Schneechaos in Süddeutschland ARD-Brennpunkt: Eingebuddelter Reporter sorgt für hämische Reaktionen

Extra für die Kamera eingebuddelt? Ein ARD-Reporter in den Schneemassen. Foto: Screenshot/ARD MediathekExtra für die Kamera eingebuddelt? Ein ARD-Reporter in den Schneemassen. Foto: Screenshot/ARD Mediathek

Hamburg. Über den nicht enden wollenden Schneefall in Teilen Deutschlands sendete die ARD am Mittwoch einen Brennpunkt. Beinahe acht Millionen Menschen schalteten ein – und viele kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Es schneit, und schneit und schneit: Weil Teile Deutschlands seit Tagen von Schneemassen beherrscht werden, hatte sich die ARD am Mittwochabend dazu entschieden, um 20.15 Uhr – direkt nach der Tagesschau – einen Brennpunkt auszustrahlen. Beinahe acht Millionen Menschen sahen sich die 15-minütige Sendung "Winterchaos – der Alpenraum versinkt im Schnee" an, was die allseits vorhandene Faszination an den Schneemassen unterstreicht. Jedoch musste sich der öffentlich-rechtliche Sender auch einiges an Spott und Häme im Netz gefallen lassen.

Überzogene Dramatisierung?

So sorgte vor allem ein ARD-Korrespondent für zahlreiche Lacher, der für die Aufzeichnungen extra in den Tiefschnee "eingebuddelt" wurde. "Wenn du einen #Brennpunkt" zum Winterwetter machst und es möglichst dramatisch aussehen soll", schreibt etwa Max Gilbert.

"Einen Meter links neben ihm liegt so gut wie gar kein #Schnee, aber man kann sich natürlich auch in den Neuschnee vorgraben", analysiert Luka.

"Extra freigeschaufelt für den Reporter. Katastrophenjournalismus für Volldeppen!" Um das skurrile Bild des "eingeschneiten" Reporters einzufangen, haben zahlreiche Nutzer ihr Handy gezückt und Screenshots erstellt. 



Es wird aber auch Kritik an der Entscheidung der ARD geübt, überhaupt einen Extra-Brennpunkt zu senden. "Im Winter fällt Schnee in den Alpen. Wie konnte es dazu kommen? Wer konnte damit rechnen?", fragt Tim Hinderkott ironisch. 

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Auch die zeitweise – zumindest inhaltlich – fehlende Tiefe sorgt für Häme. 

Und für manch einen Twitter-Nutzer natürlich eine Steilvorlage, um sich über die Rundfunkgebühren zu beschweren: "Für solche knallhart recherchierten News zahlen News zahlen wir doch gerne die nächste Abgabenerhöhung."




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