftwerken gewonnen. Der Film zeigt: bevor ein E-Auto den ersten Kilometer gefahren ist, hat es schon 17 Tonnen CO² verbraucht. Da hat ein herkömmlicher Verbrennungsmotor schon 100.000 km hinter sich. Fazit: E-Autos können ergänzend einen kleinen Beitrag zu umweltgerechter Mobilität leisten. Mehr aber auch nicht.

Kann das Elektroauto die Umwelt retten?

Montag, 03. Juni 2019, 22:45 Uhr, Das Erste

Fünf von sechs Sternen


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