Schauspielerin im Interview Alwara Höfels: Deshalb bin ich beim Tatort ausgestiegen

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Til Schweiger hat die Theaterdarstellerin Alwara Höfels für seinen Film „Keinohrhasen“ entdeckt – heute gehört sie zu den gefragtesten deutschen Schauspielerinnen überhaupt. So gefragt, dass sie ihre Rolle als Tatort-Kommissarin getrost an den Nagel hängen konnte, als sie sich damit nicht mehr identifizierte. In einem Berliner Café erzählt die 36-Jährige, warum sie den Tatort hinschmiss, und spricht über ihren neuen Film „Aufbruch in die Freiheit“ (am Montag im ZDF):

Frau Höfels, stimmt es, dass Sie die Waren in Ihrem Einkaufswagen immer im Kopf auf den Cent genau zusammenrechnen?

Ja, wobei ich mittlerweile ein bisschen nachlässiger geworden bin. Aber es übt im Gehirnjogging.

Warum tun Sie das?

Das kommt aus einem biografischen Kontext, weil der Schauspielberuf, den meine Eltern immer noch ausüben, seine Aufs und Abs mit sich bringt. Da behält man die Situation besser unter Kontrolle. Ich bin ja bei meiner Mutter aufgewachsen, und da gab es halt auch Phasen, in denen das Geld nicht so parat war. Da überprüft man lieber, was man im Wagen hat, bevor man an der Kasse steht, zehn Mark zu wenig hat und sich die Blöße geben muss, ein paar Sachen wieder zurückzugeben. Mein Vater war da immer sehr schlau.

Inwiefern?

Bei ihm habe ich immer vorne im Einkaufswagen gesessen – ich durfte dann alles in den Wagen packen, was ich wollte, und er hat’s hintenrum wieder rausgepackt, während ich der Illusion anheimgefallen war, alles mitnehmen zu können.

Gab’s dann nicht spätestens an der Kasse eine Schreiattacke?

Nö, gar nicht, das hatte ich bis dahin doch alles schon wieder vergessen (lacht).

Rechnen Sie auch beim Großeinkauf für die ganze Woche mit?

Den Großeinkauf habe ich mir abgewöhnt, weil dann meistens zu viel im Kühlschrank übrig bleibt, was man am Ende wegwerfen muss. Das mag für eine Großfamilie sinnvoll sein, mir aber geht es mehr darum, gezielt einzukaufen. Ich überlege mir, was ich heute Abend Schönes kochen will, und kaufe dann keine 15 Zucchinis, sondern nur die eine, die ich dafür brauche.

Kennen Sie diese Aufs und Abs auch aus Ihrem eigenen Berufsleben?

Ich kenne inhaltliche Aufs und Abs, andererseits bin ich sehr privilegiert, seit ich in dem Beruf arbeite, und bin dankbar, wenn ich darüber nachdenke, dass ich eigentlich nahtlos arbeiten darf, was den wenigsten so passiert. Ich weiß aber sehr wohl um das Risiko dieses Berufes – ich werde ja auch älter, und für Frauen wird es in der Regel dann schwieriger.

Sie müssen also nicht Rollen annehmen, nur um die Miete zahlen zu können?

Ich habe mich noch nie aus finanziellen Gründen entschlossen, eine Arbeit zu machen. Bevor ich Schauspielerin wurde, habe ich mein Geld durchaus hart verdient, viel in der Gastronomie gearbeitet, immer abhängig vom Trinkgeld, das am Ende des Monats oft mehr eingebracht hat als der Stundenlohn. Meine Lebensbedingungen sind ja bis heute reduziert, ich habe keine Kinder, kein Auto und lebe nicht in einem großen Loft, sondern immer noch in meiner kleinen Mietwohnung hier in Berlin. Deshalb kann ich mir auch den Luxus leisten, etwas nicht zu tun, das ich nicht tun möchte.

Worauf würden Sie denn nicht verzichten wollen?

Gutes Essen. Ich esse sehr bewusst und achte darauf, woher ich meine Lebensmittel beziehe und dass nicht alles in Plastik verpackt ist. Obst und Gemüse kann man auch so kaufen, dass es eben nicht in Plastik steckt. Und man kann sich fragen, ob es gerade aus Neuseeland eingeflogen wurde oder hier um die Ecke in Brandenburg gewachsen ist. Das geht uns eigentlich alle an, auch wenn nicht jeder das Geld hat, im Bio-Markt einkaufen zu können.

Als Sie aus dem Dresdner Tatort ausgestiegen sind, haben Sie auch keine Kompromisse gemacht, sondern sich auf Ihre künstlerische Verantwortung berufen. Wie haben Sie das damals gemeint?

Es war anfangs die richtige Entscheidung, Ja zu dem Format zu sagen – es war aber auch die richtige Entscheidung, die Konsequenzen aus den Erfahrungen zu ziehen, die ich damit gemacht habe. Es gab einfach unterschiedliche Auffassungen zum Arbeitsprozess. Ein gutes Buch ist immer auch ein guter Film, der erzählt sich aus den Figuren heraus. Und Dresden wäre natürlich die Steilvorlage dafür gewesen, um Gesellschaft exemplarisch für ganz Deutschland zu erzählen. Darum habe ich sehr gekämpft, aber ich hatte am Ende das Gefühl, dass man diese Verantwortung nicht wahrgenommen hat und auch nicht wahrnehmen wollte. Das habe ich mir sechsmal angeschaut, immer begleitet von großen inhaltlichen Diskussionen, ohne dass sich etwas veränderte.

Sahen Sie die viel zitierte gesellschaftliche Relevanz des Tatorts nicht erfüllt?

Der Tatort ist nun mal deutsches Kulturgut bei den Zuschauerzahlen, die er hat. Ich war mir meiner Verantwortung in dem Zusammenhang durchaus bewusst und sah sie einfach nicht mehr gewahrt. Trotzdem möchte ich die Erfahrung nicht missen, weil es unglaublich viele Erfahrungswerte in meiner Schauspielidentität gab. Im Nachhinein bin ich nicht traurig, sondern finde es richtig und wichtig, wie es passiert ist.

So war der letzte Tatort mit Alwara Höfels

War es eigentlich immer schon klar, dass Sie mal Schauspielerin werden, oder hatten Sie auch mal andere Berufswünsche?

Ich hab mal damit geliebäugelt, Regisseurin zu werden, das hat mit dem ganzheitlichen Zugang zu Geschichten zu tun, der mir heute auch als Spielerin wichtig ist. Vielleicht tue ich es irgendwann auch noch.

Sie haben sich ja schon als Kind selbst Stücke ausgedacht, inszeniert und die Hauptrolle gespielt. Wann ging das los?

Eigentlich schon in der ersten Klasse. Meine Mutter war damals am Staatsschauspiel Stuttgart engagiert, und ich kam auf eine sehr schöne Privatschule. Ein Unterrichtsfach hieß da Rezitation, da ging es mehr oder weniger darum, Gedichte auswendig zu lernen und sie dann vorzutragen. Irgendwann gab’s mal die Aufgabenstellung, dass wir einen eigenen Text verfassen sollten. Ich hab dann einen Text über einen traurigen Clown geschrieben, der nach der Vorstellung dasitzt, sich abschminkt, am Ende die Nase abnimmt und über sein Leben reflektiert. Ein Leben, das eigentlich wenig Humor und kaum Höhen hatte.

So etwas haben Sie als Erstklässlerin geschrieben?

Ja, mich hatten Clowns schon immer interessiert, und der Widerspruch, den Sie in sich tragen. Ich hab dann in jedem Rezitationsunterricht, der einmal wöchentlich stattfand, ein neues Stück rausgehauen. Die Kollegen…(lacht)…, also meine Mitschüler, wurden eingebunden. Das war eine tolle Zeit, und die setzte sich an jeder Schule fort, auf der ich danach war. Meine Abschlussarbeit im Abitur war dann Fassbinders „Blut am Hals der Katze“, ein Stück, das eigentlich die wenigsten kennen, das man aber gut mit Schülern besetzen konnte. Ich hab auch Videoinstallationen gemacht, noch bevor die in den Theatern richtig angesagt waren. Das war das einzige Fach, in dem ich 15 Punkte abgeräumt habe.

Ihre Eltern haben Theater in großen Städten wie Berlin, München, Stuttgart oder Frankfurt gespielt – Sie sind aber in Kronberg im Taunus zur Welt gekommen.

Das hat nur damit zu tun, dass meine Mutter zu der Zeit am Staatsschauspiel Frankfurt engagiert war und eine kleine schöne Klinik suchte, um zu entbinden. Dadurch ist aber der Irrglaube entstanden, ich käme aus Kronberg, was natürlich nicht der Fall ist. Ich war da nur die ersten Stunden meines Lebens und bin dann nach Frankfurt verfrachtet worden.

Sie hatten von 2005 bis 2009 ein festes Engagement am Deutschen Theater hier in Berlin und haben es dann mit den Worten verlassen: „Sie wollen, dass ich vom Leben erzähle, ich führe aber keins mehr.“ Was ist da passiert?

Der Theaterbetrieb ist passiert. Dabei war das Theater nach der Schauspielschule die eigentliche Schule. Das ist der Boden von allem, und ich habe auch eine Riesensehnsucht, wieder auf der Bühne zu stehen, wenn auch nicht als festes Mitglied eines Ensembles. Als festes Mitglied hat man einen Fließbandjob, spielt abends die Premiere und sitzt am nächsten Tag bei der Leseprobe für die nächste Inszenierung. Das muss man ja auch irgendwo hernehmen. Und wenn man kein Leben mehr führt neben dem Theater, keine sozialen Kontakte mehr hat, nicht mehr am Leben teilnimmt, durch die Stadt flaniert, im Café sitzt, mit Menschen in Kontakt kommt oder die Zeitung liest – dann wird es schwierig. Für mich fand das nicht mehr statt, stattdessen bin ich von montags bis sonntags in diesem Apparat verschwunden.

Dann kam ein ziemlich krasser Gegensatz – Til Schweiger engagierte Sie für seinen Film „Keinohrhasen“.

Das kam schon während der Theaterzeit, den haben wir 2007 gedreht.

Und Sie haben mal gesagt, dass Sie Til Schweiger „ewig dankbar“ dafür seien.

Ja, weil er mich durchgesetzt hat. Es wurde ja monatelang gecastet für diese Figur, und das Konzept war eigentlich, ausschließlich bekannte Namen zu besetzen. Ich war damals im Grunde genommen ein „No Name“, aber Til war sich ziemlich sicher und hat mich dann auch gegen die große Produktionsfirma durchgesetzt. Dass es so ein Erfolg werden würde, wusste vorher natürlich niemand, aber für mich gingen dadurch über Nacht die Türen auf im Fernseh-Film-Deutschland. Manche fragten sich plötzlich, wer denn dieses leicht dickliche Mädchen mit den Zöpfen ist, das so lustig über Oralverkehr sinniert und so eine Spielfreude mitbringt. Das war ein Geschenk für mich.

Es gibt ja sehr unterschiedliche Sichtweisen auf Til Schweiger. Die einen stößt er vor den Kopf, aber in der Branche hört man eigentlich nur Positives über ihn.

Von mir auch. Er ist ein feiner, loyaler Mensch. Ich finde eher den Umgang mancher Medien mit ihm problematisch. Es ist ja eh ein Fluch in Deutschland, wie wir mit unseren Künstlern umgehen. Til Schweiger hat Filme gemacht, die Millionen Menschen ins Kino geholt haben und vielleicht kurzweilige, aber gute Unterhaltung waren. So etwas hat doch seine Existenzberechtigung, und das könnte man durchaus auch mal anerkennen, auch wenn andere Leute andere Filme gucken.

Sie haben jetzt aber schon länger nichts mehr mit ihm gemacht, oder?

Oder er mit mir nicht. Ich führ ja noch keine Regie, aber vielleicht machen wir’s ja mal andersrum und ich besetze ihn (lacht). Ich glaube, er ist mir genauso verbunden wie ich ihm. Wobei ich Freunde eigentlich eher in anderen Zusammenhängen habe.

Darauf legen Sie offenbar Wert.

Was heißt Wert legen? Das passiert mir eben. Das sind ja teilweise Geflechte, die es schon über 20 Jahre schon gibt. Da werde ich nicht anfangen zu überprüfen, ob ich jetzt mal andere Freunde brauche.

Ich muss jetzt mal eine Frage loswerden...

Jetzt bin ich gespannt.

Was haben Sie da auf der Wange?

Ganz einfach: ein Muttermal. Pigmente in einer sehr eigenartigen Farbe und Struktur. Je nach Kontext wird das auch unterschiedlich erzählt – es ist doch ganz schön, nicht nur ein ebenes, nettes Gesicht zu erzählen. Und wenn’s nicht passt, wird’s einfach knallhart abgedeckt.

Sie sind jetzt in zwei Filmen zu den Themen Abtreibung und Lohngerechtigkeit zu sehen – für Sie, die 1982 geboren wurden, historische Stoffe?

Beim Thema Lohndiskriminierung ist es einerseits historisches Material und andererseits immer noch brandaktuell. Es ist Realität, dass Frauen heute in Deutschland bei gleicher Arbeit immer noch 21 Prozent weniger verdienen als Männer. Also ist die Geschichte aus den 70er-Jahren auch meine Realität. Und beim Paragrafen 218 ist vielen Leuten gar nicht bewusst, dass er auch heute noch existiert. Er ist 1995 zwar gelockert worden, aber es gibt ihn bis heute. Eine Frau, die entscheidet, ein Kind nicht zu bekommen, und sich diese Entscheidung sicher nicht einfach macht, ist immer noch nicht in der Selbstbestimmung und kann das einfach so tun. Wir leben in einer modernen Kultur, haben aber keine moderne Gesellschaft im Angebot.

Wie meinen Sie das?

Gerade die Stellung der Frau in der Gesellschaft steht immer noch zur Disposition und wirft für mich zu viele Fragen auf. Da ist es vielleicht gar nicht schlecht, sich mal die Anfänge der Emanzipationsgeschichte anzuschauen.

Würden Sie sich als frauenbewegt bezeichnen?

Ich würde mich als gesellschaftsbewegt bezeichnen. Diese Fragen sind geschlechterunabhängig zu denken und zu beantworten. Ich hab auch keine Lösungsansätze für alles, aber ich sehe andere Länder, die anders damit umgehen.

Zum Beispiel?

In Skandinavien gibt es die Elternschaft für Frauen und Männer. Drei Monate die Frau, drei Monate der Mann, drei Monate teilen sie es sich. Das hat natürlich zur Folge, dass es sich ein Arbeitgeber bei einem jungen Mann genauso überlegt wie bei einer jungen Frau, ob er ihn einstellt. Bei uns ist es ja meistens die Frau, die eine Lücke im Lebenslauf hinterlässt und dann nur in den Billiglohnsektor zurückkehrt oder in prekäre Arbeitsverhältnisse abrutscht, nachdem sie ein Kind bekommen hat. Mit der Folge von immer mehr alleinerziehenden Müttern und Kinderarmut.

Wie wichtig war es für „Aufbruch in die Freiheit“, dass mit Isabell Kleefeld eine Frau Regier geführt hat?

Unwichtig. Auch das sehe ich geschlechterunabhängig. Für mich sind denkende Menschen interessant. Ob das Männer oder Frauen sind, ist doch eigentlich egal. Dennoch halte ich die Frauenquote für notwendig, um etwas geradezurücken und ein Bewusstsein für uns alle zu schaffen.

„Aufbruch in die Freiheit“ ist für mich der emotional tiefergehende Film von den beiden.

Das hat auch mit den Figurenzeichnungen zu tun. Bei „Aufbruch in die Freiheit“ hatten wir wirklich dreidimensionale Figuren, gerade auch die Männer. Zum Beispiel Christian Erdmann, der den Ehemann von Anna Schudt spielt. Dabei war es gerade bei ihm nicht so einfach, nicht mit der Keule draufzuhauen, sondern ein nachvollziehbares Rollenbild zu erzählen. Eines, das vaterlos ist, den Krieg noch mitdenkt – das war schon sehr genau.

Anna Schudt ist in ihrer Rolle…

…einfach großartig. Ich bin nur verliebt. In die Spielerin und auch den Menschen, das ist ein tolles Gesamtpaket. Preise bitte!

Ist Ihre Rolle in „Aufbruch in die Freiheit“ eigentlich an die reale Alice Schwarzer angelehnt, die ja seinerzeit Initiatorin des „Stern“-Titels „Ich habe abgetrieben“ war?

Nee, darüber haben wir nie gesprochen. Aber wir waren tatsächlich im Kölner Frauenturm, wo der Hauptsitz und das Archiv der „Emma“ sind. Wir haben da viel Recherche betrieben, es gab Geschichten von Frauen, die das alles erlebt hatten. Und auch Berichte über Frauen, die damals umgekommen sind, worüber auch niemand spricht. Aber es haben damals viele Frauen ihr Leben gelassen, weil sie elendig verblutet sind.

Senta Berger und Romy Schneider gehörten auch zu den Unterzeichnerinnen von „Ich habe abgetrieben“. Wie bewerten Sie das aus heutiger Sicht?

Großartig, voll in der Verantwortung eines Künstlers. Es war richtig, das zu tun, unabhängig davon, ob sie abgetrieben hatten oder nicht. Es geht darum, eine Haltung zu haben, Haltung gibt Halt. Da kann man natürlich als öffentliche Person das offen stehende Fenster nutzen, um Botschafterin für wichtige Themen zu werden und nicht nur über sein Privatleben zu reden, was am Ende dann wahrscheinlich doch sehr langweilig ist.

Wenn man sich die beiden Filme ansieht, muss man aus heutiger Sicht wohl konstatieren, dass der Fortschritt eine Schnecke ist.

Oder sogar, dass er rückläufig ist. Man hat heute doch fast das Gefühl, dass wir einen Rücksprung gemacht haben. Umso notwendiger sind solche Filme, um wieder Denkanstöße zu liefern und den Diskurs darüber wieder ins Laufen zu kriegen.

Wie aktuell ist das Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in Ihrer Branche?

Da muss man das noch mal anders denken, weil man sich als Spieler einen gewissen Marktwert erarbeitet. Aber es gibt auch hier Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Entlohnung. Ich finde es richtig, dass Kollegen von mir das zum Thema gemacht und gleiche Entlohnung eingefordert haben. Man kann immer wieder nur dazu auffordern, da zur Stimme zu finden – oder es selbst tun.

Alwara Höfels

wird am 6. April 1982 in Kronberg/Taunus als Tochter des Schauspielerehepaars Klara Höfels und Michael Greiling geboren. Nach der Trennung ihrer Eltern wächst sie bei der Mutter auf, die sich in Berlin als Begründerin des sogenannten Autorentheaters einen Namen macht. Nach dem Abitur studiert sie Schauspiel an der „Ernst Busch“ in Berlin und gehört von 2006 bis 2009 zum festen Ensemble des Deutschen Theaters.

2007 entdeckt Til Schweiger sie für seine Kinokomödie „Keinohrhasen“. Auch in „Fack ju Göhte“ strapaziert sie die Lachmuskeln des Publikums, ist aber auch in ernsthafteren Filmen zu sehen. 2016 debütiert sie neben Karin Hanczewski und Martin Brambach als Kommissarin Henni Sieland im Tatort aus Dresden. Nach sechs Folgen steigt Höfels Ende 2017 aus dem Format wieder aus, nachdem es offensichtlich zwischen ihr und dem federführenden MDR zu Differenzen gekommen ist. Aktuell ist sie am kommenden Montag im hervorragenden ZDF-Abtreibungsdrama „Aufbruch in die Freiheit“ zu sehen, am 14. November im Rahmen der ARD-Themenwoche „Gerechtigkeit“ im Fernsehfilm „Keiner schiebt uns weg“ über den Kampf von Frauen um gerechten Lohn.

Alwara Höfels lebt in Berlin und spricht in der Öffentlichkeit ungern über ihr Privatleben.


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