Debüt im Tatort aus Kiel Almila Bagriacik: „Die coolste Sau der Welt“ an Borowskis Seite

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Mit 5 kam Almila Bagriacik nach Berlin, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Mit 16 beherrschte sie fünf Sprachen, mit 28 gibt der Star aus „4 Blocks“ am Sonntag in Kiel ihr Debüt als jüngste Tatort-Kommissarin. Über ihren Deutschlehrer namens Borowski und ihren Kollegen Axel Milberg sprechen wir im Interview.

Frau Bagriacik, am Sonntag werden Ihnen etwa zehn Millionen Menschen bei der Arbeit zusehen. Macht Sie das nervös?

Ja, ich bin total aufgeregt. Aber ich möchte auch, dass es endlich losgeht, und freu mich mega darauf.

Wissen Sie schon, wo und mit wem Sie gucken werden?

Ich möchte gern zusammen mit Familie, Freunden und meinen Nachbarn gucken. Es gibt hier in Berlin ja diverse Tatort-Cafés und -Bars, in eine von denen werden wir wohl gehen. So, wie es die Tradition verlangt (lacht).

Immer mit einem Auge auf den sozialen Medien?

Nein, das mag ich nicht. Das mache ich im Nachhinein.

Sie haben auf Instagram immerhin 45000 Follower.

Mittlerweile sind es sogar 51000.

Aber die wollen Sie nicht schon während der Ausstrahlung versorgen?

Nein. Wir machen bestimmt Storys, bevor wir gucken, aber während der Tatort läuft, möchte ich nicht unterbrochen werden. Ich habe ihn ja schon mal gesehen, also werde ich wohl den größten Teil der Zeit damit verbringen, die Menschen um mich herum zu beobachten, um zu sehen, wie sie reagieren.

In der Türkei werden Sie ja schon auf der Straße erkannt. Was dagegen, wenn es in Deutschland bald auch so ist?

Ich bin ja schon seit elf Jahren Schauspielerin in Deutschland, und ich habe es bisher sehr genossen, quasi undercover zu bleiben. Jetzt kann ich mir noch gar nicht vorstellen, was für ein Ausmaß das haben wird. Aber ich habe kein Problem damit, freu mich auch und mache gerne Fotos mit Menschen, die auf mich zukommen. Aber ich mag es eben auch, unerkannt zu bleiben.

Wie sind Sie eigentlich an die Rolle gekommen – haben Sie sich beworben, oder hat man Sie gefragt?

Ich habe über meine Agentur eine Casting-Anfrage bekommen. Gesucht wurde eigentlich ein ganz anderer Typ, eine Schwedin Mitte oder Ende dreißig. Ich hab mich deshalb gewundert, aber dann gedacht: Okay, ich geh da jetzt einfach mal hin, werde mein Bestes geben, und dann gucken wir, was passiert.

Mit blonder Perücke?

(lacht) Nein, so wie ich bin. Am Ende wurde die Rolle angepasst – ich fand es mutig von allen Entscheidungsträgern, diesen Schritt zu gehen. Für mich war das eine tolle Bestätigung.

Sie haben ja schon jede Menge Filme gedreht – ist Tatort etwas Besonderes?

Absolut. Tatort ist wie ein Ritterschlag. Was ich so toll finde, ist, dass man immer sicher sein kann, mit einer Top-Besetzung zusammenzuarbeiten. Die Kollegen und die Crew sind Best of Deutschland. Das hat eine ganz besondere Arbeitsqualität. Auf der einen Seite ist das eine Ehre, auf der anderen Seite kann ich so meinen Job natürlich auch am besten erfüllen.

Mit 28 sind Sie die jüngste Tatort-Kommissarin von allen. Fühlen Sie sich alt und reif genug für die Rolle?

Das ist eigentlich der falsche Begriff. Man muss nicht alt und reif sein für diesen Job, weder als Schauspielerin noch als Kommissarin im wirklichen Leben. Natürlich muss man sehr zielstrebig sein in seinem Lebenslauf und immer dranbleiben, um weiterzukommen. Ich fühle mich diesem Job jedenfalls sowohl als Mila Sahin als auch als Almila Bagriacik gewachsen. Ich bin total dankbar für die Rolle der Mila Sahin, die ist einfach die coolste Sau der Welt (lacht). Ich mag die richtig gern, mit der würde ich auf jeden Fall abhängen. So schnell wird mir mit der bestimmt nicht langweilig.

Sibel Kekilli hat wie Sie türkische Wurzeln, wollte aber einen deutschen Rollennamen und hieß im Tatort Sarah Brandt. Bei Ihnen ist es anders, da wird der Hintergrund eingebaut.

Es ist nicht so, dass ich darauf bestanden hätte, eine türkische Rolle zu spielen. Und ich habe auch nicht auf einen deutschen Namen bestanden, sondern bin ganz offen an die Sachen herangegangen, hab mich mit unserem Head-Autor Sascha Arango hingesetzt und ihm von mir erzählt, was meine Stärken sind und welche Fähigkeiten man Mila Sahin von mir geben könnte. Das war ein total befruchtendes Gespräch. Ich habe jedenfalls kein Problem damit, eine Türkin oder jemanden mit einem türkischen Hintergrund zu spielen, sondern halte es eher für ein Hintergrundgeräusch. Die Herkunft ist ja nur eine Farbe von vielen, zu einem Menschen gehört ja noch viel mehr.

Sie tauchen erst nach 28 Minuten zum ersten Mal auf, und Ihre erste Szene ist gleich ziemlich schräg: Mila Sahin ist eine Woche vor dem eigentlichen Dienstantritt schon in ihrem Büro, um einen Boxsack unter die Decke zu hängen, der Walter heißt und von ihr als „Kumpel und Coach“ beschrieben wird. Was soll uns das über Mila Sahin sagen?

Diese Szene beschreibt doch schon viel von ihrem Charakter und was sie demnächst zum Tatort beitragen wird. Sie bringt einen gewissen Schwung mit, ist impulsiv, intelligent, schlagfertig und vor allem fleißig. Boxen verlangt ja auch viel Disziplin. Ich glaube, dass dieser erste Eindruck sehr wichtig ist.

Das Boxen ist eine der Parallelen zwischen Mila Sahin und Ihnen. Sie haben ja auch mal geboxt. Wie lange?

Nicht so lange. Als ich nach Deutschland kam, konnte ich halt noch kein Deutsch, deshalb haben meine Eltern daran gearbeitet, dass ich mich auch auf anderen Ebenen ausdrücken kann. Ich habe mit Ballett angefangen, Modern Dance gemacht, viel Jazz – und danach wollte ich etwas Sportlicheres machen. Ich habe mich dann fürs Boxen entschieden, weil mein Vater ja auch Sportreporter ist und ich seine Fotos vom Boxen faszinierend fand, auf denen eingefangen ist, wie der Schweiß nach einem Schlag durch die Luft fliegt. Nicht dass ich deshalb Gewalt verherrliche, aber dieser Sport hat mich einfach fasziniert, und ich durfte dann für ein paar Jahre da reinschnuppern.

Und heute?

Mache ich nur noch Antigravity-Yoga. Das ist megagut für mich, man macht ganz viel Sport, hat Spaß dran und meditiert dabei auch noch.

Was ist Ihnen sonst wichtig an dieser Mila Sahin?

Ich habe diese türkische Herkunft der Figur angenommen, um im deutschen Fernsehen und generell zu zeigen, dass es überhaupt keine Rolle spielt, woher man kommt, sondern dass man durch ganz andere Adjektive beschrieben wird.

Wie lange planen Sie mit dem Tatort?

In meiner Wunschvorstellung so lange, wie es geht. Es ist alles sehr frisch, wie eine neue Liebe für diese Rolle, dieses Projekt. Wenn man so eine große Liebe hat, wünscht man sich ja auch irgendwann, mit dieser Liebe sesshaft zu werden. Und das wünsche ich mir für den Tatort (lacht).

Sie waren ja schon ein Fan Ihres Partners Axel Milberg, ohne es gewusst zu haben.

Ja, das war ein bisschen spooky (lacht). Ich habe immer die Hörbücher gehört, in denen er den Kommissar Wallander gesprochen hat. Aber noch witziger ist: Mein Lieblingslehrer in der Grundschule war ein Herr Borowski. Der war super-geduldig mit mir und meinem Deutsch, der hat mir immer Mut gemacht.

Für Axel Milberg ist es der 32. Borowski-Tatort, für Sie der erste. Wie begegnet man sich da am Set?

Auch wenn man die Formulierung mittlerweile zu oft hört – wir begegnen uns auf Augenhöhe. Das beschreibt es tatsächlich am besten. Ich finde ihn als Menschen sehr inspirierend und beobachte sehr gerne, wie er die Dinge angeht. Er ist nicht der Typ, der mir jetzt zeigt, wo’s langgeht, sondern nimmt einen mit auf einen gemeinsamen Weg. Er ist so intelligent und wortgewandt – egal, über was man mit ihm redet, es ist einfach herrlich (lacht). Ich habe ganz viel Spaß mit Axel.

Eigentlich wollten Sie ja gar nicht zum Film, sondern Diplomatin werden. Was hat Sie daran gereizt?

Meine Eltern hatten viele Freunde in der Botschaft, deshalb waren öfters mal Diplomaten bei uns zu Besuch. Da wurde dann viel über die politische Situation diskutiert, was ich damals in der Pubertät gar nicht hören wollte, mich aber dennoch stark beeinflusst hat. Und ich fand’s natürlich toll, dass die überall parken durften. Ich hab dann gedacht: Okay, ich lerne jetzt so viele Sprachen, wie ich nur kann, und hab dann tatsächlich mit 16 fünf Sprachen gesprochen.

Welche?

Deutsch, Türkisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Ich dachte, damit könne ich dafür sorgen, dass die Welt mehr miteinander kommuniziert. Aber überall parken zu dürfen und viel zu reisen war mir eben auch wichtig (lacht). Ich wollte auch immer schon andere Kulturen kennenlernen, und je älter ich wurde, desto mehr fiel mir auf, wie schön dieser Beruf der Diplomaten ist. Mein Weg war dann doch ein anderer, aber als Schauspielerin reise ich ja auch viel und versuche, über Empathie mit anderen Menschen zu kommunizieren. Nur das mit dem Parken ist auf der Strecke geblieben (lacht).

In der Schule wurden Sie ja anfangs gehänselt, weil Sie noch kein Deutsch konnten.

Am Anfang war es schwierig, aber das war nur in der Vorschule und im ersten Jahr. Dann aber bin ich schnell Schulsprecherin und alles Mögliche geworden. Ich hab mir einfach gedacht: Ich werde irgendwann so gut Deutsch sprechen, dass ihr, wenn ihr nur meine Stimme hört, gar nicht mehr merkt, dass ich nicht Deutsche bin. Mein Lehrer Herr Borowski hat mir damals wirklich sehr geholfen. Ich hatte nicht das Gefühl, eine Außenseiterin zu sein, aber ich mochte es, anders zu sein. Und ich dachte, daraus jetzt keine Schwäche zu machen, sondern eine Stärke zu ziehen. Ich konnte mit fünf kein Deutsch, aber heute bin ich Tatort-Kommissarin. Man muss den Menschen einfach die Chance geben und sie an die Hand nehmen. Ich habe es immer als Chance gesehen, in Deutschland zu sein und von diesem Bildungssystem profitieren zu können.

Was offensichtlich funktioniert hat.

Manchmal fanden es türkische Freunde komisch, dass mein Türkisch sehr sauber ist. Das war uncool, genauso wie anderen mein sauberes Deutsch zu uncool war. Wir haben zu Hause nur Türkisch gesprochen, weil meine Eltern nicht wollten, dass wir miteinander falsches Deutsch sprechen. Sie haben gesagt: Türkisch lernst du von uns und Deutsch von Herrn Borowski.

Eine andere Lehrerin hat Ihnen dann nicht zugetraut, aufs Gymnasium zu gehen?

Doch, das Gymnasium hat sie mir schon zugetraut, sie hat mir auch die Gymnasialempfehlung gegeben. Aber sie meinte, ich solle doch in Kreuzberg aufs Gymnasium gehen, das war ihr Wunsch, weil sie meinte, in Wilmersdorf könnte es zu schwierig für mich sein. Und dann habe ich in der Probezeit einen Notenschnitt von 1,5 gehabt und ihr eine Kopie mit der Post geschickt. Ich glaub, sie hat sich gefreut, denn das war ja nicht böse von ihr gemeint.

Ist es richtig, dass Sie mittlerweile auch Arabisch gelernt haben?

Ich würde nicht sagen, dass ich Arabisch sprechen kann, aber ich kann für arabische Rollen Texte lernen. Ich kann auch ein bisschen Russisch, mir fallen Sprachen nicht schwer, weil ich ein Gehör dafür habe. Aber ich brauche dennoch jedes Mal einen Coach oder eine Person, die mir die Texte vorspricht. Auch deshalb bin ich Berlin so dankbar – ich konnte hier mit so vielen Kulturen gleichzeitig groß werden, das empfinde ich als echten Reichtum.

Dass Sie zum Film gekommen sind, verdanken Sie einem Zufall. Eigentlich wollten Sie ja nur zum Metzger…

Es gibt einen türkischen Film, der mich mit 15 oder 16 sehr beeindruckt hat: „Alles über Mustafa“. Die Musik dazu hatte die Band Mor Ve Ötesi gemacht, und die spielte dann plötzlich bei uns in Berlin im SO 36. Meine Mutter hatte mir genau 20 Euro gegeben, um Fleisch fürs Abendessen zu kaufen, und auf dem Weg sah ich das Plakat und hätte mir von dem Geld auch ein Ticket fürs Konzert holen können. Ich hab dann trotzdem das Fleisch geholt, meiner Mama aber erzählt, dass ausgerechnet heute Abend Mor Ve Ötesi spielt. Und obwohl sie gerade ein schönes Essen für die ganze Familie kochte, hat sie mir das Geld fürs Ticket gegeben und erlaubt, alleine dahinzugehen. Ich war ganz überrascht, dass ich mit 16 komplett alleine auf ein Konzert gehen durfte – und als ich da war, wusste ich auch warum: Alle ihre Kollegen waren auch bei dem Konzert.

Und warum hat Sie dieser Abend zum Film gebracht?

Mir hat Mehmet Atesci, der dort fotografierte und parallel für den Film „Die Fremde“ Gesichter castete, einen Flyer gegeben, mit dem deutsch-türkische Schauspielerinnen gesucht wurden. Anfangs habe ich mich nicht getraut, aber meine Eltern haben mir Mut gemacht und mich dann auch zum Casting gebracht. Das war harte Arbeit – wir wurden dreieinhalb Monate lang gecastet, und am Ende hat’s geklappt.

Und dann haben Sie in „Die Fremde“ ausgerechnet die Schwester von Sibel Kekilli gespielt, die dann später beim Kieler Tatort Ihre Vorgängerin werden sollte. Haben Sie mit ihr mal darüber gesprochen?

Noch nicht, ich hab sie lange nicht mehr getroffen. Ich glaube, Sie ist viel in Amerika und dreht da.

Ist das ein Weg, der Sie auch interessieren würde – nach Amerika und so etwas wie „Games of Thrones“ drehen?

Auf jeden Fall. Ich möchte aber auch unfassbar gerne mal in Frankreich oder Italien spielen. Ich würde schon sehr gern als Schauspielerin ein bisschen rumkommen.

Dann planen wir Ihren Lebensweg mal weiter. Über Frankreich und Italien nach Hollywood geht klar – was haben Sie sonst noch für Pläne neben der Schauspielerei?

Ich muss unbedingt meinen Schrebergarten fertig bekommen. Unser Vereinsvorsitzender ist großartig, wir verstehen uns super, aber ich muss endlich meine Laube machen. Die alte ist wegen Asbest abgerissen worden, und eine neue zu bauen ist gerade mein Hauptziel, um in jeder Jahreszeit einen Rückzugsort in Berlin zu haben.

Denken Sie auch über Familie und Kinder nach?

Ich bin auf der einen Seite ein sehr häuslicher Mensch. Ich liebe es, zu Hause zu sein, mich da einzurichten und es mir bequem zu machen. Auf der anderen Seite liebe ich es zu verreisen und unterwegs zu sein. Irgendwann möchte ich unbedingt Kinder haben – ich weiß nur noch nicht, wann.

War Journalismus eigentlich nie ein Thema für Sie? Das ist doch der Beruf Ihrer Eltern.

Auf gar keinen Fall. Ich fand den Job meiner Eltern superaufregend und bin auch manchmal schon als Kind mit zu Pressekonferenzen gegangen, wenn es gerade keinen Babysitter für mich gab. Aber die Arbeitszeiten machen es total schwer, gleichzeitig Familienmensch und Journalist zu sein. Es war oft so, dass meine Eltern einen Anruf bekamen und sofort rausmussten, und das waren ja nicht nur positive Ereignisse. Auf der anderen Seite habe ich es natürlich genossen, dass ich zu Konzerten, Filmpremieren oder ins Theater mitgehen konnte.

Ist oder war Mesut Özil ein Thema für Sie?

Ja, auch zu Hause. Das geht uns alle ja was an. Mir fehlt in der ganzen Debatte das Demokratieverständnis. Jeder darf doch das machen, was er für richtig hält, und seine politische Meinung äußern. Genauso wie die NPD oder die AfD das macht, darf das auch ein Mesut Özil, auch wenn er kein Politiker ist. Das Schwierige daran ist: Dadurch, dass man eine große Fanbase hat, lenkt man manche Menschen in eine bestimmte Richtung, ohne das als Ziel zu haben. Aber das sollte kein Grund dafür sein, dass man nicht mehr seine Meinung sagen darf. Ob ich sie mit ihm teile, ist eine andere Frage. Meine Eltern sind Journalisten – mehr muss ich dazu gar nicht sagen. Dennoch ist es unfair, dass man so rausgemobbt wird, wenn man nur einen Schritt macht, der den anderen nicht passt. Das finde ich unfassbar.

Almila Bagriacik

wird am 10. Juli 1990 in Ankara als ältere von zwei Töchtern eines Journalistenehepaars geboren und kommt im Alter von fünf Jahren mit ihrer Familie nach Berlin. Hier geht sie auch zur Schule, macht im Schultheater erste Schauspielerfahrungen und absolviert in Wilmersdorf ihr Abitur. Hilfreich ist dabei ihr ausgeprägtes Sprachgefühl: Ihr Deutsch ist heute besser als das vieler Deutscher, und mit 16 spricht die Schülerin bereits fünf Sprachen.

Mit 17 wird sie zufällig für den Film entdeckt, als sie ein Konzert ihrer Lieblingsband im Club SO 36 besucht. Im mehrfach preisgekrönten Drama „Die Fremde“ spielt sie die Schwester der von Sibel Kekilli dargestellten Hauptfigur.

Ihr Talent spricht sich schnell herum – ohne Schauspielausbildung erhält sie zahlreiche Rollen und beweist ein Gespür für die guten: Für ihre Hauptrolle in „Hördur – Zwischen den Welten“ (2014) erhält sie diverse Auszeichnungen, 2015 übernimmt sie die Hauptrolle in der ARD-Reihe „Kommissar Pascha“. 2017 gibt’s den Deutschen Fernsehpreis für ihre Rolle der Semiya Simsek, der Tochter eines NSU-Opfers, in der NSU-Trilogie „Die Opfer – vergesst mich nicht“. Und auch in der preisgekrönten TNT-Miniserie „4 Blocks“ über arabische Clans in Berlin ist sie eine tragende Figur. Zurzeit dreht sie in der Hauptrolle ein ARD-Projekt unter der Regie von Sherry Hormann. In der Türkei ist sie längst ein Star. Durch ihre Rolle in der erfolgreichen Serie „Hayat Sarkisi“ wird sie dort regelmäßig auf der Straße erkannt.

Almila Bagriacik wohnt in Berlin, lebt in einer Beziehung und wünscht sich irgendwann in der Zukunft Kinder und Familie.


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