Preisgekrönte Serie geht heute weiter "4 Blocks": Warum Sie die zweite Staffel nicht verpassen sollten

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Den deutschen Pass hat Familienoberhaupt "Tony" Hamadi endlich, seine kriminellen Machenschaften enden dadurch aber nicht. Foto: TNT SerieDen deutschen Pass hat Familienoberhaupt "Tony" Hamadi endlich, seine kriminellen Machenschaften enden dadurch aber nicht. Foto: TNT Serie

Osnabrück. Die preisgekrönte Gangster-Serie "4 Blocks" um den arabischen Hamady-Clan in Berlin wird heute, am Donnerstag, 11. Oktober 2018, auf TNT Serie, empfangbar unter anderem über Sky fortgesetzt. Nach den genialen ersten sechs Episoden glänzt die Serie auch in Staffel zwei dadurch, dass sie am Puls der Zeit ist und zeigt, dass Fiktion und Realität nicht immer weit auseinander liegen müssen.

Clan-Oberhaupt Ali "Toni" Hamady (Kida Khodr Ramadan) hat sein Ziel erreicht. Nach fast drei Jahrzehnten in Deutschland hat er endlich seinen Pass. Mit dem Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft sollten auch "Tonis" illegalen Machenschaften enden – so zumindest sein Versprechen an seine Frau Kalila (Maryam Zaree). Doch das Gegenteil ist der Fall. Die schmutzigen Geschäfte der Hamadys laufen besser denn je.

"4 Blocks" – Der Trailer zur zweiten Staffel:



Konflikt mit anderem Araberclan

Wie tief der Familienverband im kriminellen Milieu verwickelt ist, verdeutlichen bereits die ersten Szenen der zweiten Staffel von "4Blocks". Ein Jahr nach dem dramatischen Showdown mit der Motorradgang "Cthulhu"  reist "Toni" in den Libanon. Dort besucht er den Mafiaboss, der aus Beirut heraus entscheidet, wer in der Berliner Unterwelt das Sagen hat. Er hat "Toni" als neuen Berlin-Chef auserkoren. Leidtragende der Expansion der Hamadys sind die kriminellen Konkurrenten der mächtigen al-Saafi-Familie. 

Gewalt und Kriminalität sind auch in Staffel zwei von "4 Blocks" die Themen, die im Fokus der Gangster-Serie stehen. Foto: TNT Serie

Freilich geben sie die Kontrolle über Berlin nicht kampflos auf. Angeführt vom kultivierten und intelligenten Boss Mohammad (Ahmed Hefiane) wollen sie Rache, denn sie haben an Einfluss und Reichtum verloren. Es entwickelt sich eine Fehde zwischen den beiden Araber-Clans. Mittendrin ist dabei eine Gruppe Tschetschenen, die für die al-Saafis die Drecksarbeit verrichten. Natürlich bleibt es während des Konflikts nicht bei Drohungen und Anfeindungen. Auf allen Seiten fordern die Machtkämpfe Todesopfer. 

Interview mit "4 Blocks"- Schauspielerin Almila Bagriacik

Staffel zwei macht allerdings noch weitere Handlungsstränge auf. "Tonis" Bruder Abbas (Veysel Gelin) muss ins Gefängnis, die Hamadys haben einen Verräter in ihren Reihen, Chefermittler Hagen Kutscha (Oliver Masucci) greift zu unorthodoxen Methoden, um den Araberclan zur Strecke zu bringen und auch das Thema Gefühle spielt eine große Rolle. 

Wann läuft "4 Blocks" im TV?

Ab Donnerstag, 11. Oktober, wöchentlich, um 21 Uhr auf TNT Serie (Sky), ab 2019 auf ZDFneo.

Rapper GZUZ neu dabei

Rapper GZUZ spielt in der zweiten Staffeln von "4 Blocks" eine Nebenrolle. Foto: imago/Jan Huebner

Zu sehen ist die Serie ab heute jeden Donnerstag um 21 Uhr auf TNT Serie, empfangbar unter anderem über Sky. ZDFneo will die neue Staffel 2019 zeigen. Bei der Produktion vertraut der Pay-TV-Sender auf bewährte Kräfte: Regie führen Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) und Özgür Yildirim („Nur Gott kann mich richten“). Auch das Autorentrio Hanno Hackfort, Bob Konrad, Richard Kropf und die Produktionsfirma Wiedemann & Berg sind wieder dabei. Verstärkt wird der Cast von Rapperin Eunique, Rapper GZUZ und Schauspieler David Schütter.

Fiktion und Realität

Gewaltexzesse, Drogenkrieg, illegale Geschäfte in der Unterwelt: Wie schon in den sechs Folgen der ersten Staffel besticht "4 Blocks" auch in den Episoden 7 bis 13 dadurch, dass sie einen fiktiven Einblick ins Milieu krimineller arabischer Clans liefert und mit schillernden Klischees spielt. Die Serie macht das Leben in einer Parallelgesellschaft greifbar. Dass Fiktion und Realität manchmal sehr dicht beieinander liegen können, zeigt aktuell die Ermordung von Nidal R. Der libanesische Intensivtäter wurde Anfang September vor den Augen seiner Familie in Berlin-Neukölln erschossen. Hintergrund soll ein Streit mit Mitgliedern anderer krimineller Familien sein. Bei der Beerdigung des Libanesen versammelten sich hinterher 2000 Mitglieder der mächtigsten Familienclans wie Abou-Chaker, Miri , Al-Zein oder Remmo. 

Wie "Sopranos" oder "Gomorrha"

Durch die vielen parallelen Handlungen verliert die Serie im Vergleich zur ersten Staffel, die insgesamt 14 Auszeichnungen – darunter der Grimme-Preis und drei Auszeichnungen beim Deutschen Fernsehpreis – erhielt, etwas an Spannung. Zudem ist das Fehlen der Schauspieler Frederick Lau und Ronald Zehrfeld, die in den ersten Folgen noch tragende Rollen hatten, bedauerlich. Dennoch gilt: Wer auf Mafia-Serien wie "Die Sopranos" und "Gomorrha" steht oder generell vom Clan-Leben in Neukölln fasziniert ist, wird vor allem dank der herausragenden schauspielerischen Leistung von Kida Khodr Ramadan auch von der zweiten Staffel gefesselt sein.


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