Zum NDR-Programm Doku zeigt Lösungen auf: "Rettet den Landarzt!"

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Mehrere Stunden Wartezeit – in vielen Hausarztpraxen auf dem Land normal. Foto: © NDR/Ute JurkovicsMehrere Stunden Wartezeit – in vielen Hausarztpraxen auf dem Land normal. Foto: © NDR/Ute Jurkovics

Osnabrück. Die Dokumentation zeigt den Versorgungsnotstand bei Landärzten und mögliche Lösungen auf.

So romantisch wie einst in der ZDF-Serie „Der Landarzt“ geht es im wirklichen Leben nicht zu. Ländliche Regionen leiden bundesweit unter einer Unterversorgung im hausärztlichen Bereich. Und die Misere wird sich verschärfen, denn nur 6% der Mediziner sind unter 40 Jahren, über zweidrittel jedoch älter als 50. Der Film von Ute Jurkovics und Sonja Kättner-Neumann belegt den Notstand im norddeutschen Raum, der insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern dramatisch ist, mit vielen Beispielen. So sind in der Region Nordhorn derzeit 15 Hausarztstellen nicht besetzt. Praktizierende Mediziner nehmen keine weiteren Patienten mehr auf.

Doch die Dokumentation innerhalb der „45 Min“-Reihe beschränkt sich nicht auf eine Bestandsaufnahme des Status Quo, sondern zeigt auch Lösungsmöglichkeiten auf. Es gilt Anreize für junge Mediziner zu schaffen. So gründete die Kommune Büsum ein Ärztezentrum, in dem Voll- wie Teilzeitarbeit möglich ist. Berufs- und Privatleben lassen sich hier vereinbaren. Rollende Arztpraxen – quasi „Medizin to go“ – oder Telemedizin sind vielversprechende Ansätze, dem Problem entgegenzuwirken. Gerade die Telemedizin (Kontakt des Arztes über Videotelefonie mit dem Patienten) spart Zeit und Wege. Wenn denn auch der ländliche Raum mit schnellem Internet versorgt wäre…

"45 Min – Rettet den Landarzt!" Montag, 27. August 2018, 22.00 Uhr, NDR Fernsehen

Wertung: Fünf von sechs Sternen


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