Montagabend im ZDF Traurige Thematik: Vermisst in Berlin

Judith Volkmann (Jördis Triebel) deckt einen Fall um verschwundene Flüchtlingskinder auf. In diesem Zuge entfaltet sich ein ganzes Netzwerk an Menschenhandel und Kinderprostitution.
Foto: ZDF/Mattias BothorJudith Volkmann (Jördis Triebel) deckt einen Fall um verschwundene Flüchtlingskinder auf. In diesem Zuge entfaltet sich ein ganzes Netzwerk an Menschenhandel und Kinderprostitution. Foto: ZDF/Mattias Bothor

Osnabrück. Das Krimidrama mit Jördis Triebel und Natalia Wörner thematisiert das Schicksal vermisster Flüchtlingskinder.

Ein kleiner Flüchtlingsjunge läuft nachts in Berlin Judith Volkmann (Jördis Triebel) vor ihr Auto. Die Polizistin, die sich gerade eine berufliche Auszeit gönnt, will nach dem zehnjährigen Kind schauen, doch das beißt ihr in den Arm und verschwindet. Die Beamtin außer Dienst recherchiert nach dem Jungen, wobei ihr anfangs Ex-Kollege Deniz Kovacevic (Edin Hasanovic), mittlerweile Chef der Mordkommission, keine Hilfe ist. Die bekommt sie dann unerwartet von Jan Pollak, der beim Suchdienst des Roten Kreuzes aktiv ist. Eine nicht unwesentliche Rolle scheint in dem Fall Evelyn Kraft (Natalia Wörner) zu spielen – eine ehemalige Prostituierte, die jetzt ein Flüchtlingsheim betreibt.

Die Autorinnen Frauke Hunfeld und Silke Zertz thematisieren in ihrer Geschichte das Schicksal von vermissten Flüchtlingskindern, von denen es angeblich Tausende gibt und die teils zur Kriminalität oder Prostitution gezwungen werden. Dabei zeigt der ZDF-Montagsfilm vor allem die Hilflosigkeit der Helfer und der Exekutive auf. In Triebel und Wörner hat Regisseurin Sherry Hormann zwei stark aufspielende Frauen, die den Film prägen. Überhaupt besticht das Krimidrama mit klug konzipierten Figuren und Dialogen. Passend zur traurigen Thematik lässt einen das Finale des Films nachdenklich zurück.


Vermisst in Berlin. ZDF, Montag, 11. Februar 2019, 20:15 Uhr

Wertung: Fünf von sechs Sternen


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