Mittwochabend bei Vox im TV "Milk & Honey" - witzige Vox-Serie über Escorts in der Provinz

Michi (Nils Dörgeloh, l.), Johnny (Artjom Gilz), Kobi (Deniz Arora) und Arian (Nik Xhelilaj) geben als Escort-Legionäre alles. "Milk & Honey". Mittwochs, ab 14. November, 21.15 Uhr, Vox.
Foto: MG RTL D / Talpa Fiction Germany / Maor WaisburdMichi (Nils Dörgeloh, l.), Johnny (Artjom Gilz), Kobi (Deniz Arora) und Arian (Nik Xhelilaj) geben als Escort-Legionäre alles. "Milk & Honey". Mittwochs, ab 14. November, 21.15 Uhr, Vox. Foto: MG RTL D / Talpa Fiction Germany / Maor Waisburd

Osnabrück. In der neuen Vox-Serie „Milk & Honey“ verkörpert Nils Dörgeloh einen von vier Freunden, die durch Zufall als männliche Escorts im horizontalen Gewerbe landen. Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät er, wieso er im wirklichen Leben einen sicheren Job gegen die Schauspielerei getauscht hat.

Nach Jahren im Ausland kehrt der Hallodri Johnny (Artjom Gilz) in die brandenburgische Provinz zurück, um das Erbe seines verstorbenen Vaters anzutreten. Aber der Familienbetrieb, eine Imkerei, liegt am Boden, die Pfändung droht. Damit nicht genug. Die Frau vom Jugendamt will auch noch allen Ernstes seine minderjährige Schwester Charlie (Marlene Tanczik) in eine Wohngruppe abschieben. Jetzt muss aber dringend Geld her.

Durch Arian (Nik Xhelilaj), den letzten Angestellten des Betriebes, eröffnen sich Johnny völlig neue Perspektiven – als männlicher Stripper und Escort! Gemeinsam mit den alten Kumpels Kobi (Deniz Arora) und Michi (Nils Dörgeloh) gründet das Quartett einen männlichen Escort-Service mitten in der ländlichen Provinz. Allerdings müssen dabei erst mal ein paar Hindernisse überwunden werden. Vor allen Dingen der arbeitslose Familienvater Michi muss seine Frau erst noch davon überzeugen, dass er die strikte Trennung von Beruf und Privatleben beherrscht.

Nicht nur in seiner Rolle als treusorgender Familienvater fällt Michi zwischen den drei anderen Gigolos auf. Auch äußerlich entspricht er nicht ganz dem Idealbild eines professionellen Dienstleisters im horizontalen Gewerbe. Ein Umstand, den Darsteller Dörgeloh mit Humor nimmt. Auf die Frage, nach welchen Kriterien denn die vier männlichen Hauptdarsteller ausgesucht wurden, antwortet er lachend im Gespräch mit unserer Redaktion: „Also, die Kollegen bestimmt nach Schönheit und Optik“. Aber für ihn selber habe es auch gar kein Casting gegeben. „Die Produktionsfirma und VOX kannten mich vorher schon aus anderen Rollen und haben mich deshalb relativ früh als Michi besetzt.“

Mit „Milk & Honey“ präsentiert der Sender VOX jetzt nach dem Erfolg von „Club der roten Bänder“ die zweite Serie in Eigenproduktion. Und auch die hat wieder große Aussichten auf Erfolg. Gute Drehbücher, eine flotte Inszenierung sowie frische und unverbrauchte Darsteller, aber auch ein herausragendes Produktionsdesign machen den Reiz dieser Serie aus. Wobei die Vorlage dazu aus Israel stammt und dort – frei übersetzt – „Johnny und die Ritter von Galiläa“ heißt. Für Dörgeloh eine "einzigartige Mischung aus Comedy und Drama“, wie er schwärmt. „Ich kenne Nichts Vergleichbares.“

Noch abenteuerlicher als der zufällige Jobwechsel seiner Serienfigur Michi ist eigentlich nur noch Dörgelohs eigener Jobwechsel in die Schauspielerei. „Vor meiner Zeit als Schauspieler habe ich zuvor fast zehn Jahre in der Wirtschaft verbracht“ verrät er. „Nach meiner kaufmännischen Ausbildung, Studium und Aufbaustudium habe ich zuletzt bei einem amerikanischen Konzern gearbeitet. Äußerlich hatte ich alles, was erstrebenswert erscheint. Ein schickes Auto, eine noble Wohnung, Designermöbel, hohes Gehalt, ein sicheres Angestelltenverhältnis. Aber innerlich fühlte ich mich leer und überhaupt nicht erfüllt. Dann bin ich mit Anfang 30 auf einen Schauspiel-Schnupperkurs für Berufstätige gestoßen. Ab da an gab es für mich kein Zurück mehr. Ich hatte Feuer gefangen und wollte immer mehr davon.“

Eine mutige Entscheidung, die sich gelohnt hat. Frei nach dem Motto „Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer“, wie er lachend betont. Mittlerweile ist Dörgeloh richtig gut im Geschäft. In „Jerks“, für deren dritte Staffel er wieder dabei ist, hat er eine wiederkehrende Nebenrolle. Letzte Woche war er als Gerichtsmediziner im Zweiteiler „Der Mordanschlag“ zu sehen. Gerade steht er für Dani Levys Verfilmung der „Känguru-Chroniken“ vor der Kamera. Und Anfang nächsten Jahres soll endlich die von Harald Schmidt ersonnene ARD/SWR-Serie „Labaule und Erben“ starten, wo Dörgeloh an der Seite von Uwe Ochsenknecht zu sehen sein wird. So geht Jobwechsel!

„Milk & Honey“. Vox, mittwochs, ab 14. November, 21.15 Uhr.


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