Mittwochabend im ZDF Schade drum: „Die Toten von Salzburg - Königsmord“

Meine Nachrichten

Um das Thema Medien Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

So spannend wie hier wird's erst spät für Major Palfinger (Florian Teichtmeister, r.) in "Die Toten von Salzburg - Königsmord". Foto: ZDF/Toni MuhrSo spannend wie hier wird's erst spät für Major Palfinger (Florian Teichtmeister, r.) in "Die Toten von Salzburg - Königsmord". Foto: ZDF/Toni Muhr

Osnabrück. Mit „Königsmord“ zeigt das ZDF am 16. Januar um 20.15 die dritte Folge der Reihe „Die Toten von Salzburg“.

Die unheilvoll über das Salzburger Land gleitende Krähe ist mittlerweile zum Markenzeichen der österreichisch-deutschen Reihe „Die Toten von Salzburg“ geworden. Nur mag sich das Unheil - oder vielmehr die Spannung - im dritten Teil nicht so recht einstellen. Rund die Hälfte des Films wird mit mäßig aufregenden Privatproblemen der Ermittler verplempert, bevor sich Autor Stefan Brunner und Regisseur Erhard Riedlsperger darauf zu besinnen scheinen, dass dies ja ein Krimi ist. Dabei gibt es durchaus Potential für Spannung, wird doch nach dem Mord an dem umstrittenen Wurstmogul Gschwandtner eines seiner Pflegekinder vermisst. Doch so wirklich scheint sich nur Major Palfingers Assistentin (erfrischend: Fanny Krausz) dafür zu interessieren. Die beiden Ermittler - wie immer Palfinger auf österreichischer und Hubert Mur (Michael Fitz) auf bayrischer Seite - sind damit beschäftigt einander anzugranteln und sich selbst zu bemitleiden. Erst ab der Mitte melden sich Emotionalität und Spannung. Bis dahin muss der Zuschauer unter Anderem ertragen, wie eine mühsam Deutsch lernende Asiatin als wenig geschmackssicherer Witz aufgefahren wird. Schade, 45 Minuten Geduld sind beim herrschenden Krimi-Überangebot einfach zu viel verlangt.

Wertung: 3 von 6 Sternen


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN