Freitagabend im TV Zu viel ist zu wenig: „Die Eifelpraxis - Rachegelüste“ im Ersten

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Immer ist irgendwas: Versorgungsassistentin Vera (Rebecca Immanuel) in der ARD-"Eifelpraxis".Immer ist irgendwas: Versorgungsassistentin Vera (Rebecca Immanuel) in der ARD-"Eifelpraxis".

Osnabrück. Am Freitag, den 28.9.18 zeigt Das Erste um 20.15 Uhr den sechsten Teil der Reihe „Die Eifelpraxis" mit Rebecca Immanuel.

Seit Längerem läuft im Ersten ein Experiment: am Freitagabend sollen Reihen etabliert werden, Filme, die zusammenhängen und ein festes Kernpersonal an Figuren stellen, welche dem Zuschauer ans Herz wachsen. „Die Eifelpraxis“ ist eine solche Reihe, die mit „Rachegelüste“ nun schon die sechste Episode ins Rennen schickt, eine weitere steht bereits in den Startlöchern. Wie immer dreht sich auch diesmal alles um die vielbeschäftigte Versorgungsassistentin Vera (Rebecca Immanuel). Sie hetzt von einem Patienten zum nächsten und will allen gerecht werden.

Zu viele Erzählstränge 

Das ist auch das Problem des Films: Vermutlich um den Reihencharakter zu wahren, werden so viele Bälle in der Luft gehalten, dass keiner wirklich hängenbleibt. Dabei hätte sowohl das brisante Verhältnis von Veras Sohn zu seiner neuen (sterbenskranken!) Lehrerin, als auch die Suche von Veras (platonischem) Freund nach dem Mann, der seinen Bruder überfahren hat, das Potential einen ganzen 90-Minüter zu tragen. Stattdessen geht es dem Zuschauer wie der gestressten Alleskümmerin Vera: Immer ist irgendwas, aber nie ist genug Zeit. Was übrig bleibt, sind erzählerische Versatzstücke aus einer Zeit, in der Das Erste noch einer von zwei überregionalen TV-Sendern in Deutschland war.

Wertung: 3 von 6 Sternen


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