Mitteilung der EBU "Peinlicher" Zählfehler beim ESC: Deutschland noch schlechter platziert

Von dpa und lod

Das deutsche Duo S!sters belegt nach neuer Wertung den vorletzten Platz. Foto: AFP/Jack GUEZDas deutsche Duo S!sters belegt nach neuer Wertung den vorletzten Platz. Foto: AFP/Jack GUEZ 

Tel Aviv. Das Duo S!sters war vom Ausgang des ESC 2019 eigentlich schon gebeutelt genug. Jetzt wird klar: Es geht noch schlimmer.

Deutschland hat beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv noch schlechter abgeschnitten als bisher gedacht. Das Duo S!sters rückt nach einer erneuten Berechnung mit 24 Punkten nun vom drittletzten auf den vorletzten Platz der Finalisten. Schuld ist ein Zählfehler durch "menschliches Versagen". Das teilte der internationale Ausrichter, die Europäische Rundfunkunion EBU in Genf, am Mittwochabend mit, also erst rund vier Tage nach dem Finale vom Samstagabend in Israel.


Hintergrund war die Disqualifikation – schon vor dem Finale – der weißrussischen Jury, die ihre vergebenen Punkte ausgeplaudert hatte. Weil deren Jury-Ergebnis nun im Finale nicht mehr zählte, hatte die EBU ein "Ersatzergebnis" berechnen lassen, einen Mittelwert mit Daten vergleichbarer ESC-Nationen. Bei dieser Berechnung sei "aufgrund menschlichen Versagens" ein falsches Endergebnis zustande gekommen.

Neues Ranking im Keller

Dies habe für den ESC-Sieger Niederländer Duncan Laurence (25, "Arcade") und die Künstler auf den Plätzen zwei, drei und vier keine Auswirkungen. Allerdings tauschen nun beispielsweise im Keller des Rankings Deutschland mit dem Duo S!sters ("Sister") und Weißrussland mit Zena ("Like It") die Plätze. Unangefochtenes absolutes Schlusslicht des ESC 2019 ist und bleibt der Brite Michael Rice ("Bigger Than Us"). 

Die EBU und ihre Partner bedauern den Fehler nach eigenen Worten zutiefst. Der Fanblog "ESC kompakt" bezeichnete den Vorgang als "peinlich" und "ziemliche Schmach für die EBU".

Die Wertung des ESC 2019 im Überblick

  1. Netherlands (498 Punkte) 
  2. Italy (472) 
  3. Russia (370) 
  4. Switzerland (364) 
  5. Sweden (334) 
  6. Norway (331) 
  7. North Macedonia (305) 
  8. Azerbaijan (302) 
  9. Australia (284) 
  10. Iceland (232) 
  11. Czech Republic (157) 
  12. Denmark (120) 
  13. Cyprus (109) 
  14. Malta (107) 
  15. Slovenia (105) 
  16. France (105) 
  17. Albania (90) 
  18. Serbia (89) 
  19. San Marino (77) 
  20. Estonia (76) 
  21. Greece (74) 
  22. Spain (54) 
  23. Israel (35) 
  24. Belarus (31) 
  25. Germany (24) 
  26. United Kingdom (11)

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