Zwischen Herden- und Naturschutz Der NDR fragt heute: Ist "Die Angst vor dem Wolf" berechtigt?

Bei Schäfer Peter Theodor Hansen auf der Halbinsel Eiderstedt wurden schon 13 Lämmer gerissen, nachweislich durch einen Wolf. Foto: NDR/Stefan WeißeBei Schäfer Peter Theodor Hansen auf der Halbinsel Eiderstedt wurden schon 13 Lämmer gerissen, nachweislich durch einen Wolf. Foto: NDR/Stefan Weiße

Osnabrück. Der Wolf ist wieder da, nicht immer zur Freunde der Menschen. Im NDR untersucht eine Reportage "Die Angst vor dem Wolf".

Ein grausiger Anblick: Wenn Bauern morgens ihre Koppeln besuchen, müssen sie immer öfter feststellen, dass ein Wolf eines oder mehrere ihrer Tiere gerissen hat. Kehlbisse lassen sie verenden, die Schäfer fühlen sich oft hilflos. Denn der Wolf, der jahrzehntelang in Norddeutschland als ausgerottet galt, ist zurückgekehrt, darf jedoch nicht getötet werden. Er steht unter Artenschutz

Auch wenn für Biologen die Rückkehr des Tieres in der heimischen Natur ein Grund zur Freude ist, macht dieser Umstand viele Viehzüchter wütend. Denn sie fühlen sich von der Politik allein gelassen. Zwar gibt es für vom Wolf getötete Schafe finanzielle Entschädigungen und die Züchter erhalten von der Regierung Elektrozäune. Doch steht dieser Mehraufwand in kaum einem Verhältnis zum Ergebnis. Zumal die Schutzgitter von den Raubtieren ohne Mühe übersprungen werden können. Die Folge: Menschliche Existenzen stehen auf den Spiel. Die Frage lautet also: „Wie viel Wildnis verträgt der Norden?“ - so lautet auch der Untertitel dieser Sendung. Für diese Reportage werden Bauern besucht, Naturforscher begleitet und Umweltschützer befragt. Die pure Existenz des Tieres jedenfalls spaltet die Bevölkerung. Eine spannende, aktuelle Bestandsaufnahme.


Die Angst vor dem Wolf. NDR, Freitag, 31. Mai 2019, 21.15 Uhr.

Wertung: 5 von 6 Sternen


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