Heute Abend im ARD-Programm Verschenktes Potenzial: Der Zürich-Krimi: Borchert und die mörderische Gier

Dominique (Ina Paule Klink) trifft sich zu einem Date mit Hauptmann Furrer (Felix Kramer). Da ist der eifersüchtige Thomas Borchert (Christian Kohlund) nicht mehr weit. "Der Zürich-Krimi: Borchert und die mörderische Gier". Das Erste, Donnerstag, 28. Februar, 20.15 Uhr. Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter.Dominique (Ina Paule Klink) trifft sich zu einem Date mit Hauptmann Furrer (Felix Kramer). Da ist der eifersüchtige Thomas Borchert (Christian Kohlund) nicht mehr weit. "Der Zürich-Krimi: Borchert und die mörderische Gier". Das Erste, Donnerstag, 28. Februar, 20.15 Uhr. Bild: ARD Degeto/Roland Suso Richter.

Osnabrück. Trotz überraschender Wendungen kann der etwas bieder inszenierte „Zürich-Krimi: Borchert und die mörderische Gier“ (Das Erste, Donnerstag, 20.15 Uhr) mit Christian Kohlund nicht so richtig überzeugen.

Unfall oder Mordversuch? Eben noch hatte sich der junge Kunststudent Julian mit einem verzweifelt klingenden Hilferuf an die Kanzlei von Anwältin Kuster (Ina Paule Klink) gewandt, da liegt er auch schon lebensgefährlich verletzt auf der Straße. Ein Auto hatte den Motorradfahrer geschnitten. Thomas Borchert (Christian Kohlund), der „Anwalt ohne Lizenz“, findet schnell heraus, dass der Wagen mit einem gefälschten Diplomatenkennzeichen unterwegs war. Alles deutet darauf hin, dass das Opfer Kontakte zu islamistischen Terroristen hatte. Doch die familiären Hintergründe des Kunststudenten lassen den Fall nochmals in einem anderen Licht erscheinen.

Der Plot dieses nunmehr fünften „Zürich-Krimis“ aus der Feder von Drehbuchautor Wolf Jakoby hält zwar einige überraschende Wendungen bereit. Aber insbesondere die recht bieder wirkende Umsetzung von Regisseur Roland Suso Richter raubt dem Fall ein wenig von dessen Potenzial. Hier eine obligatorische Verfolgungsjagd, dort eine Traumsequenz als Rückblende in den Nahen Osten – das hätte man auch eleganter lösen können. Und Borcherts Eifersüchteleien gegen Hauptmann Furrer wegen Chefin Kuster wirken so plump, als seien sie direkt von der Redaktion der ARD-Degeto ins Drehbuch diktiert worden.

Wertung: 3 von 6 Sternen.

„Der Zürich-Krimi – Borchert und die mörderische Gier“. Das Erste, Donnerstag, 28. Februar, 20.15 Uhr.


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