Mittwoch auf 3sat Kulturelle Katastrophe: Lost in Brexit

Bandfoto "Stone Foundation" im Hamburger Mojo-Club.
Foto: ZDF und WDR/Sebastian Wagner/Eco Media.Bandfoto "Stone Foundation" im Hamburger Mojo-Club. Foto: ZDF und WDR/Sebastian Wagner/Eco Media.

Osnabrück. Am Beispiel der Popmusik wird das Brexit-Chaos für britische Bürger aufgezeigt.

Seitdem vor sechs Wochen feststand, dass der Brexit erst frühestens im Oktober über die Bühne gehen wird, haben Sondersendungen und Dokumentationen über das brisante Thema rapide abgenommen. Kurz vor der Europawahl, an dem das Vereinigte Königreich jetzt doch teilnimmt, unternehmen die Autoren Sebastian Bellwinkel und Michael Fräntzel einen Road Trip der besonderen Art. Sie nehmen das Beispiel der Popmusik, das größte Exportgut der Engländer, um die Orientierungslosigkeit Brexit-Betroffener aufzuzeigen. 

Der Film begleitet die britische Band „Stone Foundation“ bei ihren Vorbereitungen zu einer Tour auf dem Kontinent – mitten im Brexit-Chaos. So entsteht eine Chronologie der Ereignisse der anderen Art. Bilder aus dem britischen Parlament stehen im Kontrast zu den Aktivitäten der Musiker. Die Gruppe fürchtet, dass bei ihrer Rückkehr nach England der Brexit schon vollzogen ist und hat Sorge vor der Wiedereinführung des Carnet-Systems, vor Visa- und Arbeitserlaubnis-Problemen. Statements von Produzenten, Promotern, Politikern und einem Brexit-Journalisten des „Telegraph“ komplettieren die Dokumentation, die zeigt, wie verloren Bürger im Brexit sind und welche Folgen ein Austritt auch für die britische Popmusik haben könnte.

Lost in Brexit

Mittwoch, 22. Mai 2019, 20:15 Uhr, 3sat

Vier von sechs Sternen


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