Richard Madden spielt Personenschützer Bodyguard auf Netflix: Wie gut ist die Thrillerserie?

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In der Serie "Bodyguard" muss Polizist Budd entgegen seiner Überzeugungen die Innenministerin von Großbritannien beschützen. Foto: Sophie Mutevelian/World ProductiIn der Serie "Bodyguard" muss Polizist Budd entgegen seiner Überzeugungen die Innenministerin von Großbritannien beschützen. Foto: Sophie Mutevelian/World Producti

Osnabrück. Die Thrillerserie „Bodyguard“ holte in Großbritannien traumhafte Einschaltquoten und begeisterte die Kritiker. Nun ist die Serie auch in Deutschland auf Netflix verfügbar. Ob die Serie hält, was sie verspricht, erklären wir Ihnen in einem Überblick.

Worum geht es in „Bodyguard“? 

Wer bei dem Titel „Bodygard“ an den Film mit Whitney Houston und Kevin Costner denkt und gleich den Mega-Hit „I will always love you“ im Ohr hat, liegt (fast) falsch: Die britische Serie „Bodyguard“ ist keine Liebesschnulze, sondern eine brisante Serie über einen traumatisierten Soldaten, der die britische Innenministerin beschützen soll. Gut, es geht in der Serie auch um die Liebe, aber in anderen Ausmaßen als in dem gleichnamigen Hollywood-Film.  (Weiterlesen: Spuk in Hill House: Wie gruselig ist die Netflix-Serie wirklich?)

Polizist David Budd (Richard Madden) wird zum neuen Personenschützer der Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes) befördert. Er sieht als Afghanistan-Veteran ihre eifrige Befürwortung der letzten Kriegseinsätze mehr als skeptisch und als sie ein neues Projekt vorantreiben will, ein hartes Überwachungsgesetz, verliert sie mehr und mehr das Ansehen im Land. Auch in ihrer eigenen Partei brodelt es, ihre Gegner holen zum Gegenschlag aus. Dazu kommt die erhöhte Terrorgefahr im Land. Und Budds Zweifel: Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Pflicht als Bodyguard und seinen Überzeugungen, die gegen die der stehen. Wird er selbst zur Bedrohung? Bevor der ehemalige Soldat die Intrigen gegen seinen Schützling durchschauen kann, muss er die Innenministerin vor einem Anschlag retten. Doch der ist nur der Anfang von einer Reihe dramatischer Ereignisse, die in einer nervenaufreibenden Finalfolge gipfeln.

Wer spielt in „Bodyguard“ mit?

Richard Madden verkörpert den Polizisten David Budd, der von Kriegseinsätzen im Irak und in Afghanistan schwer traumatisiert ist. Fans der Serie „Game of Thrones“ ist Madden ein Begriff, er spielte den König des Nordens, Robb Stark.

Richard Madden verkörpert den traumatisierten Ex-Soldaten David Budd. Foto: Netflix

In „Bodyguard“ geht Madden in der Rolle des psychisch kranken Polizisten voll auf: Seine stoische Mimik und sein fast roboterhaftes Auftreten in den ersten Episoden bedienen teilweise zu sehr das Klischee des emotionslosen Personenschützers. Spannender wird es, sobald er emotional wird. Zum Beispiel, wenn es um die Trennung seiner Frau geht, die er nicht wahrhaben will, oder bei der Angst um seine Kinder. Zu Beginn der ersten Folge zeigt sich, wieso Budd befördert wird: Er redet so ruhig und vertrauensvoll auf eine Attentäterin ein, dass sie schließlich aufgibt und die Bombe um ihren Körper entschärfen lässt. Somit rettet er im Zug nicht nur seine Kinder, sondern auch zahlreiche andere Menschen.

Im Gegensatz dazu steht Innenministerin Julia Montague, gespielt von Keeley Hawes. Die Innenministerin ist eine Hardlinerin, sie befürwortet Kriegseinsätze und will eine umfassende Überwachung von Telefonaten und E-Mailverkehr. Dabei setzt sie sich gegen ihre Gegner durch, zeigt sich aber verletzlich in ihrer Einsamkeit.

Keeley Hawes spielt Innenminsiterin Julia Montague. Foto: Netflix/Sophie Mutevelian/World Productions/Netflix;

Sie scheint niemandem vertrauen zu können, erst als Polizist Budd in ihr Leben tritt, scheint sie einen Verbündeten zu haben. Schauspielerin Keeley Hawes hat bereits in einigen Krimiserien mitgespielt, unter anderem in „Line of Duty“, die wie „Bodyguard“ von Jed Mercurio produziert wird. Hawes ist mit dem britischen Schauspieler Matthew McFadyen verheiratet, bekannt aus „Spooks“ und „Ripper Street“.  (Weiterlesen: Warum ist die Serie "Ripper Street" so fesselnd?)

Für wen eignet sich die Serie „Bodyguard“?

Sie sind Fans der Serien „Designated Survivor“, „Homeland, „House of Cards“ oder „24“? Dann sollten Sie nicht lange zögern: „Bodyguard“ vereint eine rasante Verbrecherjagd mit brisanten politischen Entwicklungen und stellt mit David Budd einen interessanten, wenn auch nicht komplett klischeefreien Charakter in den Mittelpunkt. Die Serie arbeitet geschickt mit Cliffhangern am Ende jeder Folge, so dass die sechs Episoden der ersten Staffel schneller durchgeschaut sind, als man vielleicht möchte. Und ja, auch Fans des Films „Bodyguard“ kommen auf ihre Kosten, denn zwischen David Budd und Julia Montague knistert es gewaltig.


Die Serie „Bodyguard“ erzielte in Großbritannien auf dem Sender BBC die höchsten Einschaltquoten seit zehn Jahren, in Deutschland ist sie auf dem Streamingdienst Netflix verfügbar. Die erste Staffel umfasst sechs Episoden, die jeweils knapp eine Stunde lang sind.

Die Serie "Bodyguard" ist seit dem 24. Oktober 2018 in Deutschland auf Netflix verfügbar. Foto: Netflix



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