Samstagabend im ZDF Neuer Krimi: "Schwartz & Schwartz" mit Striesow & Euler

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Andi Schwartz (Devid Striesow), Mads Schwartz (Golo Euler)
ZDF und [m]: KNSK; Foto: Tobias SchultAndi Schwartz (Devid Striesow), Mads Schwartz (Golo Euler) ZDF und [m]: KNSK; Foto: Tobias Schult

Osnabrück. Ein ungleiches Brüderpaar sind die Protagonisten einer neuen ZDF-Krimireihe. Der erste Auftritt ist vielversprechend.

Zweimal wird Devid Striesow noch in schon abgedrehten „Tatort“-Folgen als Kommissar Stellbrink im Ersten ermitteln – dann ist Schluss. Schon jetzt startet aber eine neue, vielversprechende Krimireihe mit ihm im ZDF. Im Gespräch mit unserer Redaktion verriet Striesow näheres.

Zwei Brüder wollen Gerechtigkeit in einem Mordfall – der eine an die Kraft der Staatsmacht glaubend, der andere seinen eigenen Gesetzen vertrauend. Dies ist die Ausgangslage im ersten Film des auf eine Reihe angelegten neuen Samstagskrimis im ZDF. Auf diesem Sendeplatz fährt der Mainzer Sender gute Quoten ein und bewirbt seine Filme in den sozialen Medien mit dem Claim „Hilfreich gegen Sterbenslangeweile? Mordsspannung.“ 

Spannend ist die erste Folge (eine weitere wird gerade gedreht) mit dem Titel „Mein erster Mord“ auf alle Fälle. Im Zentrum stehen dabei die völlig verschiedenen Brüder Mads (Golo Euler) und Andi (Devid Striesow). Der verheiratete Familienvater Mads ist Polizist beim Kriminaldauerdienst, Hallodri Andi hingegen ein Blender, der angeblich irgendwas in Security macht. Die Geschwister hatten seit Jahren keinen Kontakt. Als auf ihrem Geburtstagsfest die Frau des Prominentenarztes Dr. Jasper (klasse: Ulrich Noethen) durch einen allergischen Schock ums Leben kommt, wird Mads von der Chefin der Mordkommission Petra Steinle (Lisa Martinek) ins Team befördert – sehr zum Ärger von Kollegin Doppelbauer (Brigitte Hobmeier). Und plötzlich taucht Andi bei Mads auf, nistet sich bei dessen Familie ein und zeigt auffälliges Interesse an den Ermittlungen.

Iris (Brigitte Hobmeier) bekommt einen unangenehmen Anruf. Warum wird sie von dem Fall abgezogen? Foto: ZDF/Manju Sawhney


Als „Tatort“-Kommissar in Saarbrücken hat Devid Striesow seinen Abschied bekannt gegeben, jetzt steigt er wieder in eine Krimireihe ein. „Das eine hat mit dem anderen nix zu tun. Da besteht kein Zusammenhang“, erklärt der 1973 in Bergen auf Rügen geborene Schauspieler. Die Figur des windigen Andi, der mit seinen Tricksereien an Striesows Frank Knöpfel aus „So glücklich war ich noch nie“ von Alexander Adolph erinnert, macht dem Mimen sichtlich Spaß. Liegt Devid Striesow die Rolle des Betrügers besonders? „Das weiß ich nicht. Das werden die Zuschauer entscheiden. Es macht auf jeden Fall Spaß eine so abgründige Figur zu spielen, die derart den eigenen Bruder täuscht. Die Figuren sind von den Autoren so prima ge- und beschrieben, dass man sich voll auf die Drehbücher verlassen kann.“

Die Autoren sind eben der vielfach ausgezeichnete Alexander Adolph, der u.a. die hochkarätige Reihe „Unter Verdacht“ mit Senta Berger entwickelte, und Eva Wehrum. Ein Team, das schon häufiger erfolgreich zusammengearbeitet hat. „Ich kenne Alexander jetzt schon ein paar Jahre und immer, wenn ich im Fernsehen auf Filme stoße, die ich in Sprachführung und Figurengestaltung besonders finde, finde ich seinen Namen im Abspann. Als Duo mit Eva Wehrum wird das jetzt nochmal potenziert – dies spürt man in den Figuren und in den Konstellationen. Eine Reihe, die mittel- und langfristig funktionieren kann - wenn es dem Publikum gefällt.“, schwämt Devid Striesow.

Dass es den Zuschauern gefallen wird, scheint eigentlich keine Frage. Die Besetzung des Krimis ist hervorragend, die gut und spannend konstruierte Geschichte watschelt nicht auf ausgetrampelten Krimipfaden daher und der erfahrene Regisseur Rainer Kaufmann („Die Apothekerin“) setzt alles souverän in Szene. Für Glanzlichter sorgt Devid Striesow mit seinem hinreißenden, wandlungsreichen Spiel, wobei Golo Euler ihm ein ebenbürtiger Partner ist.

Andi und Mads hätten großes Potential. Und das mit Golo auszuloten, würde eine mega Freude machen, erläutert Striesow im ZDF-Presseheft und ergänzt: „Ich freue mich wirklich sehr über die Möglichkeit, einen solch doppelbödigen Charakter in einem mehrteiligen Format zu spielen, weil man so natürlich eine viel größere Bandbreite der Rolle und seiner Fähigkeiten zeigen und immer wieder mit neuen Überraschungen aufwarten kann.“

Überraschend bleibt die Premierenfolge bis zum Schluss. Ob und wer seinen ersten Mord verübt, bleibt bis zum Ende unklar. Für die Brüder verändert sich jedenfalls einiges - auch ihre Beziehung. Da würde man gerne erfahren wie es weitergeht. Doch Devid Striesow, der momentan im Theatersektor sehr aktiv ist („Im nächsten Jahr stehe ich in Hamburg mit Maria Schrader in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ auf der Bühne.“), schweigt auf Nachfrage dazu. Der Schauspieler hofft aber, „dass wir 2019 mindestens einen Teil von „Schwartz & Schwartz“ weiter drehen.“ Gerne.

Schwartz & Schwartz – Mein erster Mord

Samstag, 27. Oktober 2018, 20.15 Uhr, ZDF


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