DSDS 2019 mit neuer Jury Xavier Naidoo sitzt bei DSDS neben Bohlen

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Neu in der DSDS-Jury 2019: Xavier Naidoo sitzt bald neben Bohlen. Foto: Kadir CaliskanNeu in der DSDS-Jury 2019: Xavier Naidoo sitzt bald neben Bohlen. Foto: Kadir Caliskan

Berlin. Xavier Naidoo wird DSDS-Juror. Eine Sensation nennt RTL das selbst – verschweigt aber, warum das wirklich ein Coup ist.

Xavier Naidoo wird DSDS-Juror. In der 16. Staffel des RTL-Castings wird der Sänger neben Dieter Bohlen und Pietro Lombardi sitzen, wie der Sender jetzt mitteilte. Wer die Nummer vier in der Jury sein soll, ist bislang noch offen.


Drei von vier Juroren stehen fest

Schon vor einigen Wochen hatte der Sender Pietro Lombardis Engagement vermeldet, der als erster DSDS-Kandidat hinter dem Jury-Pult Platz nimmt. Mit Xavier Naidoo folgt nun ein noch größerer Name. "Der vielfach ausgezeichnete Künstler hat wie kein anderer die deutsche Popmusik geprägt", schreibt RTL in seiner Pressemitteilung und verweist auf Hits wie das Debütalbum "Nicht von dieser Welt", das sich über 1,5 Millionen Mal verkaufte. "Er ist nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands, sondern bringt auch Erfahrungen als Songwriter, Producer, Musik-Dozent und TV-Entertainer mit und vereint damit geballte Musikkompetenz in einer Person." ("Marionetten": So verlief die letzte Debatte um Xavier Naidoo)


Naidoo – ein Juror mit Skandalwert

Der Sender gibt sich siegesgewiss und nennt seine Mitteilung selbst "DIE Sensationsnachricht". Tatsächlich speist sich der Aufmerksamkeitswert der Personalie nicht nur aus Naidoos Verkaufserfolgen oder seinen quotenstarken Auftritten als einstiger Gastgeber der Vox-Show "Sing meinen Song". Mit dem 47-Jährigen wechselt ein Künstler zu DSDS, der noch mehr polarisiert als Dieter Bohlen selbst. Mal wirbelt er in Hidden Tracks Kindesmissbrauch, Abtreibung und Homosexualität durcheinander (Zitat: "Ihr tötet Kinder und Föten und dir zerquetsch ich die Klöten"), mal spricht er vor Reichsbürgern und verbreitet krude Thesen zu den Anschlägen des 11. Septembers. Nach seinem als rechtspopulistisch kritisiertem Song "Marionetten" distanzierte sich sogar Mannheim vom berühmten Sohn der Stadt.

Vor drei Jahren eskalierte die Debatte um Naidoo, als der NDR ihn ohne Vorentscheid zum Eurovision Song Contest schicken wollte. Nach heftiger medialer Kritik zog der Sender seine Entscheidung zurück, was eine erneute Protestwelle, nun der Weggefährten Naidoos, nach sich zog. Für einen Sender wie den NDR war das ein Debakel. Bei RTL und DSDS trifft diese Form der öffentlichen Erregung dagegen den Markenkern. (Hurensöhne Mannheims: Böhmermann parodiert Naidoo)




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