Heute Abend im ARD-Programm Münster-Tatort „Spieglein, Spieglein“: Ernie Thiel & Bert Boerne

Frisch machen für die nächsten Morde: Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Börne (Jan Josef Liefers) nach einer durchgearbeiteten Nacht. Foto: WDR/Thomas KostFrisch machen für die nächsten Morde: Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Karl-Friedrich Börne (Jan Josef Liefers) nach einer durchgearbeiteten Nacht. Foto: WDR/Thomas Kost

Osnabrück. Münster wie es swingt und lacht: Der Tatort „Spieglein, Spieglein“ mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers treibt den Klamauk heute Abend mal wieder auf die Spitze und versetzt die beschauliche Stadt in einen humoristischen Blutrausch. Fans werden allerdings Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) vermissen.

Übler Wochenstart für den Ermittler: Als Kommissar Thiel (Axel Prahl) am Montagmorgen aus der Wohnung tritt, sind sie weg: Seine Schuhe. Die guten für 79 Euro. Zeit zum Suchen bleibt ihm nicht – das Handy meldet eine Frauenleiche hinterm Paulus-Dom. Also rein in die Sandalen und ab zum Tatort. Und da liegt sie – Staatsanwältin Klemm (Mechthild Großmann).

Die Staatsanwältin? Ermordet? Nein, es ist eine Hanne Sievers, die der Klemm gleicht wie eine Zwillingsschwester. „So sehe ich mal aus, wenn ich tot bin“, wird die Staatsanwältin später sagen. Zwei Nachbarn des Opfers kommen ganz zufällig vorbei, identifizieren die Doppelgängerin und bescheinigen ihr sogleich, militante Nichtraucherin gewesen zu sein. Warum also liegt neben der Leiche ein Päckchen Zigaretten derselben Marke, die die Staatsanwältin raucht? 

(Interview mit Mechthild Großmann: Meine Stimme ist ein Fehler der Natur)

Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) ist entsetzt: Das Mordopfer gleicht ihr wie eine Zwillingsschwester. Foto: WDR/Thomas Kost

Am Dienstag gibt’s die nächste Leiche. Diesmal eine Doppelgängerin von Silke „Alberich“ Haller (Christine Urspruch), der kleinwüchsigen Assistentin von Professor Boerne (Jan Josef Liefers). Neben ihr wird Alberichs Schal gefunden. Da kann einem schon mal mulmig werden.

Als dann mittwochs auch der „Zwilling“ von Vaddern Thiel (Claus Dieter Clausnitzer) ins Gras beißen muss, dürfte auch dem letzten Zuschauer klar sein: „Spieglein, Spieglein“ ist die Fortsetzung des Karnevals mit anderen Mitteln. Was in einer Szene gipfelt, in der sich Thiel und Boerne mit den Worten „Gute Nacht, Bert“ – „Gute Nacht, Ernie“ ins Bett verabschieden. (Interview: Claus Dieter Clausnitzer fordert Cannabis-Freigabe)

Münsteraner Taxifahrer unter sich: Herbert Thiel (Claus D. Clausnitzer, rechts) zeigt seinem Kollegen Fritz Mertens (Wolfgang Packhäuser) die neuen Visitenkarten. Foto: WDR/Thomas Kost

Klar, dass es von diesen beiden Figuren ganz besonders schräge Doppelgänger gibt – schließlich folgen auf den Mittwoch ein Donnerstag und ein Freitag. Thiels Schuhe sind auch noch nicht aufgetaucht und Boerne vermisst eine Mütze – hat der Doppelgänger-Serienmörder nun die beiden im Visier? 

Erstaunlich ähnlich: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) beim Brillenvergleich mit seinem Doppelgänger. Foto: WDR/Thomas Kost

Humor ist, wenn es doppelt kracht – wohl nach diesem Motto hat Benjamin Hessler sein erstes Drehbuch für einen Münster-Tatort geschrieben, das Matthias Tiefenbacher („Tempelräuber“, „Herrenabend“, „Das Wunder von Wolbeck“) wieder mal als Krimi absurd inszenierte.

Nur eine aus dem Münsteraner Tatort-Team ist diesmal aus dem Spiel: Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) weilt angeblich im Urlaub. Im Büro wird sie von Mirko Schrader vertreten, dessen Darsteller Björn Meyer manche Zuschauer aus der „Tatortreiniger“-Folge „Pfirsich Melba“ kennen werden. Rein äußerlich spielt er etwa in der Gewichtsklasse von Axel Prahl, beliebt macht sich der Aushilfskommissar vor allem durch seinen vorzüglichen Kaffee. Was ihm seinen Platz im Team aber nicht erhalten wird. 

Springt für Nadeshda Krusenstern ein: Mirko Schrader (Björn Meyer, links), die Urlaubsvertretung. Foto: WDR/Thomas Kost

Denn Fans müssen sich um Friederike alias Nadeshda keine Sorgen machen. Tatsächlicher Hintergrund ihrer Auszeit beim Tatort ist, dass die Schauspielerin im vergangenen Jahr ihr erstes Kind zur Welt brachte und deshalb bei den Dreharbeiten passen musste. Ende des Jahres habe sie dann aber wieder für die Folge „Dann steht der Mörder vor der Türe“ vor der Kamera gestanden – und damit war Björn Meyer auch schon wieder raus, wie eine WDR-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte.

Für alle Freunde der Krimi-Kasper aus Münster hatte der WDR dann gleich noch eine gute Nachricht auf Lager: Wurde 2018 mit nur einer Ausstrahlung noch auf Sparflamme gekocht, wird es in diesem Jahr nach „Spieglein, Spieglein“ noch zwei weitere neue Folgen geben: Im Herbst strahlt das Erste die Episode „Lakritz“ aus und im Winter, vermutlich zu Weihnachten gibt es „Dann steht der Mörder vor der Türe“. 

Verblüfft: Thiels Doppelgänger (Axel Prahl) und seine Frau (Regine Schroeder) wundern sich, was vor ihrer Haustür los ist. Foto: WDR/Thomas Kost

Zudem werden zwei weitere Folgen in diesem Jahr gedreht: Seit dem 15. März ist das Team für „Lakritz“ im Einsatz und im November entsteht dann eine weitere Episode, für die es bis jetzt noch keinen Titel gibt. Hierfür werden noch etliche Statisten gesucht, die sich 93 Euro am Tag verdienen wollen.

Hier gibt es den Link zur Statisten-Bewerbung.

Tatort: Spieglein, Spieglein. Das Erste, Sonntag, 17. März 2019, 2015 Uhr.

Wertung: 3 von 6 Sternen


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