Samstagabend im ZDF Verschenkt: Stralsund – Waffenbrüder

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Karim Uthman (Karim Günes, l.), Karl Hidde (Alexander Held, M.) und Nina Petersen (Katharina Wackernagel, r.) sind an den Unfallort gefahren und checken die Lage.
Foto: ZDF/Gordon TimpenKarim Uthman (Karim Günes, l.), Karl Hidde (Alexander Held, M.) und Nina Petersen (Katharina Wackernagel, r.) sind an den Unfallort gefahren und checken die Lage. Foto: ZDF/Gordon Timpen

Osnabrück. Der Samstagskrimi „Stralsund - Waffenbrüder“ erzählt eine konstruiert wirkende Rachegeschichte, die bis in die Deutsch-Deutsche-Vergangenheit reicht.

Die internen Querelen beim Stralsunder Team um Hauptkommissarin Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und Kollegen Hidde (Alexander Held) scheinen erstmal ausgestanden. So können sich die Kripobeamten ganz auf ihren 13. Fall konzentrieren – und der hat es in sich. Der Bus einer Kindertagesstätte ist auf offener Landstraße explodiert. Der benutzte Sprengstoff und der Zünder weisen auf alte NVA- bzw. RAF-Bestände hin. Kein Wunder, dass sich Chefin Seibert bei der Faktenlage Unterstützung durch LKA-Berater Jung (Johannes Zirner) holt, seines Zeichen SEK-Mitglied, Afghanistan-Veteran und RAF-Experte. Ob der auch in Zukunft mitspielen wird?

Die Autoren Daniel Schwarz und Thomas Schwebel haben eine wendungsreiche Rachegeschichte geschrieben, die weit in die neuere deutsche Geschichte reicht. Das hätte auch richtig spannend werden können, doch der Krimi wirkt zu konstruiert, die Figuren nicht durcherzählt. Regisseur Kaspar Heidelbach gelingt es während der 90 Minuten nicht, der Handlung eine packende Dramaturgie zu verleihen. So folgt man als Zuschauer eher teilnahmslos dem Treiben der Ermittler und versucht, den roten Faden bis zur eher billig geratenen Auflösung nicht zu verlieren. Eine schwache Folge des Krimis aus Stralsund, der in der Vergangenheit deutlich strukturierter und spannender daherkam.

Stralsund - Waffenbrüder
Samstag, 10. November 2018, 20:15 Uhr, ZDF 

Drei von sechs Sternen


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